Zensur wegen Islamkritik: Verlag will neues Sarrazin-Buch nicht veröffentlichen

Thilo Sarrazin (Bild: Lesekreis; CC0; Siehe Link)
Thilo Sarrazin (Bild: LesekreisCC0; Siehe Link)

München – Jetzt wird Thilo Sarrazin zensiert. Trotz gültigen Vertrages weigert sich sein Verlag „Random House“, das neue Buch zu veröffentlichen. Es sollte den Titel tragen: „Feindliche Übernahme – wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“. Grund laut „Bild“: Das Buch könnte Islamkritik „weiter anheizen“. Am Montag gibt es einen Gerichtstermin.

Das Buch des früheren SPD-Politikers und Bundesbankers könnte „islamfeindliche Kräfte im Land weiter anheizen“, meldet das Blatt – daher werde es nicht herausgebracht. Bisher war Sarrazin eine Gelddruckmaschine für den Verlag. Sein Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ verkaufte sich mehr als zwei Millionen Mal und füllte die Kassen des Verlages. Doch selbst in der Wirtschaft geht „Haltung“ inzwischen offenbar vor Geld. Und: Muslimische Interessenvertreter haben es offenbar geschafft, dass Kritik am Islam nicht mehr gedruckt wird.

Während Sarrazin von seinen Lesern gefeiert wird und bei Lesungen die größten Säle füllt, wird er von Medien und etablierter Politik diffamiert. Noch bevor Angela Merkel „Deutschland schafft sich ab“ gelesen hatte, bezeichnete sie es als „nicht hilfreich“. Dem schloss sich die meinungsbildende Klasse in Deutschland verschärft an. Sarrazin wurde zur Unperson. Seine Frau verlor ihre Arbeit als Lehrerin.

Das neue Buch sollte Ende August erscheinen. Sarrazin sagt: „Nach langem Hin und Her über den Veröffentlichungstermin kam schließlich Anfang Mai die Weigerung des Verlags, das Buch überhaupt zu veröffentlichen.“ Im November 2016 habe er einen Vertrag mit „Random House“ auf Grundlage eines zehnseitigen Exposés geschlossen, im Februar 2018 habe er das Manuskript abgegeben, berichtet „Bild“. Der Verlag habe Sarrazin sogar zwei Vorschuss-Raten gezahlt.

Offiziell hat sich „Random House“ bislang nicht zu dem Fall geäußert. Am Montag treffen sich die beiden Parteien vor dem Münchner Landgericht. (SB/WS)

 

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