Staatlicher Raubzug: Kfz-Steuern steigen um bis zu 140 Prozent

(Bild: shutterstock.com / Durch igorstevanovic)
Der Staat - das moderne Raubrittertum (Bild: shutterstock.com / Durch igorstevanovic)

Dass Deutsche innerhalb der EU nach den Belgiern mit der zweithöchsten Steuerbelastung geschlagen sind und gleichzeitig bei den Medianvermögen einen der hintersten Plätze belegen, ist eine vom Medien-Mainstream gern ignorierte Tatsache. Es gilt: Deutschland ist ein reiches Land. Das mag zwar sein, nur haben die Deutschen nichts davon. Nun soll es teils exorbitante Erhöhungen der Kfz-Steuer geben. Eine Betrachtung, beigesteuert.

Von Max Erdinger

Autohersteller machen bekanntlich viele Angaben zu ihren Produkten. Der Durchschnittsverbrauch und die Höhe der CO2-Emissionen sind zwei davon. Dass die wiederum mit den tatsächlichen Werten, wie sie im Alltagsbetrieb auftreten, nicht allzu viel zu tun haben, ist ein alter Hut. Was gern übersehen wird, ist, dass diese Herstellerangaben von Anfang an nie dazu dienen sollten, den zu erwartenden Realverbrauch realistisch zu benennen, sondern dazu, Vergleichswerte zwischen einzelnen Fahrzeugmodellen darzustellen. Hatten also die Herstellerangaben mit der Alltagserfahrung der späteren Fahrzeugkäufer nicht viel zu tun, so waren dennoch die Differenzen zwischen den einzelnen Fahrzeugmodellen maßstabsgetreu abgebildet, weil jeder Hersteller sich mittels derselben Maßnahmen bemühte, auf dem Prüfstand möglichst niedrige Werte zu erzielen.

Nehmen wir zwei Fahrzeuge, von denen das eine mit sechs Litern Verbrauch auf 100 Kilometern angegeben ist, und ein anderes, bei dem es neun Liter sind und setzen wir sie zueinander ins Verhältnis, dann verbraucht das eine um 50 Prozent mehr als das andere. An diesem Verhältnis ändert sich nichts, wenn das erste Auto statt 6 Litern 10 verbraucht und das zweite statt 9 satte 15 Liter. Da die Herstellerangaben dazu dienen sollten, eine Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Fahrzeugmodellen zu ermöglichen, waren die bisherigen Methoden zur Ermittlung der Verbrauchs- und Emissionswerte nicht zu beanstanden. Beanstandet wurden sie dennoch, und zwar deswegen, weil sie den tatsächlichen Verbrauch und die tatsächlichen Emissionen nicht abgebildet haben. Plötzlich spielte der Verbraucherschutz eine Rolle. Bei der Beanstandung wurde jedoch ignoriert, dass sich der jeweilige tatsächliche Verbrauch gar nicht realistisch darstellen lässt, weil er von individuellen Faktoren abhängt, die wiederum mit den jeweiligen Fahrern und ihrer Fahrweise zu tun haben, nicht aber mit dem Fahrzeug.

Dessen ungeachtet hat man sich in der Politik dazu entschlossen, die Hersteller als betrügerische, böse Buben zu diffamieren, die bei ihren Angaben das Blaue vom Himmel herunterlügen. Ein neues Prüfverfahren musste her. Dieses neue Prüfverfahren gilt für alle Fahrzeuge, die nach dem 1. September 2018 neu in den Verkehr kommen werden. Deren Verbrauchs- und Emissionswerte werden nun nicht mehr auf dem Prüfstand ermittelt, sondern unter „realen Bedingungen“. Die sehen so aus, dass nun ein etwa 50 Kilo schweres Prüfgerät direkt am Heck des Fahrzeugs montiert wird, welches die Emissionen im normalen Verkehrsbetrieb misst. Dass dort höhere Werte ermittelt werden als auf einem Prüfstand, ist klar. Was das allerdings mit „realen Bedingungen“ zu tun haben soll, bleibt mysteriös. Es wird einen vergleichsweise kleinen Kreis der immer selben Leute geben, die diese Fahrten durchführen. „Reale Bedingungen“ müsste aber bedeuten, dass pro Fahrzeugtyp mehrere tausend verschiedene Fahrer die Messfahrten durchführen, um am Schluss dann die erreichten Durchschnittswerte zu ermitteln.

Anders ausgedrückt: Trotz neuer Messmethoden läuft die Katze nach wie vor auf den alten Füßen. An den Fahrzeugen und ihren zukünftigen Käufern mit ihrer je individuellen Fahrweise ändern sie nämlich nichts.

Es gibt genau einen Sachverhalt, der sich ändert: Die Kfz-Steuer wird höher ausfallen. Sie bemisst sich nämlich nach Hubraum und CO2-Emission. So wird sie beispielsweise bei einem populären 5er BMW von derzeit 256 Euro im Jahr auf satte 346 ansteigen.

„Realistischere Verbrauchsangaben“, die unter dem Begriff „Verbraucherschutz“ daherkommen und „realistischere Emissionswerte“, die durch das Zauberwort „Umweltschutz“ geadelt werden, sind also wieder einmal nichts als reine Augenwischerei zur Verschleierung des wahren Motivs hinter den neuen Vorschriften zur Ermittlung von Verbrauchs- und Emissionswerten. Es geht der Politik um nichts weiter, als um die Intensivierung ihres unverschämten Steuerraubzugs zum Nachteil des Bürgers.

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28 Kommentare

    • Wie soll ein Steuerboykott praktisch durchgeführt werden, wo doch Steuern automatisch an den Staat abgeführt werden (vom Arbeitgeber), bzw. Mehrwertsteuer auf allen rodukten drauf ist. Nicht mehr einkaufen, nicht mehr essen etc.? Utopisch.

