MoPo zündelt wieder: „Was macht Hamburgs Feuerwehr-Chef bei den Brandstiftern der AfD?“

Fremdschämen (Bild: shutterstock.com/Von Anatoliy Karlyuk)
Fremdschämen (Bild: shutterstock.com/Von Anatoliy Karlyuk)

Der Hamburger Feuerwehr-Chef tauscht sich mit der AfD-Fraktion aus. Aus diesem normalen Vorgang bastelt die „Hamburger Morgenpost“ (MoPo) einen Skandal. Wer den Artikel liest, versteht, warum das Boulevard-Blatt seit 2006 genau 48,2 Prozent seiner Auflage verloren hat.

Hamburgs Oberbranddirektor Klaus Maurer sprach am Montag vor rund 70 Teilnehmern als Gastredner zu den Themen „Feuerwehr- Aufgaben, Strukturen, Perspektiven“ im Hamburger Rathaus. Eingeladen zur Veranstaltung hatte die Hamburger AfD-Fraktion.

Und genau das passt der MoPo nicht. Ihr Reporter Mike Schlink schreibt:

Die einen gelten als geistige Brandstifter, die anderen löschen im realen Leben Brände. AfD und Feuerwehr passen nicht so recht zusammen. Dennoch hat Feuerwehr-Chef Klaus Maurer Montagabend eine Event-Reihe der Rechtspopulisten besucht. Warum?

Die AfD-Fraktion Hamburg gibt Schlink per Facebook folgende Antwort:

Antwort der AfD-Fraktion Hamburg (Bild: Screenshot)
Antwort der AfD-Fraktion Hamburg (Bild: Screenshot)

Auch Feuerwehr-Sprecher Werner Nölken nahm zum – als Frage getarnten Vorwurf – Stellung und entgegnete, dass es sich um eine normale Veranstaltung gehandelt habe. Die AfD würde zwar kritisch beäugt, am Ende sei sie aber eine demokratisch gewählte Partei. „Würde Herr Maurer sich der Einladung verweigern, wäre es zudem eine Dienstpflichtverletzung“, so der Freuerwehr-Sprecher weiter. Das wäre bei Einladungen von SPD oder CDU genauso.

Das jedoch sehen – mutmaßlich nicht zuletzt wegen Medienberichten im Stil der MoPo – Gegner der freien Rede nicht so. Im Vorfeld sei „die Feuerwehr“ laut Nölken im Netz als „Nazis“ bepöbelt worden. Die Rettungskräfte wollen Strafanzeige stellen. (SB)

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