Wiesbaden-Erbenheim: An Susannas Richtstätte ertönte das Klagelied Jeremias!

Susanna Screenshot Youtube ET
Susanna Screenshot Youtube ET
Eindrücke einer kleinen, schrillen, lautstarken, bunten aber auch nachdenklichen Demo vor den Toren der Landeshauptstadt

Von Klaus Lelek

Die Demo begann mit einer Charmeoffensive des Polizei-Einsatzleiters, der sich zwei gestandene Erbenheimerinnen schnappte, sie fest an sich drückte und dabei rief: „Wenn ich heute zwei verhafte, dann seid ihr das“. Großes Gelächter und entspannte Atmosphäre zum Auftakt einer Kundgebung, die eigentlich aus traurigem Anlass stattfand. Dann wurde es ernst: „Da vorne stehen ein paar Leute, die sich zu einer spontanen Gegendemo eingefunden haben. Die haben versprochen, euch nicht zu stören. Sollte das trotzdem passieren, erteilen wir Platzverweise.“ Also, es geht auch anders als in Berlin, der Hauptstadt der Antisemiten, Antifa-Schläger und Rauten-Hexe, die nach jeder Bluttat hässlicher und feister aussieht, als habe das viele Blut ihr Gesicht aufgeschwemmt. Blut-Botox!

Und dann zog der wohl schrillste und buntestes Demonstrationszug, den Wiesbaden- Erbenheim je erlebt hat, durch die Straßen des Vorortes. Junge Mädels aus der Nachbarschaft mit Pappschildern, Typen mit Rapper-Outfit, Althippies. Oder eine optisch auffällige vierköpfige Familie aus der Nachbarstadt.  Eine Frau mit buntgefärbten Haaren, der Mann mit Dschingis Khan Bart. Der Dreijährige saß im Kinderwagen, schwenke die Deutschlandfahne und rief „Merkel weg!“ Auch viele Demonstranten mit eindeutigem Migrationshintergrund liefen mit. Da blieb dem Duzend Spontanlinken, das sich hin und wieder am Straßenrand aufstellte, buchstäblich die Spucke weg. Dieser über Hundert Köpfe starke Protestzug passte in keine Nazischablone und die Trillerpfeifen ertönten diesmal auf der anderen Seite und natürlich Sprechchöre: „Merkel muss weg – Willst du nicht mehr Opfer sein, reih dich ein!“

Dann war der Ort erreicht, wo Susanna ihr Leben aushauchte, vergewaltigt, erdrosselt von jemand, der aus einer Kultur stammt, in der Frauen Zuchtvieh sind und bei Verlust mit Rindern, Eseln oder Kamelen abgegolten werden. Wo archaische Männer die Werte der Aufklärung und des Humanismus mit Füßen treten. Diese klingen nach 2500 Jahren immer noch so, als habe sie jemand gestern gesagt. Sie rühren heute noch genauso zu Tränen wie damals, als eine babylonische Soldateska schändend und mordend das Land heimsuchte und die Töchter Israels auf den Sklavenmärkten feilbot oder an Ort und Stelle erwürgte. Es sind die Klagelieder des Propheten Jeremias. Und wer hätte diese besser vortragen können als Gerhard aus Hanau, Freund der Familie Feldmann. Mit folgenden Worten wurde Susannas Hinrichtungsstätte beschworen, die Furien besänftigt…

„Mein Herz ist mir krank

Sieh horch, der Hilferuf der Tochter meines Volkes

Aus dem hintersten Winkel des Landes

Die Ernte ist vorbei

Und die Sommerwende zu Ende

Und wir sind nicht gerettet worden

Über dem Zusammenbruch der Tochter meines Volkes  

Bin ich zerbrochen

Ich trauere – Entsetzen hat mich ergriffen

Gibt es in Gilead keinen Balsam?

Und gibt es dort keinen Arzt?

Warum ist die Heilung meiner Tochter nicht vorangeschritten?

Dass doch mein Haupt zerflösse

Und mein Haupt zur Tränenquelle würde

Dann wollte ich Tag und Nacht weinen

Um die erschlagene Tochter meines Volkes!“

(Jeremias Verzweiflung jer.8, 19-23)

Wie gebannt lauschte der Demonstrationszug den Worten des sichtlich bewegten Mannes, der auch dieses Mal als Zeichen der Trauer die Kippa trug. Auch die zum Zeichen der Solidarität getragene Israelfahne, die von Kölner Polizisten vor ein paar Jahren sogar wegen „Provokation“ beschlagnahmt wurde, passte zu diesen Minuten des Schweigens und der Stille. An einer Kreuzung – nicht weit vom Tatort -wandte sich die Initiatorin des Marsches, Yvonne, die sich zusammen mit Sara auch für die Organisation verantwortlich zeichnete, an die Teilnehmer. Sie wohnt seit über 30 Jahren in dieser Siedlung am Ortsrand von Erbenheim.  Dass in unmittelbarer Nachbarschaft ein Mädchen ermordet wurde, hat sie aufgerüttelt und erschüttert, aber auch die Augen geöffnet, dass schon die ganze Zeit etwas nicht in der Siedlung stimmt. Da werden Kinder mit Messern bedroht und ausgeraubt. Dagegen muss man aufstehen! Die Menschen wachrütteln mit dem friedlichen Protest der Straße!

