„Düsseldorf International Airport“

Thomas Schlawig

Foto: Collage
Wird der Flughafen Düsseldorf bald in Airport Angele umbenannt? (Foto: Collage)

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“. Dieses Zitat stammt vom deutschen Dichter Matthias Claudius, der von 1740-1815 lebte. Ich nehme es mal als Vorwort zu einer kurzen Reise nach Kreta. Allerdings nicht, um über die Reise selbst zu berichten, sondern von den ständigen Ärgernissen am „International Airport Düsseldorf“. Dabei ist es vollkommen egal, ob man ankommt oder abreist. Ebenso ist es völlig egal, zu welcher Tageszeit oder Jahreszeit man zu „Gast“ am Flughafen ist.

Wikipedia weiß über den drittgrößten Flughafen Deutschlands und das wichtigste internationale Drehkreuz des Landes NRW folgendes zu berichten:

Im Jahr 2017 nutzten über 26 Millionen Passagiere den Flughafen, der von 70 Fluggesellschaften mit knapp 200 Zielen in 50 Ländern verbunden wird. Mit einem Umsatz von rund 400 Millionen Euro und einem Ergebnis von 57 Millionen Euro zählte er im Geschäftsjahr 2010 zu den sechs profitabel wirtschaftenden Flughäfen Deutschlands.

Die Zahlen kann man durchaus positiv nennen, das Renommee des Flughafens ist jedoch als ebenso zweifelhaft anzusehen. Nun zu meinem „Reisebericht“, an dem mir schon am Düsseldorfer Hauptbahnhof ein Unding auffiel. Es gab Zeiten, wo man mit dem Taxi zum Flughafen und zurück gefahren ist. Zeiten, in denen die Preise noch moderat waren. Da hat man für die 15 km hin und 15 km zurück jeweils max. 22 Euro bezahlt. Inzwischen sind es 60 Euro. Bei längeren Urlauben kann man mit dem eigenen Auto einen Langzeitparkplatz für ebenfalls 60 Euro nutzen.  Bei einem verlängerten Wochenende (Do. – So.) ist es schon wieder unrentabel, zumal der Flug erst am Nachmittag ging. Somit ging es also mit der S-Bahn zum Flughafen. Beim Halt am Hauptbahnhof stach mir folgendes Bild in die Augen:

Foto: Thomas Schlawig

Während die Uhr im Hintergrund die korrekte Zeit anzeigte, ging die vordere Uhr exakt zwei Stunden nach. Wie das bei einer Funkuhr passieren kann, ist mir schleierhaft. Ebenso entzieht es sich meiner Kenntnis, wie lange die Uhr die falsche Zeit anzeigte und ob sie es immer noch tut. Aber es ist auch nebensächlich, denn wo ist eine Uhr überflüssiger als an einem Bahnhof oder Flughafen? Ebenso wie es inzwischen überflüssig zu sein scheint, dem Kunden (um einen solchen handelt es sich bei Benutzern von Verkehrsmitteln) oftmals Verspätungen oder Änderung des Bahnsteiges anzuzeigen. Man bittet auf die Durchsagen zu achten. Überhört man es oder achtet schlicht nicht darauf – Pech gehabt.

Nach dem Halt am Hauptbahnhof ging es Richtung Flughafen. Was man allerdings rechts und links der Bahnstrecke und auf Bahnhöfen zu sehen bekommt, verschlägt einem glatt die Sprache. Beschmierte Wände, zerschlagene Scheiben, zugemüllte Bahnhöfe. Dazu kommen zwielichtige Gestalten, die durch den ganzen Zug laufen, wohl in der Hoffnung, eher anzukommen, auf der Flucht vor dem Kontrolleur sind oder auszubaldowern, wo es in einem unachtsamen Augenblick etwas zu holen gibt. Wer weiß es schon.

