„Seehofer ist schuld“ – Lifeline wird ihre Flüchtlinge nicht los

Lifeline (Bild: Screenshot)
Lifeline (Bild: Screenshot)

Nachdem gestern gemeldet wurde, dass das die „Flüchtlingsretter“ aus Dresden mit ihrem Schiff  Lifeline und ihrem 230 Einwanderern in Malta an Land gehen dürfen, scheint es Schwierigkeiten zu geben. Bisher liegt die Lifeline immer noch im Mittelmeer vor Malta. Die Crew beschuldigt nun Horst Seehofer, dafür verantwortlich zu sein, dass sie ihre menschliche Fracht nicht loswerden. 

„Die Nacht: 3 Menschen sind in unserem Krankenhaus – brauchen intensive Betreuung, die anderen sind fast alle Seekrank. Jetzt zieht noch schlechteres Wetter auf. Wir haben Malta gefragt, ob wir Schutz in einer Bucht suchen können – wir dürfen jetzt eine geschütztere Position in maltesischen Gewässern aufsuchen.
Warum können wir nicht einlaufen, nachdem die Nachrichten das gestern schon gemeldet haben? Horst Seehofer gibt anscheinend als einziger nicht sein ok… Er ist letztlich verantwortlich, wenn es Tote gibt“, schimpfen die „Flüchtlingsretter“ auf Twitter.

Nachdem sich Italien, Frankreich, Malta und Portugal sowie die deutschen Bundesländer Niedersachsen, Berlin, Bandenburg und Schleswig-Holstein bereit erklärt haben, die illegalen Einwanderer großzügig aufzunehmen, hänge jetzt alles vom „ok“ des Innenministers Seehofer ab, so die Welt. Doch die Bundesregierung hüllt sich in Schweigen. Horst  Seehofer habe am Mittwoch am Rande einer Sitzung des Innenausschusses des Bundestages zur Bedingung gemacht, dass das Schiff festgesetzt werde.

Seehofer outet sich derweil als „rechtsradikaler Nazi-Extremist“: Zwischen Libyen und Südeuropa dürfe es kein „Shuttle“ geben und die deutsche Crew müsse zur Rechenschaft gezogen werden, soll er vor Mitgliedern des Innenausschusses gefordert haben.

Von der Lifeline-Crew wird der Druck erhöht:„Mit mehr als 200 Menschen an Bord ist heute der sechste Tag für die Lifeline auf dem Meer, das Wetter wird schlechter und die gesundheitliche Situation der geretteten Menschen wird immer fragiler“, teilte die Lifeline Crew heute morgen. Die Lage könnte aufgrund der Erschöpfung und der Schwäche der Menschen „eskalieren“, warnen die „Retter“. Auf ihrem Twitter-Account bekommen sie jedenfalls heftigen Gegenwind. Kaum einer der Kommentatoren zeigt noch Verständnis für die „Mittelmeer-Helden“. (MS)

screenshot Twitter
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