Marokkanischer Kriminellen-Export – mit deutschen Bussen direkt aus Agadir?

Wolfgang Linke (Jahrgang 1958) bereist als EU-Rentner, so oft es finanziell möglich ist, gerne die fremden Länder dieser Welt. Anfang des Jahres 2016 begab es sich, daß er neben seinem Facebook-Konto aus Neugier ein Profil bei dem russischen sozialen Netzwerk „Vk“ eröffnete, wo sich schon bald eine fremdländische Schönheit aus Marokko bei ihm meldete, was alsbald einen immer enger werdenden Kontakt nach sich zog.

Von Dieter-Thomas Michel

Im Monat Oktober 2016 war es dann so weit. Wolfgang Linke folgte einer Einladung seiner VK-Bekanntschaft und bestieg mit großer Vorfreude auf Land und Leute ein Flugzeug nach Marokko.

In Agadir angekommen, erwartete ihn neben einer reizvollen gebildeten Dame, auch ein Land mit reichhaltiger fremdländischer Kultur und einer breiten Palette an Sehenswürdigkeiten.

Seine angebetete Schönheit  sprach einige Brocken Deutsch und ein wenig Englisch, und wenn ihr Schul-Englisch nicht reichte, kam schnell der Handy-Translator zum Einsatz.

Agadir: Übersetzt  „Weiße Stadt am Meer“

Allein Agadir selbst ist schon eine Reise wert, hier lädt nicht nur der größte überdachte Basar Afrikas zum Schlendern, Shoppen und Bestaunen des reichhaltigen Warenangebots ein, auch die Stadt mit ihrer 600 jährigen Geschichte hat jede Menge Kulturgüter, prachtvolle Moscheen (auch Kirchen) und imposante Bauwerke  zu bieten, wie zum Beispiel eine historische Festung (von den Portugiesen erbaut) die seit Jahrhunderten auf einem nahe gelegenen Hügel über die Stadt wacht.

Auf dem Basar: Ein denkwürdiges Gespräch

Wolfgang Linke kam zwar auf Freiersfüßen nach Marokko, aber er verließ das Land ohne die schöne Hania. Sie hatte ihm vorab nicht gesagt, daß die angedachte Beziehung eine Hochzeit voraussetzt und daß er gläubiger Moslem werden muss. Eine tränenreiche Trennung war die Folge, welche sowohl Wolfgang als auch seiner Angebeteten unendlich großen Herzschmerz bereitete.

Dafür aber hatte Wolfgang Linke eine denkwürdige Begegnung im Gepäck, die sein Weltbild und seinen Glauben an den deutschen Rechtsstaat nachhaltig ins Wanken brachte.

 Am dritten Tag auf dem Großmarkt in Agadir

Alle Angebote auf dem Großmarkt Agadir zu erkunden, würde ohne einheimische Führung wahrscheinlich Tage dauern. Hania und Wolfgang erreichten nach Stunden ihrer Siteseeing-Tour die Gewürzabteilung und als sie danach in die Obst- und Gemüse-Abteilung wechselten, kam es zu einer unerwarteten Begegnung.

Zwei Herren in landestypisch hellen weiten Kleidern traten auf Wolfgang zu und überraschten ihn mit einem nahezu perfekten Deutsch. Beide waren um die 40 jahre alt, sehr aufgeschlossen, redegewandt und freuten sich sichtlich, seine Bekanntschaft zu machen.

Was war der Grund für die Freude ?

Sie hatten bemerkt, dass er Deutscher war, welche sich wohl eher selten als Touristen nach Agadir in diesen historischen Markt verirren, und schon begann ein angeregtes Gespräch über das Wohin und das Woher.

Im Laufe des Gesprächs klärte sich auch auf, warum diese marokkanischen Händler so gut Deutsch sprachen. Sie hatten beide lange Jahre in Deutschland gearbeitet und dort durchweg postive Erfahrungen mit Land und Leuten gemacht, weshalb sie auch lange nach ihrer Rückkehr in die Heimat immer noch eine große Freundschaft zu Deutschland und den Menschen dort im Herzen trugen.

Nach einem angeregten Austausch von Informationen nahm das Gespräch plötzlich eine jähe Wendung, als Herr Linke gefragt wurde, warum sich Deutschland marokkanische Kriminelle ins Land holt, die Haftkosten in Marokko sind doch viel niedriger als in Deutschland ?

Herr Linke verstand den Sinn der Frage zunächst nicht, und sagte, dass es sich hier wohl um ein Missverständnis handeln müsse, denn deutsche Gefängnisse leiden teilweise selbst unter Überbelegung, also was sollen marokkanische Strafgefangene dort?

Beide Herren beharrten jedoch darauf, daß es tatsächlich umfangreiche Gefangenen-Transporte nach Deutschland gegeben hat und sie von ihm wissen wollten, welchen Grund es dafür gäbe.