Am Flughafen angekommen ging alles ohne Probleme vonstatten. Zumindest wenn man mit Handgepäck unterwegs ist. Das Ungemach lauert allerdings am Sicherheits-Check und spätestens hier kann einem zum erstenmal der Kragen platzen. Sicherheit muss sein – keine Frage, aber den Gestalten, die dort Dienst tun, möchte man nicht im Dunkeln begegnen. Der Sicherheitsdienst „Kötter Security“ beschäftigt fast durchweg Personal mit Namen Ali, Ismail, Mohamed, Achmed etc. Und das im Sicherheitsbereich. Dass diese Leute durchaus eine Gefahr für die Sicherheit sein können, zeigt ein Vorfall aus dem Jahr 2014. Damals arbeitete ein radikaler Moslem bei der Gepäckabfertigung und man sah darin offenbar keine Probleme. Der Blick in die Gesichter dieser „Sicherheitsleute“  bescheinigt einem eine fast durchweg niedrige Intelligenz, die sie aber mit martialischem Auftreten wett zu machen versuchen. Mit ihrer Uniform versuchen sie Respekt zu erheischen und überschreiten dabei ihre „Machtbefugnis“.  Wer möchte sich schon mit denen anlegen? Zur Ehrenrettung muss allerdings gesagt sein, es gibt bei diesem Sicherheitsdienst auch freundliche (zumeist deutsche Mitarbeiter), aber das sind Ausnahmen.

Bei der Durchleuchtung von Koffer und Rucksack schien der ebenfalls höchst unfreundlichen und patzigen Sicherheits-Tante etwas aufzufallen. Es war der Koffer meiner Frau, in dem sich eine Kühlmanschette für ihre Kniebeschwerden befand. „Das dürfen Sie nicht mitnehmen“.   Alle Erklärungen über den Zweck dieser Manschette halfen nichts. Sichtlich genervt ging sie mit dem Ding zu einem Beamten der Bundespolizei und kam mit folgender Antwort zurück: „Nur mit ärztlichem Attest“. Die Frage nach einem Arzt wurde mit einem „Gibt´s  hier nicht“  beantwortet. Auch die Frage, weshalb man laut Beförderungsbedingungen von TUI fly  (unsere Fluggesellschaft) zwar ein Messer mit einer Klingenlänge bis zu 6 cm mit an Bord nehemen dürfe, aber nicht eine Kühlmanschette, konnte sie nicht vernünftig und in zusammenhängenden Worten erklären

Screenshot: https://www.tuifly.com/de/service/bestimmungen_abb_tuifly.html

Ein ehemaliger Kapitän der Lufthansa, Verleger und Schriftsteller schrieb auf seiner Website  unter Generalverdacht für Crew und Passagiere über den Irrsinn bei Sicherheits-Checks:

Als ich noch als Kapitän für die Lufthansa unterwegs war, habe ich regelmäßig erleben müssen, wie unsinnig die Security-Maßnahmen sind. Ich durfte – als Kapitän! – keine Nagelfeile oder Nagelschere in meinem Handgepäck mitführen. Sie wären mir bei den Kontrollen der TSA in USA abgenommen worden. Der absolute Unsinn dieser Vorschrift wird deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass ich an Bord Zugang zu den „gefährlichsten“ Dingen hatte: Das scharfe Zitronenmesser in der Galley, Glasflaschen, die abgebrochen wirklich hässliche Waffen sein könnten. Nicht zu vergessen, der Bordwerkzeugkasten mit großen Schraubendrehern und einer Notaxt. Völlig absurd! Auf der anderen Seite durfte mein Mechaniker in Chicago mit seinem privaten Auto ohne Kontrollen auf das Vorfeld zum Flugzeug fahren. Er hätte jegliche Art von wirklich gefährlichen Gegenständen mit sich führen und an mich weiterreichen oder eine Bombe im Flugzeug platzieren können. Damit wird doch eines überdeutlich: Bezüglich Security muss der Crew vertraut werden. – Aber kann man das wirklich?

