Neue Chefredakteurin: „Tagesschau“ schärft antifaschistisches Profil

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Hamburg – Seit ein paar Tagen ist Juliane Leopold neue Chefredakteurin von tagesschau.de. Dass sich mit dieser Personalie die öffentlich-rechtliche Hetze gegen alle Kritiker der Flüchtlingspolitik noch einmal verschärfen wird, scheint mehr als wahrscheinlich. Die 35-Jährige bezeichnete die AfD in einem journalistischen Beitrag zuletzt als „braune Brühe“.

Die Frau, die jetzt für die Internetseite von Deutschlands führender Nachrichtensendung verantwortlich ist, belässt es aber nicht beim AfD-Bashing. Über die Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, und Tübingens grünen Oberbürgermeister, Boris Palmer, schreibt sie: Diese „schüren mit ihren Aussagen den Hass auf Menschen, die in unserem Land mit dem Etikett ‚fremd‘ versehen werden, egal, ob sie als Geflüchtete in dieses Land gekommen sind, seit Jahrzehnten hier leben oder hier geboren wurden“.

All dies hat sie in dem von ihr mitgegründeten Blog „Kleinerdrei.org“ im Oktober mit Bezug auf den AfD-Erfolg bei der Bundestagswahl formuliert. Den Text illustrierte sie mit dreien zum Hitlergruß ausgestreckten rechten Armen. Die junge Partei nennt sie „offen völkisch und rechtsradikal“. Die politische Einseitigkeit und die Schärfe ihres Rundumschlages waren für die Intendanten der neun ARD-Landesrundfunkanstalten kein Hinderungsgrund, sie als neue Chefredakteurin zu inthronisieren. Vielleicht war es sogar das Motiv?

Denn journalistisch ist Juliane Leopold bisher nicht herausragend in Erscheinung getreten – eigentlich wäre das aber eine Voraussetzung, um in eine solch verantwortungsvolle Position zu kommen. Die Tagesschau berichtet in eigener Sache so über sie: „Leopold wurde 1983 in Halle/Saale geboren, studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der FU Berlin und arbeitete anschließend für die ‚Neue Zürcher Zeitung‘, ‚Freitag‘ und ‚Zeit‘. 2014 wechselte sie als Gründungs-Chefredakteurin zu BuzzFeed Deutschland.“ Der „Freitag“ wird von Jakob Augstein herausgegeben, steht am linken Rand. Und BuzzFeed wird in der Branche ob seiner mangelnden Seriosität vielfach belächelt.

Was die neue Frontfrau des öffentlich-rechtlichen Digitaljournalismus genau gemacht hat, geht aus den nächsten Sätzen hervor: „Seit Januar 2016 arbeitete Leopold als freie Journalistin, Daten-Analystin, Moderatorin und Beraterin für verschiedene Medien.

Sie war also freie Mitarbeiterin! Was für eine Karriere. Dafür stimmt die Haltung. Schließlich trampelt sie ja auch genüsslich auf Helmut Kohls Grab herum. Begründung: „Als Kanzler in den späten 1980ern plante er heimlich die Abschiebung von Millionen von Türk*innen aus Deutschland, wie vor ein paar Jahren aufgetauchte Geheimprotokolle belegen. Kohl bediente mit seinen Worten und Taten exakt die Ressentiments, die die Duisburger Sprachforscher*innen mit Rassismus verknüpft in der deutschen Bevölkerung vorfanden.“ Kohl als Bodenbereiter für Rassismus, dazu das Gendersternchen – mehr „Qualifikation“ geht bei der ARD offenbar nicht.

Und so freut sich NDR-Intendant Lutz Marmor: „Mit ihr wird ARD-aktuell das Profil von tagesschau.de weiter schärfen.“ Da wird er wohl Recht behalten, auch wenn er vor „Profil“ das Adjektiv „antifaschistisch“ weggelassen hat. (WS)

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