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit als Journalist, der Gegenöffentlichkeit nicht in den Ablauf einer Demo einzugreifen, habe ich mich dazu entschlossen, den Part des Abschlusskundgebungsredners zu übernehmen. Die guten Geister im Hintergrund waren Nico und Thomas von „Beweg was Deutschland“, die den Veranstalterinnen – absolute Newcomer mit Null Vorerfahrungen!!!!! – mit Megaphonen und vielen wertvollen Tipps zur Seite standen. Am Ende haben viele gute Geister und fleißige Helfer – ohne Bühne – Hand in Hand – eine tolle Demonstration zu Stande gebracht. Wiesbaden und Mainz vereint im Schmerz aber auch vereint in spontaner Solidarität. Neue Gesichter treffen auf alte Gesichter, alte Hasen helfen Laien;  und wir alle sind APO 18, die neue außerparlamentarische Opposition, die nur noch ein wenig besser organisiert sein muss, weniger Platzhirsche braucht und vor allem das Bewusstsein, dass wir alle noch enger zusammenrücken müssen, wenn wir wirklich dieses Land verändern und unseren Kindern eine sichere Zukunft geben wollen. Nachfolgend meine Abschlussrede:

„Liebe Mitstreiter, ……

Immer wieder hört man nach solchen schrecklichen Verbrechen wie in Freiburg, Kandel oder Wiesbaden ein ebenso schreckliches Wort. Das Wort INTEGRATTION. Dieses Wort wird wie Sand auf eine Blutspur gestreut, die von Flensburg nach Garmisch und von Saarbrücken bis nach Cottbus reicht.

Dieses Wort ist wie ein Wischtuch, mit dem man das Blut wegwischt und sagt. Alles ist wieder gut. Wir schaffen das schon! Diese Probleme haben wir selbst verschuldet. Wir müssen die Leute, die unseren Töchtern die Kehlen durchschneiden, nur besser „integrieren“!

INTEGRATION ist ein Unwort. Dieses Wort wurde vor zehn, zwanzig und erst recht dreißig Jahren überhaupt nicht benutzt. Es hat sich neu in unseren Sprachschatz geschlichen. Wie ein Dieb in der Nacht. Früher gab es ein anderes Wort. Das hieß EINLEBEN:

Die vielen Menschen, die vor Jahrzehnten hier eingewandert sind. Die Spanier, Italiener, Portugiesen, Tschechen nach dem Prager Frühling, Kroaten und Serben, Rumänen und erst recht die vielen Menschen aus Osteuropa, Russen, Polen und jüdische Mitbürger wurden nicht integriert. Nein! Diese Menschen haben sich eingelebt. „Einleben“ heißt, Teil haben am Leben! Teil haben am Leben seiner Mitmenschen. Mit ihnen zusammen feiern, arbeiten und zusammenleben. Einleben heißt, das Leben des anderen achten. Seine Freiheiten, seine sexuelle Ausrichtung, seine Essgewohnheiten. Einleben heißt den anderen lieben.

Inzwischen kommen immer mehr Menschen in dieses Land denen diese Dinge verhasst sind. Die gegen Christen, Juden, Homosexuelle und Hundehalter hetzen. Die Menschen angreifen, die ein Kreuz tragen oder ein Wurstbrot essen.

Für diese Leute haben unsere Berufsgutmenschen das Wort „Integration“ entwickelt. Eine kranke Kopfgeburt. Eine tödliche Kopfgeburt. Denn dieses Integrieren ist in Wahrheit ein „Implantieren“ eines anderen Wertesystems.

Ein Werte-System, das Frauen erniedrigt, das Andersgläubige nicht toleriert, das Freiheit und Freizügigkeit in den Dreck tritt, das sogar zu Mord und Terror aufruft.

Diese Integration endet bereits im Alltag. Sie endet dort wo sich Männer und Frauen unbefangen begegnen, mit einander lachen, scherzen, sich unverbindlich zum Essen einladen und erst recht, wenn zwei junge Menschen eine kurzzeitige Beziehung eingehen. Sie endet dort, wo das höchste Gut, das unsere Kultur bietet anfängt. Bei der Freiheit!

In den letzten Monaten häufen sich Mordversuche an jungen Frauen, die junge Migranten einfach zurückgewiesen haben.

Liebe Mitstreiter: Wir haben nicht nur Flüchtlinge aufgenommen, sondernVerfolger! Und dieser Staat ist inzwischen schon so moralisch verkommen, dass er sogar Leuten Asyl gewährt, die mit Massenmord drohen.

Hier wird nichts integriert, sondern ein Fremdkörper implantiert, der dieses Land zugrunde richten wird. Wer integriert werden muss, kann nicht integriert werden, weil er das Leben dieses Landes nicht akzeptiert, sondern seine Moralvorstellungen verwirklichen will.

Seine mörderischen Moralvorstellungen, denen auch Susanna zum Opfer gefallen ist und die dieses Land zerstören wird, wenn diese Politik weitergeht. Merkel muss weg. Damit es nicht noch mehr Tote gibt!“              

Wiesbaden Erbenheim! Wir kommen wieder!

Wandere aus, solange es noch geht!
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