Der wirklich wichtige Aspekt, der […] überdeutlich zutage tritt, ist die Frage nach dem Sinn völlig idiotischer Security-Bestimmungen, denen zufolge jeden Passagier und jedes Crew-Mitglied zunächst einmal unter Generalverdacht steht, ein potenzieller Terrorist zu sein. Ein Beispiel: Im September 2001, kurz nach 9/11, als zwei Flugzeuge das New Yorker World Trade Center zerstört hatten, musste ein Kapitän einer US-Airline für fünf Tage ins Gefängnis, weil er die Wahrheit gesagt hat. Nach fünf Security-Kontrollen war er derart genervt, dass er den Kontrolleuren eröffnete, er könne seinen Jet jederzeit auch in Unterhosen in ein Gebäude fliegen. Er wollte damit seinem Unmut über unsinnige Kontrollen seiner Person als Kapitän Ausdruck verleihen. Der Mann hatte Recht – die verblödeten Kontrolleure aber die Macht.

Ich denke, damit ist das Thema Sicherheit eindrucksvoll geschildert. Ich will damit sagen, dass man diesen Sicherheitsleuten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Die Uniform verleiht ihnen Macht  und Befugnisse, welche sie oftmals überschreiten. Dazu auch zwei Ereignisse aus eigenem Erleben, bei denen der Sinn von Sicherheitskontrollen zu hinterfragen ist. Bei einem Flug mit der ehemaligen griechischen Fluggesellschaft Olympic gab es nach der Sicherheitskontrolle an Bord zum Essen Besteck aus Metall. Wozu die Kontrolle, wenn man dem Passagier die „Mordwerkzeuge“ an Bord selbst in die Hand gibt? Im zweiten Fall hatte ich ein Messer in meinem Rucksack vergessen und es wurde beim Durchleuchten auch entdeckt (was durchaus gut ist). Der Sicherheits-Mann fischte es aus dem Rucksack, begutachtete es von allen Seiten und gab es mir mit den Worten „Sie machen einen zuverlässigen Eindruck“ wieder zurück. Es war übrigens auch ein (deutscher) Mitarbeiter von Kötter Security.

Nachdem wir drei Tage auf Kreta verbracht hatten (ohne Kopftücher, ohne Burkas und sonstigem Gelichter), ging es wieder zurück nach Düsseldorf. Da wir nur Handgepäck hatten, dachten wir, es würde alles problemlos vor sich gehen. Nachdem die Maschine ausgerollt war und am Gate stand, meldete sich der Kapitän. „Meine Damen und Herren, liebe Passagiere, offenbar sind wir plötzlich und unverhofft in Düsseldorf gelandet, denn es ist niemand da, der die Flugpassagierbrücke an die Maschine fahren kann. Es ist bereits ein Flughafenmitarbeiter angefordert. Ich bitte Sie um etwas Geduld“.

Hier ist mir wieder einmal aufgefallen, was ich bei jedem Flug beobachte. Ebenso wie beim Boarding, wo sich die Leute schon eine halbe Stunde vorher geduldig in eine Schlange einreihen, um das Flugzeug zu besteigen, passiert beim Aussteigen dasselbe. Kaum ist die Maschine unter dem Applaus der Passagiere ausgerollt (peinlich…niemand hat geklatscht, wenn ich früher zur Arbeit erschienen bin und niemand klatscht, wenn ein Bus oder eine Straßenbahn an der Haltestelle hält), springen alle wie von der Tarantel gestochen auf, reißen die Gepäckfächer auf und stehen….Offenbar haben die Leute in den letzten Passagierreihen immer wieder das Bedürfnis, zuerst auszusteigen. Da standen sie nun von hinten bis vorn und warteten genervt, es setzte sich aber kaum jemand wieder hin. Ich konnte mir (sitzenderweise) ein Lachen und Bemerkungen nicht verkneifen, was mir einige giftige Blicke eingebrachte. Es ist einfach nicht zu verstehen. Was passiert in diesen Köpfen? Dasselbe muss man sich fragen, wenn eine Maschine auf dem Vorfeld steht und vorn und hinten eine Gangway vorhanden ist. Es gibt dann tatsächlich Leute, die steigen hinten ein und „schwimmen“ gegen den Strom nach vorn oder umgekehrt. Dieselben Leute maulen dann aber auch rum, wenn der Flug Verspätung hat. Nach etwa 20 Minuten hatte der Flughafen tatsächlich einen Mitarbeiter aufgetrieben, der die Brücke an das Flugzeug fahren konnte und das übliche Gedränge ging los. Die letzen wollten die ersten sein. Da frage ich mich immer, wie wird es aussehen, wenn ein Flugzeug im Notfall evakuiert werden muss? Man möchte eigentlich nicht darüber nachdenken.

