Juncker kanzelt Kurz vor laufender Kamera ab

Juncker und Kurz (Bild: shutterstock.com)
Juncker und Kurz (Bild: shutterstock.com)

Wien – Seit Juli hat Österreich die EU-Ratspräsidentschaft für ein halbes Jahr inne. Aus diesem Grund stattete EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dem österreichischen Bundeskanzler am Freitag einen Besuch ab. Ob Junckers infames Verhalten Sebastian Kurz gegenüber seinem Charakter oder seinem Alkoholproblem geschuldet war, ist bislang ungeklärt.

Während einer gemeinsamen Pressekonferenz erläuterte Kurz, er sei optimistisch, dass die europäischen Länder noch bis Ende des Jahres asylpolitische Änderungen auf den Weg bringen könnten. Soviel Tatendrang und klare Ansagen schienen dem 67-jährigen EU-Funktionär Juncker zuviel des Guten, zumal er selbst über Jahre hinweg keinerlei Maßnahmen durchsetzen konnte, die einen nennenswerten Erfolg gebracht haben.

Mutmaßlich traf Kurz das übersteigerte Ego Junckers, der sodann vor laufender Kamera laut übereinstimmender Medienmeldungen den jungen Politiker großspurig mit den Worten abkanzelte: „Die Kommission hat ihre Arbeit gemacht. Wäre ich Ratsvorsitzender, würde ich nicht so großspurig auftreten“. Wenn man keine Kompromisse finde, solle man den Kommissionsvorschlägen einfach zustimmen, so Juncker. (SB)

 

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