Italien will auch EU-Schiffen Einfahrt verweigern

Matteo Salvini (Bild: shutterstock.com /Durch Antonio Nardelli)
Matteo Salvini (Bild: shutterstock.com /Durch Antonio Nardelli)

Italien – Innenminister Matteo Salvini hat angekündigt, auch EU-Schiffen mit Immigranten an Bord das Anlegen in Italien zu verweigern. Via Twitter schrieb er am Sonntag, er werde das den EU-Innenministern auf ihrem Treffen am Donnerstag in Innsbruck mitteilen.

Nachdem Salvini, der auch Vize-Regierungschef ist, bereits NGO-Booten wegen Schlepperei verweigert, italienische Häfen anzulaufen, soll dies nun auch für EU-Schiffe gelten, die im Mittelmeer Migranten an Bord nehmen. Die italienischen Regierungen der vergangenen fünf Jahre hätten zugestimmt, alle von EU-Einsatzschiffen „geretteten“ Migranten aufzunehmen, kritisierte Salvini. Das gelte für seine Regierung nicht mehr.

Matto Salvini auf Twitter (Bild: Screenshot)
Matteo Salvini auf Twitter (Bild: Screenshot)

Am Donnerstag werde ich in Innsbruck den Antrag stellen, die Ankunft der Schiffe internationaler Missionen in den italienischen Häfen zu blockieren. Leider haben die italienischen Regierungen der letzten 5 Jahre Abkommen für all diese Schiffe unterzeichnet, um die Immigranten in Italien zu entladen„.

Nachdem Italien sich konsequent zeigt, verschieben sich nach Angaben des Chefs der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, die Flüchtlingsrouten nach Spanien. Statt von Libyen nach Italien überzusetzen, versuchten immer mehr Migranten von Marokko über das westliche Mittelmeer nach Spanien zu gelangen. Grund hierfür dürfen die jüngstenAufnahmen von NGO-Schiffen durch die neue sozialistische Regierung sein – wohlwissend, dass die aufgenommenen Immigranten nach Deutschland weiter „flüchten“ werden. (SB)

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