Exklusiv: Grüne haben bei Flüchtlings-Rettung auf Mittelmeer ihre Finger im Spiel

Ein Boot mit Flüchtlingen, das auf eine NGO wartet. Foto: Shutterstock

Berlin – Offenbar steigen die Grünen jetzt in die sogenannte Seenotrettung von „Flüchtlingen“ ein. Die neugegründete NGO „Civilfleet“ sitzt im Haus der Partei-Geschäftsstelle, und der Verantwortliche ist ein hoher Grünen-Funktionär. Das haben Recherchen von JouWatch ergeben.

Hintergrund ist der Spenden-Aufruf des TV-Komikers Klaas Heufer-Umlauf. Der 34-Jährige ruft seine Fans dazu auf, jede Menge Geld zu geben, um „eines oder mehrere Schiffe zu chartern“. Damit sollen afrikanische Einwanderer von ihren Schlauchbooten geholt und nach Europa geschleppt werden.

Heufer-Umlaufs Video ist auf der Internetseite der bisher völlig unbekannten Organisation „Civilfleet“ veröffentlicht. Überschrift: „Jetzt retten wir!“ Darunter heißt es: „Gemeinsam mit eurer Hilfe chartern wir ein Rettungsschiff und retten wieder Menschen vor dem Ertrinken. Sie können Schiffe blockieren, nicht aber die Seenotrettung.“

Dass, was immer mehr europäische Regierungen inzwischen als „Schlepperei“ bezeichnen, passiert nun ganz offiziell unter dem Dach der Grünen. „Civilfleet“ sitzt genau wie die Partei von Claudia Roth im Haus am Platz vor dem Neuen Tor 1 in Berlin-Mitte. Doch das ist nicht die einzige Parallele – wie JouWatch herausfand: Im Impressum wird ein hoher Parteifunktionär als Verantwortlicher für den Internetauftritt genannt.

Es handelt sich um Erik Marquardt. Dieser sitzt seit November 2015  im Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen. Das Gremium entspricht auf Bundesebene der Rolle des Präsidiums bei anderen Parteien. Der 30-Jährige ist also ein Präsdiumsmitglied der Partei, der dazu noch in der Bundesgeschäftsstelle arbeitet. Bei der vergangenen Bundestagswahl hatte er als Abgeordneter kandidiert.

Klaas Heufer-Umlauf ruft also dazu auf, an eine sehr eng mit den Grünen verwobene und offenbar nur für seine Spendenaktion gegründete Organisation zu unterstützen. Dass Widerspruch am Shuttle-Service der NGOs verboten sein müsse, betont der Entertainer in seiner Video-Botschaft überdeutlich: „Ich finde es völlig durchgeknallt, dass man es überhaupt öffentlich sagen darf, ohne dass einem sofort stark von jeder Seite widersprochen wird.“

Dass die Grünen nun über eine offensichtliche Vorfeld-Organisation ins Flüchtlingsgeschäft einsteigen, haben sie bisher verschwiegen. Mit Hilfe eines Promis wird sie wohl demnächst im Mittelmeer kreuzen, um „geschenkte Menschen“ (Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt über Flüchtlinge) nach Europa zu holen. Inwiefern das mit dem Parteiengesetz vereinbar ist, wird zu klären sein. (WS)

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