Und weiter geht´s: Neubau Reihenhäuser für Flüchtlinge

Reihenhäuser (Symbolbild: shutterstock.com/Durch Elena Elisseeva)
Reihenhäuser (Symbolbild: shutterstock.com/Durch Elena Elisseeva)

Harheim/Frankfurt – Familien versuchen immer verzweifelter, im Raum Frankfurt bezahlbare Wohnungen oder gar einen finanzierbaren Bauplatz für ein Eigenheim, das dann ein Leben lang abbezahlt werden muss, zu ergattern. Diejenigen, die noch nicht so lange hier wohnen, können indes im Januar in nigelnagelneu, vom Steuerzahler finanzierte Reihenhäuser einziehen.

Wie auf den Einzug des Messias – will man den Flüchtlingsjublern in Harheim und der Frankfurter Neuen Presse (FNP) Glauben schenken – freuen sich die Harheimer, wenn im Januar des kommenden Jahres 90 „Flüchtlinge“ in den Frankfurter Stadtteil kommen um in den Neubau aus acht Reihenhäusern einzuziehen.

Das Grundstück auf dem die schmucken Reihenhäuser errichtet werden, gehört der Stadt Frankfurt und war ursprünglich Vorgesehen für „Alten Wohnen“. Damals war es jedoch laut der Stadt Frankfurt nicht möglich eine Seniorenwohnanlage zu finanzieren. Der neue Investor, die Firma Solgarden , hat nun den Neubau erstellt. Der Bebauungszweck wurde in Windeseile aufgeweicht, alle Klagen der Anwohner abgewiesen. Die Stadt Frankfurt erhält nun Pachteinnahmen, dem Bauherr werden durch langfristige Verträge die Einnahmen garantiert. Kurzum – Mit Steuergeldern wird der Betrieb der Reihenhäuser für Flüchtlinge sowie der Wohnanlage querfinanziert.

„Rund-um-Sorglos-Paket“: Für Merkels Gäste nur das Beste

Und so entstehen in acht Reihenhäusern Wohnungen für 90 Flüchtlinge mit ihren Familien, weiß die FNP zu berichten. Obwohl „nach einiger Aufregung im Stadtteil darüber, dass Flüchtlinge in das Neubaugebiet nach Harheim kommen“ habe sich nun der zweite Runde Tisch getroffen, um den neuen Mitbürgern bei der Integration behilflich zu sein. 35 Bürger und Vereinsvertreter sind in den katholischen Gemeindesaal gekommen, um sie zu unterstützen.

Christina Weber von der Koordinierungsstelle ehrenamtliches Engagement der Stadt Frankfurt will, dass es den Hereingeflüchteten an nicht mangelt und sucht „Bürger mit Zeit“. Denn vor allem bei Behördengängen würden die „neuen Bürger oft Unterstützung“ benötigen. Zudem werden Ehrenamtliche werden für Hausaufgabenhilfe, Kinderbetreuung, ein Willkommensfest und Ortsrundgänge gesucht.

Hilfsbereitschaft im orgastischen Ausmaß

Hiermit soll jedoch die Sorge der Hochengagierten noch kein Ende haben. Die Freiwillige Feuerwehr bietet an, Kindern und Jugendlichen auszubilden; der Musikverein will die Flüchtlinge zu Workshops mit Instrumenten einladen; der Katholische Jugendverein offeriert Übungs- und Ausbildungsangebote für Kinder und Jugendliche zur Musikausbildung, zur Mitwirkung bei Fastnachtgarden und beim Platzkonzert und Vereinsfesten. Der Turnverein will Merkels Gäste in das Vereinsleben und in Sportprogramme integrieren, der Tischtennisverein macht Angebote zum Lernen und Spielen, der Fußballverein lädt zum sportlichen Engagement ein. Der Katholische Pfarrgemeinderat will Räume anbieten und lädt die wertvollen Hereingeflüchteten zum Willkommens-Kaffee ein, Kaffeetreffen für Frauen werden ebenso angeboten wie Gruppenveranstaltungen und Zeltlager für den Flüchtlingsnachwuchs. Der Kulturverein wird ebenfalls Angebote bereitstellen. Und im Kirchenchor und beim offenen Singen sind die neuen Bürger willkommen.

Eine kleine Lücke im „Rund-um-Sorglos-Paket“ besteht jedoch noch: Es ist noch nicht klar, ob auch alle Flüchtlingskinder in Krabbelstuben, Kindergärten und Horten oder Grundschulen untergebracht werden können, da die Plätze bereits jetzt sehr knapp sind.  Diese Plätze werden von jenen belegt die schon länger hier sind. Aber CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Quirin ist schon am machen und kündigt an: „Da muss das Stadtschulamt ran“. (SB)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...