Man ist also durch die Flugpassagierbücke in Richtung Terminal gelaufen. Da die  Rolltreppe außer Betrieb war, musste die Treppe genommen werden. Plötzlich Stau, nichts ging mehr. Der Grund dafür waren verschlossene!!! Türen. Wieder warten, aber zumindest war ein Passagier direkt vor den Türen so intelligent, dass dort hängende Telefon zu benutzen und die missliche Lage zu schildern. Nach ca. 5 Minuten kam dann auch ein Flughafenmitarbeiter und öffnete die Türen. In diesen 5 Minuten fiel mir der Flughafenbrand von 1996 ein, bei dem es 17 Tote gab. Was wäre gewesen, wenn…(Unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen)? Das Flugzeug war leer und die Betankung sicher schon im Gange. Ein Feuer von hinten und wir hätten in der Falle gesteckt.

Im Terminal geht es dann zu Fuß durch ein „Labyrinth von Gängen, Türen und Treppen zu den Gepäckbändern. Wer den Flughafen Düsseldorf kennt weiß, was ich meine. Dass es vor 22 Jahren bei dem Brand 17 Tote gab, ist nicht verwunderlich.

Wir hatten Handgepäck, bei den Passagieren mit Koffern beginnt an den Gepäckbändern ein schier unendliches Warten. Dieses Problem gibt es seit Jahren und der Flughafenbetreiber beteuert jedes Jahr von Neuem, es wird sich ändern. Die Worte hör´ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Im vergangenen Jahr ist die Situation derart eskaliert, dass es beinahe zu Tätlichkeiten unter den Passagieren gekommen wäre.

Laut „RP-Online“ war es zu teilweise unschönen Szenen gekommen: Die Fluggäste, die bis zu anderthalb Stunden warteten, hätten zusehends die Nerven verloren. Eine Frau sei sogar kollabiert. Der Leiter der Bundespolizeiinspektion des Flughafens, Helge Scharfenscheer, habe schließlich alle verfügbaren Kräfte zu den Kontrollstellen beordert.

„Wir mussten mit Tätlichkeiten und sogar damit rechnen, dass ungeduldige Menschen die Kontrollstellen zu durchbrechen versuchen“, sagte Bundespolizeisprecher Jörg Bittner der Zeitung. Er nannte die Zustände an den Flugsteigen „unhaltbar“. Das Eingreifen der Bundespolizei sei zur Gefahrenabwehr erfolgt. Der Sicherheitsdienst Kötter Security hatte offiziell darum gebeten.

Dasselbe Problem gibt es bei den Gepäckbändern. Schon im Jahr 2014 schrieb NRZ.de über diese unerträglichen Zustände.

Passagiere beklagen sich über lange Wartezeiten an der Gepäckausgabe des Düsseldorfer Flughafens. Mancher Reisende hätte zwei Stunden warten müssen. Dies könne mehrere Gründe haben, sagt Flughafensprecher Hinkel. Doch es ist nicht das erste Mal, dass es Probleme bei der Gepäckabfertigung gibt.

Geändert hat sich bis heute nichts. Von Seite des Flughafens rechtfertigt man sich mit unglaublichen Aussagen.

