Neuer Rekord? Asylbewerber mit 45 Identitäten festgenommen

Endlich klickten die Handschellen. Foto: Shutterstock

Dresden – Auf der nach oben offenen Identitätsskala hat ein Asylbewerber jetzt offenbar einen neuen Rekord gebrochen: Der 51-Jährige führt 45 verschiedene Namen. Damit könnte ihm ebenso oft Sozialhilfe zugestanden haben. Am Hauptbahnhof Dresden zog die Bundespolizei den Mann nun aus dem Verkehr.

Der Georgier ist zudem wegen zwölf Eigentumsdelikten polizeibekannt. Er war auf dem Weg von Prag nach Berlin, doch die Reise endete bereits in der sächsischen Landeshauptstadt. Als die Beamten ihn überprüften, stellten sie fest, dass die Ausländerbehörde in Essen den Mann zur Festnahme hat ausschreiben lassen. Doch noch ahnten sie nicht, unter wie vielen Identitäten sich der Ausländer in Deutschland angemeldet hatte.

Bei ihrer Kontrolle fanden die Polizisten dann einen zweiten Reisepass – unter anderem Namen. Aber das war nicht alles: Nach einer „eingehenden Überprüfung wurden nun weitere 43 Personalien von ihm bekannt“, heißt es im Dresdner Polizeibericht.  Unter den falschen Personalien hatte der Ausländer etliche Straftaten begangen – darunter Wohnungseinbrüche und Diebstähle. Zwölf Mal wurde gegen ihn ermittelt. Und vier Mal wurde er abgeschoben. Dennoch beantragte er immer wieder aufs Neue Asyl.

Unter anderem hatte er im April das Zauberwort gesagt. Allerdings wurde sein Antrag abgelehnt und er mit einer fünfjährigen Einreisesperre belegt. Doch er kam postwendend zurück – um wieder um Asyl zu bitten. Jetzt soll damit Schluss sein. Die Staatsanwaltschaft Pirna erließ Haftbefehl. Auf dem Weg dorthin beleidigte er die Polizisten lautstark. Bis zur Eröffnung eines Gerichtsverfahrens soll die multiple Persönlichkeit nun in U-Haft bleiben. (WS)

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