„Flüchtlinge“ fordern Wohnungen, unbegrenztes Internet und das Ende des Dublin-Abkommens

Merkels Gäste fordern Versprechen ein (Bild: shutterstock.com)
Merkels Gäste fordern Versprechen ein (Bild: shutterstock.com)

Hessen/Hanau – 50 „Geflüchtete“ und ihre Unterstützer haben am Montag lautstark auf dem Marktplatz vor dem Hanauer Rathaus protestiert. Sie fordern, jene Versprechen einzulösen, die ihnen Angela Merkel gemacht hat.

Unter dem Druck der Massenzuwanderung hatte die Stadt Hanau 2015 das frühere US-Sportsfield Housing für die Unterbringung von „Flüchtlingen“ saniert. Seitdem werden dort – ebenfalls mit dem Geld des Steuerzahlers – Migranten rundum versorgt.

Wie diese am Montag nun klar machten, sind sie mit ihrer Unterkunft und dem ganzen „Drumherum“ nicht zufrieden. Angeblich sei der Protest von afghanischen Familien organisiert worden, so die Frankfurter Rundschau (FR). Auf dem Foto in der FR sind jedoch ausschließlich junge, grimmig dreinschauende Südländer zu sehen. Sie halten sauber beschriftete Plakate mit Forderungen wie: „Internet ist ein Grundrecht“, „Language Course for All“ oder „Deport Dublin not Refugees“ in die Kamera.

Rund 50 von ihnen protestierten bei der Kundgebung lautstark für die Erfüllung dieser und weiterer Forderungen. Eine Liste damit hatten sie Bürgermeister und Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel (SPD) bereits vor Wochen übergeben. Tatkräftig unterstützt hat sie dabei Hagen Kopp vom „Beratungscafé“ für Geflüchtete. Er kritisiert: „Wenn die Stadt wenigstens die einfachen Wünsche erfüllen könnte, wäre das schon etwas Entgegenkommen.“

Hagen Kopp gehört zu den umtriebigsten „Flüchtlingshelfern“ in Hanau. Wie auf der Internetseite „Bewegungsstiftung“ zu lesen ist, gehört er seit 1997 zum Netzwerk „Kein Mensch ist illegal“, engagiert sich bei „Welcome to Europe“ und mobilisiert gegen Abschiebungen. Stark eingebunden ist Kopp ebenfalls in der Hanauer Initiative „Bürgerasyl„, die aktiv dazu aufruft, die „legale Drei-Tages-Frist“ für die Abwesenheit eines Flüchtlings aus seiner zugewiesenen Unterkunft zu nutzen. In dieser Zeit soll der Flüchtling dann bei einem Asylgeber wohnen, und sich so an Abschiebetagen „des Zugriffs entziehen“ (Jouwatch berichtete).

Zu den „einfachen Wünschen“ von Kopps Betreuten zählen laut Demo-Transparenten und Forderungsliste unbegrenztes WLAN, trotz Sicherheitsrisiken unbegrenzte Besuchszeiten in den Unterkünften – mit Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste. Zudem wollen die unzufriedenen Schutzsuchenden in ihre eigenen, vom „Staat“ bezahlten Wohnungen ziehen.

Wie die FR weiter berichtet, befindet sich Weiss-Thiel derzeit im Urlaub, habe jedoch angekündigt, nach den Sommerferien den Bewohnern die Position der Stadt zu erläutern. Dazu zählt, dass der Immobilienmarkt in Hanau dermaßen überhitzt ist, dass auch jene, die schon länger hier leben, kaum mehr bezahlen Wohnraum bekommen. (SB)

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