  • Am Düsseldorfer Flughafen herrschte zuletzt Hochbetrieb. Am Wochenende starteten und landeten mehr als 130.000 Fluggäste am Airport – und mit ihnen extrem viele Gepäckstücke. Dies führte zu einem Koffer-Chaos.
  • Verantwortlich dafür ist allerdings wohl nicht der Flughafen Düsseldorf selbst. Denn die Fluggesellschaften und ihre Partnerunternehmen müssen selbst dafür Sorge tragen, dass Reisende ihr Gepäck zurück bekommen. Die größte Gepäckabfertigungsfirma am Düsseldorfer Flughafen ist Aviapartner
  • Bereits zu Beginn der Ferienzeit habe es Probleme mit Aviapartner gegeben, berichtet Flughafen-Sprecher Christian Hinkel. Die Firma habe zu wenig Personal vor Ort gehabt um die Gepäckmassen abfertigen zu können. So mussten 1000 Koffer nachgeschickt werden, sagt Hinkel.
  • Außerdem seien am Ferienende auch extrem viele Passagiere unterwegs gewesen. „Samstag hatten wir 67.000 und am Sonntag 71.000 Passagiere. Der Flughafen ist nicht in die Gepäckabfertigung involviert, ist aber bemüht auf die Abfertigung Einfluss zu nehmen“.

Es hört sich fast wie eine Anklage an, dass so viele Passagiere starteten und landeten. Eigentlich sollte sich der Flughafenbetreiber darüber freuen, aber scheinbar ist es lästig, sich ändernden Bedingungen zu stellen, nach dem Motto: Ihr wollt etwas von uns. Ihr wollt fliegen. Also müsst ihr Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Grund allen Übels ist irgendein Rotstift-Akrobat, der erkannt hat, dass mit der Auslagerung von Dienstleistungen viel Geld zu sparen ist. Das hat außerdem den Vorteil, dass man die Verantwortung von sich weisen kann. Das ist aber kein Problem des Düsseldorfer Flughafens, sondern legt sich inzwischen wie Mehltau über das gesamte Land. Die einen nennen es sparen, ich nenne es kaputt sparen.

Im Jahr 2016 schrieb derwesten.de ebenfalls über dieses Problem. Die Erklärung von Seite des Flughafens:

Man arbeite aber auf allen Seiten daran, dass die Prozesse besser laufen – und drückt Bedauern für die Unannehmlichkeiten aus.

Bei tripadvisor.de machten schon 2011 Passagiere ihren Ärger über den Düsseldorfer Flughafen Luft. Der erste Kommentar steht stellvertretend für viele:

Gepäckabfertigung

  1. Okt. 2011, 22:03

Wir sind am 06.10.2011 mit AB 9845 pünktlich um 14.00 Uhr in

Düsseldorf gelandet. Am Gepäckband angekommen, war die noch vorhandene Urlaubsstimmung jedoch schnell vorbei. Mehr als 1 Stunde mussten wir warten, bis das Gepäck auf dem Band lag. In Abständen von 10 bis 15 Minuten kamen immer wieder nur 5 Gepäckstücke. Eine Info über die m. E. vorsätzlichen Verzögerungen wurden uns nicht mitgeteilt. Freunde und Verwandte mussten auf Grund der unzumutbaren Wartezeiten sehr hohe Parkgebühren bezahlen. Es ist nicht das erste Mal, dass lange Wartezeiten bei der Gepäckabfertigung am Düsseldorfer Flughafen entstehen und vom Flughafen auch nie hierfür eine Stellungnahme bzw. eine Entschuldigung erfolgt.

Schade um den Flughafen.

Ich habe es selbst schon auf einem Flug von Berlin nach Düsseldorf erlebt, dass die Flugzeit kürzer war als das Warten auf das Gepäck. Seitdem – wenn es geht, nur noch Handgepäck. Aber auch hier muss man ein großes ABER setzen, denn hat man das Pech, am späten Abend am „International Airport Düsseldorf“ mit Verspätung anzukommen, hat man ein neues Problem, denn der Flughafen schließt um 22.00 Uhr zur Vermeidung von Fluglärm seine Pforten. Man kommt dann zwar raus, aber nicht mehr weg.

Planmäßige Starts sind in der Zeit von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr Ortszeit unzulässig. Planmäßige Landungen sind von 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr Ortszeit unzulässig.

Kommt man aufgrund von Verspätung erst um 23.00 Uhr oder später an, sieht es düster aus. Die S-Bahn fährt nicht mehr, Taxi-Stände sind leer. Man muss dann sehen, wie man nach Hause kommt.

