Frontex rechnet mit neuer Flüchtlings-Hauptroute über Spanien

Symbolfoto: Durch Alexyz3d/Shutterstock

Warschau – Frontex-Direktor Fabrice Leggeri hat vor einer neuen Hauptroute für Migranten nach Europa gewarnt. „Wenn Sie mich fragen, was meine größte Sorge derzeit ist: Dann sage ich Spanien“, erklärte der Franzose der „Welt am Sonntag“. Im Juni habe man im westlichen Mittelmeer etwa 6.000 irreguläre Grenzübertritte aus Afrika gezählt.

„Wenn die Zahlen dort so steigen wie zuletzt, wird sich dieser Weg zum wichtigsten entwickeln“, sagte Leggeri. Bei etwa der Hälfte dieser Menschen handele es sich um Marokkaner, die anderen stammten aus Westafrika. Nach Angaben von Frontex würde Migranten im Transitland Niger seit ein paar Monaten ein alternatives Angebot zur Weiterreise nach Libyen gemacht: jener Weg über Marokko nach Europa.

Leggeri sprach sich dafür aus, die Pläne für internationale Unterkünfte in Afrika voranzutreiben, damit niemand mehr davon ausgehen könne, dass er nach seiner Rettung nach Europa gebracht wird: „Wenn es diesen Automatismus nicht mehr gibt, können wir das kriminelle Geschäftsmodell erfolgreich bekämpfen“, sagte Leggeri über die Zentren, in die Geretteten zurückgebracht werden könnten. (dts)

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