Brexit-Wut in Großbritannien: May kungelt mit Merkel

Foto: Von photocosmos1/shutterstock
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Theresa May kämpft um ihre Brexit-Pläne und ihr politisches Überleben. Jetzt sieht sie sich einem weiteren Wut-Ausbruch der Tory-Minister gegenüber. Denn sie hatte verkündet, an den Plänen könne nichts mehr geändert werden – sie seien schließlich von Angela Merkel abgesegnet worden.

Der Ärger entzündete sich als klar wurde, dass die britische Premierministerin mit ihre Austritts-Plänenam vergangenen Mittwoch zu einem Treffen mit Angela Merkel nach Berlin geflogen war, bevor sie sie dem Parlament vorgestellt hatte.

Auf die Frage ihrer Minister über mögliche Änderungen hatte May eine ungewöhnliche Aussage parat: „Nein, dass ist leider nicht möglich, weil ich diesen Text mit Angela Merkel abgesprochen habe“, so Theresa May.

„Ich glaube nicht, dass dies in einem ordnungsgemäßen Regierungssystem und in Übereinstimmung mit unseren Verfassungsnormen gehandhabt wurde“, erklärt ihr schärfster Kritiker und der als ihr Nachfolger gehandelte Tory Politiker Jacob Rees-Mogg,

„Kein Kommentar“, heißt es zu der Anschuldigungen aus Downing Street 10, laut The Express. 

Die Tory- Abgeordneten schlugen Theresa May ihren 98-seitigen Ausstiegsplan regelrecht um die Ohren. Der Brexit-Entwurf enthalte die „schlimmsten Seiten“ der EU, so ihr Vorwurf. Der Plan sieht neben einer Freihandelszone mit der EU vor, dass sich EU-Arbeitnehmer auch in Zukunft in Großbritannien niederlassen können, wenn sie einen Arbeitsplatz nachweisen können. Touristen, junge Leute und Studenten dürfen nach dem Plan von May visumfrei einreisen. Der Plan sei in weiten Teilen ein Schritt zurück in Richtung Vollmitgliedschaft, warnen die Brexit-Anhänger laut MailOnline. (MS)

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