Das schrieb ein Kunde über den Flughafen Düsseldorf:

Viktoria Kossmann

★★★★ vor 10 Monaten

Ich wollte heute, das erste Wochenende nach den Sommerferien in NRW, nach London Heathrow von London aus fliegen. Die Schlange zur Gepäckabgabe ging bis zur Türe und mehrere Menschen hatten körperliche Auseinandersetzungen. Selbst die Priority Line war voll, da sehr viele Gäste dahin gebeten worden. Als wir an der Reihe waren wurden uns falsche Informationen gegeben, wir hatten einen Pass vergessen. Als wir zum Gate gegangen sind, gab es eine riesige Schlange bei der Passkontrolle. Daraufhin wurde unser Flug zeitlich oftmals verschoben bis er letztendlich gecancelt wurde, sodass wir uns selber umbuchen mussten. Da das Flugzeug komplett ausgebucht war, war es sehr schwierig einen anderen Flug zu bekommen. Viele haben keinen mehr bekommen, eine Familie jedoch konnte umbuchen. Wir mussten nun auf unser Gepäck warten. Niemand wusste wo es war. weder die Fluggäste noch die Angestellten, bis es dann nach 2 Stunden da war. Meine Familie musste nun getrennt fliegen und ich war insgesamt 8 Stunden lang am Flughafen, bis ich meinen Direktflug nach London nehmen konnte. Meine Familie musste über Zürich fliegen. Fazit: der Flughafen ist schlecht organisiert und nicht empfehlenswert!

Ich komme nochmals zum guten Ergebnis des Flughafens zurück und ich wundere mich darüber. Aber es ist wie so oft, solange es einigermaßen läuft, wird an der Organisation nichts  geändert. Es wird auf Kosten des Kunden gespart und die Mitarbeiter beweisen täglich, dass es irgendwie funktioniert. Zum Dank müssen sie den Zorn der Passagiere über sich ergehen lassen. Qualität und Sparen schließen eben einander aus. Es wird nie funktionieren. Wer also  nicht unbedingt diesen Flughafen nutzen muss, sollte einen großen Bogen darum machen.

Und nun noch die Rückfahrt mit der S-Bahn. Es war die letzte an diesem Abend und es wäre Aufgrund der Verzögerung durch die fehlende Flugpassagierbrücke und die Wartezeit vor verschlossenen Türen fast ein Taxi nötig gewesen.

In der S-Bahn befand sich wieder das übliche Gelichter ,welchem man nicht gern begegnet, aber eine junge Frau von ca. 20 Jahren hat selbst diese Gestalten noch in den Schatten gestellt und zwar wegen eines Telefongesprächs, an dem sie bis zu unserem Aussteigen (etwa 30 min) den ganzen Waggon hat teilnehmen lassen. Es ging um einen Beziehungsstreit einer Freundin, ob die Beziehung oder die Karriere wichtiger sei und sie sparte nicht an psychotherapeutischen Tipps und Empfehlungen für die „emotionale Ebene“. Dabei betonte sie immer wieder, dass sie gar nicht so recht weiß, wie sie helfen könne und dass ihr beide sehr am Herzen lägen. Als wir ausstiegen, schaute ich ihr demonstrativ ins Gesicht  und teilte ihr mit, dass dieser geistige Durchfall keinen Menschen interessieren würde, aber sie hat geschaut, als wäre sie mit diesen Worten völlig überfordert gewesen. Es ist wirklich unglaublich, was manche Leute einem zumuten. Ich empfinde es als Frechheit, seine Umgebung dermaßen zu terrorisieren und an seiner gequirlten Kacke teilhaben zu lassen. Aber es gibt eben Leute, die meinen, man würde ihre „Intelligenz“ bewundern.

Dass man wieder in Deutschland war, konnte man am vermehrten Auftreten von Kopftüchern erkennen und an zwei Typen mit einem Skateboard, auf dem einer stand, der vom anderen geschoben wurde. Das Ganze spielte sich auf einer Hauptstraße zwischen den Straßenbahnschienen ab.

„Die Welt ist ein Irrenhaus und Deutschland ist die Zentrale“

 

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