Da weder Herr Linke noch die beiden einheimischen Herren sich einen Reim auf diese merkwürdigen Vorgänge machen konnten, beließ man es dabei und sie trennten sich in Freundschaft.

In der Unterkunft angekommen, bereitete dieses Gespräch Herrn Linke jedoch eine schlaflose Nacht und er bat seine Freundin darum, am nächsten Tag erneut gemeinsam den Basar aufzusuchen, um dort noch mal nähere Einzelheiten von den beiden deutschsprachigen Händlern zu den genannten fraglichen Vorgängen zu erfahren.

Das erneute Gespräch mit den beiden marokkanischen Händlern brachte fast kein anderes Ergebnis, vielmehr kam dazu noch heraus, dass nicht irgendwelche Busse vor den Haftanstalten des Landes vorgefahren waren, es handelte sich um – DEUTSCHE BUSSE !

Die ernsten Gesichter und besorgten Nachfragen seiner Gesprächspartner, was denn wohl in Deutschland los sei, zeigte ihm, dass es sich hier keineswegs um einen möglichen Scherz handelte. Die beiden meinten es – TODERNST.

Um weitere Details zu klären, haben wir mit Herrn Linke ein Telefon-Interview gemacht:

Telefonisches Life-Interview

D-T. Michel: Wolfgang, wir sind nach unserem schriftlichen Kontakt inzwischen beim „DU“ und nach Durchsicht deines Schreibens habe ich dich sofort um ein persönliches Telefonat gebeten. Grund dafür ist der Umstand, dass du in deinem Schreiben sogar explizit von DEUTSCHEN BUSSEN (!) gesprochen hast, was sowohl bei mir als auch beim Chefredakteur von JouWatch noch größeres Erstaunen erzeugte, als diese Top-Story ohnehin. Bitte berichte uns näheres dazu.

Wolfgang L.: Ja, ich habe es am nächsten Tag noch mal hinterfragt, und es waren defintiv deutsche Busse (!), die marokkanische Strafgefangene aller Couleur (!) aus verschiedenen Haftanstalten des Landes abgeholt haben. Es kam in diesem Zeitraum zu einem deutlichen Rückgang der Straftaten in Marokko, während die in Deutschland sprunghaft in die Höhe schnellten.

Meine marokkanischen Gesprächspartner ließen daran keinen Zweifel, und es ist ihnen unbegreiflich, warum diese offenkundige Tatsache in Deutschland nicht bekannt ist.

D-T. Michel: Nun ja Wolfgang, obwohl ich mich umfangreich mit Fragen der Innen-, Außen- und Weltpolitik beschäftige, war es mir bislang nur ansatzweise als Gerücht bekannt, daß angeblich Strafgefangene (insbesondere aus den MAGREB-Staaten) vom afrikanischen Kontinent „importiert“ wurden. Welche Recherchen hast du nach deiner Marokko-Reise zu diesem Thema getätigt?

Wolfgang L.: Glaub mir Dieter, ich hatte diese beiden Herren direkt vor mir und traue mir als Steuerberater (nach niederländischem Recht) und verantwortlicher langjähriger Bereichsleiter des deutschen Roten Kreuzes eine gewisse Menschenkenntnis zu.

Diese beiden Herren waren ebenso ratlos und voller Sorge wie ich. Meine intensive Internet-Recherche nach dem Aufenthalt in Marokko hat praktisch NICHTS ergeben, aber soweit diese vielen „Reisegruppen“ vorab mit „ordentlichen Papieren“ ausgestattet wurden, dürften sie wohl an keiner europäischen Grenze ein Problem mit der Einreise gehabt haben. Geschweige denn, dass die Presse davon Wind bekommen hätte.

Wohl aber fiel mir zu diesem Zeitpunkt auf, daß GENAU DAMALS die NRW-Polizei explizit den Begriff „NAFRI“ also „Nord-Afrikanischer-Intensivtäter“ prägte und genau damals dieses „Klientel“ – gemäß der Angaben meiner marokkanischen Gesprächspartner – eben zu diesem Zeitpunkt (!) in Deutschland „eingeführt“, bzw. eingefallen war. Tut mir leid, aber ich glaube seit dem nicht mehr an Zufälle.

D-T. Michel: Würdest du das auch vor weiteren nationalen und internationalen Medien vertreten und bezeugen?

Wolfgang L.: Jederzeit. Das, was ich persönlich gesehen und gehört habe, vertrete ich auch. Deshalb habe ich auch kein Problem damit, meinen Namen darunter zu setzen. Ich mag es, stets bei der Wahrheit zu bleiben.

Ich bezeuge hiermit alles in vollem Umfang, was ich bei den genannten Gesprächen gesehen und gehört habe. Dazu stehe ich  hiermit als Deutscher – OHNE WENN UND ABER !!!

 

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