Sprengstoffanschlag in Auftrag gegeben – Iranischer Agent in U-Haft

Symbolfoto: Durch Yuriy Seleznev/Shutterstock
(Symbolfoto: Durch Yuriy Seleznev/Shutterstock)

Wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit und Verabredung zum Mord hat die Bundesanwaltschaft einen Haftbefehl gegen den 46-jährigen Iraner Assadollah A. erwirkt.

Assadollah A. war bereits am 1. Juli im Landkreis Aschaffenburg aufgrund eines Europäischen Haftbefehls der belgischen Strafverfolgungsbehörden festgenommen worden. Er soll im März 2018 ein in Antwerpen lebendes Ehepaar beauftragt haben, einen Sprengstoffanschlag auf die jährliche „Große Versammlung“ der iranischen Auslandsopposition am 30. Juni 2018 in Villepinte (Frankreich) zu verüben. Dazu soll er dem Ehepaar Ende Juni 2018 in Luxemburg-Stadt eine Sprengvorrichtung mit insgesamt 500 Gramm des Sprengstoffes Triacetontriperoxid (TATP) übergeben haben. Am Tag des geplanten Anschlages haben belgische Sicherheitsbehörden das Ehepaar auf dem Weg nach Frankreich festgenommen und die Sprengvorrichtung sichergestellt.

Assadollah A. war seit 2014 als 3. Botschaftsrat an der iranischen Botschaft in Wien akkreditiert. Nach den vorliegenden Erkenntnissen war er Mitarbeiter des iranischen Nachrichtenministeriums „MOIS (Ministry of Intelligence and Security)“. Zu den Aufgaben des „MOIS“ gehört in erster Linie die intensive Beobachtung und Bekämpfung oppositioneller Gruppierungen innerhalb und außerhalb des Irans.

Die hiesigen Ermittlungen und der Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs stünden der Auslieferung an die belgischen Strafverfolgungsbehörden nicht entgegen, so die Generalbundeanwaltschaft.

freie-presse.net

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