  1. Gegen den Steuerbescheid wegen erwiesener Fälschungen, nachweislicher Unwissenschftlichkeit des IPPC und eer CO-2 Lüge sowie falscher Meßmethoden klagen.

  2. Leute seit ihr so DOOF das ihr die Schwachköpfe vom FA nicht abblitzen lassen könnt.
    Man strengt doch einfach mal das Michelgehirn an dann klappt’s auch mit Cash.
    Ansonsten Fresse halten und schön brav ablöhnen. Muss ja alles seine Ordnung haben.
    Wurde euch ja beigebracht.
    Also nach Ende der DDR ist mir das nicht mehr passiert.
    🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣

  3. in der letzten Woche wurde ein Bericht des Bundesfinanzministeriums an den Finanzausschuss des Bundestages bekannt, der ebenso interessante wie prekäre Informationen beinhaltet. Von 84 Lebensversicherungsgesellschaften in Deutschland drohen 34 Unternehmen mittel- bis langfristig finanzielle Schwierigkeiten. – stehen auf Basis des Berichtes bereits unter intensiver Beobachtung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, der BaFin.23

  4. Sagen wir mal so: wenn es um Umweltschutz ginge, würde man die KFZ-Steuer abschaffen und pro Liter Benzin 5 Cent Mineralölsteuer erheben. Das wäre nämlich gerecht. Wer in der Lage ist mit seinem Auto sparsam zu fahren oder nur 2.000 km/Jahr fährt, der schädigt die Umwelt nämlich weniger, als Derjenige der 30.000 km/Jahr fährt und die auch noch mit Bleifuß.

    Ich habe es selbst erlebt, daß der neue PKW eines Bekannten auf 100 km über 2 Liter mehr verbraucht als mein altes Auto. Trotzdem zahlt er über 20 EUR weniger an KFZ-Steuer als ich mit meinem zahlen müßte, wenn er nicht so alt wäre. Warum? Weil sein Neuwagen ja mit weniger Verbrauch angegeben ist. Ungerecht. Insbesondere wenn man bedenkt, was ich schon an CO2 eingespart habe, weil ich mir nicht alle 2 Jahre ein neues Auto kaufe.

    Aber es geht ja auch gar nicht um Gerechtigkeit.

    • Isch abe eine alte Auto und zahle eh schon viel mehr als die vielen Neuwagenbesitzer die einen viel höheren tatsächlichen Verbrauch haben als mein alter PKW.

  5. Sorry, aber in dem angegebenen Beispiel des BMW steigt die Steuer um 35%, also auf 135% vom alten Wert und nicht um 140 %! Das wäre in dem Beispiel ein Ergebnis von 614.

    • genau das wollte ich eben auch schreiben….. die steuer steigt nicht „um“ 140%, sondern „auf“ 140%…. das ist ein enormer unterschied….

    • Prozentrechnung ist eben für Viele ein Teufelswerk mit sieben Siegeln. Allein schon wenn Umfrageinstitute in ihren Veröffentlichungen bei Zu- oder Abnahmen (von Parteien) nicht zwischen Prozent und Prozentpunkten unterscheiden.Wenn ich von 20% (Anteil) auf 18% verliere, habe ich um 10% verloren, aber um 2 Prozentpunkte! Riesiger Unterschied. Und dann heißt es oft falsch: die SPD hat um 2 Prozent verloren.

  6. Felix Espana! Wir zahlen für unseren Ford Ka, 4 Jahre alt, 48 Euro im Jahr. Deutschland wird für die Durchschnittsfamilie und Rentner unbezahlbar.

    • Sie Glückliche!! Ich zahle für meinen 21 Jahre alten ehemals Mittelklassewagen 132 €/Anno.

  7. Den gesamten Beamtenapparat auflösen, alle Merkelgäste rauswerfen, Sozialschmarotzer wie Antifa trockenlegen, den Kuttenbrunzern kein Geld mehr geben, Israel & Co nicht mehr finanzieren und einiges was mir Steuergeldern im Argen ist , dann würde ein Höchststeuersatz von 20-25 % völlig ausreichen!

    • Bitte nicht die Kriege vergessen, die Uschis Söldner für die Amis, die Briten und Franzosen führen☝☝☝
      Während der vorletzte Reichskanzler nur geraubte Gebiete zurückholen wollte, bewegen sich die Mietsöldner der BRD auf Territorien, die nicht einmal beim Kaiser Kolonien waren…😬😬😬
      (sorry…keine Mietsöldner…die Alliierten bezahlen Uschi keinen Cent für das Kanonenfutter..)

    • ….hm….vielleicht putzen sie in Mali den Franzosen nur die Stiefel und bringen das Essen in den Dschungel….😆😆😆

    • Wenn man in der bW nur noch syrische flüchtlinge hätte wäre das gut denn
      1. sie bringen ihre eigenen messer mit.
      2. man wird sie los indem man sie auf auslandseinsätze schickt und zwar dauerhaft.
      3. Sie könnten den Feind auch antanzen

  8. Es geht rein um Kapitalbeschaffung. Wenn das Geld mit vollen Händen für Müll ausgegeben wird, muß man halt Einnahmequellen finden.

  9. Das habe ich jetzt nicht richtig verstanden. Was für ein populärer BMW ist denn gemeint? Ein aktuelles Modell oder ein 20 Jahre altes Model?

  10. Keine Angst…davon wird doch demnächst die Kfz-Maut wieder abgezogen…😆😆😆😆
    RÄUBER GEHÖREN IN STRAFLAGER
    NICHT IN DIE DEUTSCHE REGIERUNG ❗❗❗

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