Deutschland sitzt auf einer Bombe: Target-Salden

Target2-Salden - Eine Bombe (Bild: shutterstock.com/Von Fer Gregory)
Target2-Salden - Eine Bombe (Bild: shutterstock.com/Von Fer Gregory)

Deutschland sitzt auf einer Bombe! Wie es scheint, wacht nun auch langsam der Mainstream auf und schlägt Alarm im Thema Target-Salden. Vor einem Monat noch versprach Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann im EU-Ausschuss: „Ein Target2-Ausfall wird nicht stattfinden. Das kann ich an dieser Stelle sagen“.  Immer wahrscheinlicher wird jedoch ein „Orkan an den Finanzmärkten“. 

Deutschland hat fast 1 BILLION Euro zu viel in das sogenannte „Target“-System eingezahlt.  Geld, das – so Wirtschaftsexperten wie Peter Boehringer (AfD) oder der ehemalige Chef des Ifo-Instituts Hans-Werner Sinn  – niemals mehr wiederkommen wird.

Target“ – das war eigentlich ein technisches System zur Abwicklung von Zahlungen im Euroraum. Doch inzwischen hat Deutschland fast 1 Billion Euro zu viel eingezahlt. Geld, das nie wiederkommen könnte. In der Bilanz der Bundesbank schlummert eine politische Bombe – doch aus Berlin hört man dazu wenig.  Wie kann das sein?

Wenn die Entwicklung sich fortsetzt, ist es nur noch eine Frage weniger Wochen, bis das Guthaben der Deutschen Bundesbank im Euro-Zahlungssystem Target die schwer vorstellbare Marke von 1 Billion Euro überschreiten wird.

Dann dürften die Fragen an die Bundesregierung noch eindringlicher werden, warum Deutschland anderen Euroländern in diesem Zahlungssystem gleichsam unbegrenzt und unverzinst Kredit gewährt – und das ohne echte Sicherheiten“.

So beginnt der aktuelle und endlich einmal kritische FAZ-Artikel zur politisch wie medial vernachlässigten „Bombe“ Target-Salden.

„Die FAZ nähert sich der Realität“, so die Feststellung von Peter Boehringer, AfD-Bundestagsabgeordneter und  Vorsitzender der Haushaltsausschusses zum benannten FAZ-Artikel.

„Acht Jahre zu spät – aber immerhin mal relativer Klartext. Man muss natürlich auch die 1000 Mrd EUR – Schwelle von Target medial vorbereiten“, so Boehringer weiter, der bereits zu Anfang des Jahres für den Herbst 2018 diese Zahlen prognostizierte. Nun sind mit Stand Juni 976 Milliarden EUR erreicht.

Genau zu diesem Thema hatte Peter Boehringer den Bundesbank-Vorstands Johannes Beermann im EU-Ausschuss vor vier Wochen befragt (Jouwatch berichtete). Aus gegebenem Anlass nochmals die Befragung BuBa-Vorstand Beermann und Prof. Schachtschneider durch Peter Boehringer in öffentlicher Anhörung im Deutschen Bundestag vom 4.6.2018.

Historisch archivierungswürdig das Zitat von BuBa-Vorstand Beermann bei Min 6:55 : „[Ein Target2-Ausfall] wird nicht stattfinden. Das kann ich an dieser Stelle sagen!“:

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