Der Westen kollabiert in Afghanistan: Taliban auf der Rückkehr zur Macht?

Taliban: (Symbolfoto: Durch PRESSLAB/Shutterstock)
Taliban: (Symbolfoto: Durch PRESSLAB/Shutterstock)

Im Schatten der Weltpolitik und ihrer Hauptakteure bomben sich die extremistischen Taliban langsam aber sicher ihren Weg zurück zur Macht. War da nicht was? Ein Bündnis des Westens im unter US-Kriegsführung einst zurück eroberten Kabul? War und ist Deutschland nicht mit in diesen Krieg gezogen, hat also nicht nur Heerlager und Brunnen gebaut, sondern auch Menschenleben, sprich: Deutsche Soldaten (!) – im Kampf geopfert?! Haben wir nicht hunderte deutscher Ex-Soldaten mit schwersten Traumatisierungen dank grausamster Erlebnisse „für Volk und Vaterland“ am Hindukusch und rund um Kabul nun hier bei uns zu beklagen!? Waren es nicht deutsche Regierungen vergangener Dekaden, die unsere Soldaten Richtung Kabul schickten – und damit in ein Höllenkommando ohne Sinn und Verstand, planlos wie so oft, vor allem in dreizehn Jahren Merkelherrschaft…!?

Von Hans S. Mundi

Die Taliban waren unter ihrem Führer Mohammed Omar – besser bekannt als Mullah Omar – von 1996 bis zum Einmarsch der internationalen Truppen 2001 – Machthaber in Kabul. Afghanistan erlebte unter den Taliban eine Schreckensherrschaft. In keinem Land der Welt wurde die Scharia, das religiös legitimierte, unabänderliche Gesetz des Islam, strenger ausgelegt als in Afghanistan. Diplomatisch war das Land isoliert. Es wurde nur von Pakistan, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten anerkannt – und die Bevölkerung litt Hunger. Dabei wurden die Taliban zunächst bei großen Teilen der Bevölkerung willkommen geheißen, als sie nach dem Abzug der Sowjetunion 1989 und einem Bürgerkrieg wieder für Ordnung im Land sorgten. Gestützt wurden die ‚Schüler‘ – so die wörtliche Übersetzung – auch durch den pakistanischen Militärgeheimdienst. Sogar die sahen in den sunnitischen Gotteskriegern zunächst einen stabilisierenden Faktor für die Region, und man fand durchaus Gemeinsamkeiten: zum Beispiel im Konflikt mit dem schiitisch geprägten Iran.“ 

Die Deutschen haben sich mit kleineren und größeren Abzügen aus Afghanistan längst kleinlaut verdünnisiert, deutsche Heerlager, mit Kosten in Millionenhöhe für den Steuerzahler, verrotten oder werden von den kriminellen Clans des Landes nun als Terrorcamps oder als Lager für den Drogenhandel genutzt. Da die Deutschen keiner eigenständigen und an eigenen Interessen sinnvoll ausgelegten Außenpolitik folgen, sondern Weltmeister im braven Hinterherdackeln wurden, dackeln sie rein ins Desaster und wieder raus dem Desaster. Lächerlich. Aber auch brandgefährlich.

Die Taliban haben sich reorganisiert. Eine neue, jüngere Generation von selbst ernannten Gotteskriegern ist auf dem Vormarsch. Als Neo-Taliban knüpfen sie an alte Kontakte an und versuchen, sich ihr Land Stück für Stück zurückzuerobern und die internationalen Truppen in einen Guerillakrieg zu verstricken. Dabei arbeiten sie mit Al-Qaida und anderen internationalen Terrorallianzen stärker zusammen als je zuvor. Vor allem durch Selbstmordattentate reißen sie regelmäßig Soldaten und auch Zivilisten mit in den Tod. Nach Berichten sind die Taliban im Durchschnitt für etwa 75 Prozent der zivilen Opfer verantwortlich.“

Die freie westliche Welt hat sich inzwischen aus einer geopolitischen kriegerischen Aueinandersetzung mit dem nach Vormacht und Weltkalifat strebenden Islam verabschiedet. Es herrscht Uneinigkeit, einzig Donald Trump erkennt wieder im Iran eine Herrschaft des Schreckens unter der Flagge der Mohammedaner, auch in den Angriffen auf Israel und den Brüdern der Palästinenser in den UN macht Trump echte Feinde aus. Aber im Westen kein Konsens mehr. Nur noch Konfusion. Im Schatten dieser westlichen Wirrniss marschieren die Krieger Allahs mit allen Mitteln. Überall. Mit Täuschung und Tricks, mit Terror und tausenden von Toten auf ihren Leichenwegen an die Macht.

„Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Friedenstreffen in Afghanistan sind mindestens 20 Menschen getötet worden, 16 weitere wurden verletzt. Das teilte ein Behördensprecher der östlichen Provinz Nangarhar der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von 26 Toten, die Feiernden seien Soldaten und Taliban-Kämpfer gewesen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag. Nangarhar ist die Hauptbasis des IS in Afghanistan, der mit den Taliban verfeindet ist.“

Es ist wie zu Zeiten der sozialistischen Frontkämpfer, als alles für die Weltrevolution des Kommunismus getan wurde, weshalb auch heute wegen gewisser Ähnlichkeiten viele Linke mit den Islamisten sympathisieren. Der Islam ist genauso zersplittert wie einst die Linken in Maoisten, Stalinisten, Trotzkisten, Leninisten oder Anarchisten – deshalb wird die gesamte Gefahr auch durch zersplitterte Sichtweisen nicht erkannt. In der Gesamtheit aus Hizbullah und Hamas, aus Erdogan und Iran, aus Saudi-Arabien und Taliban, aus IS und all den anderen auch afrikanischen Ablegern der terroristischen Islam-Internationale ergibt sich eine Front des Schreckens, die uns im Visier hat und nicht nur in Kabul wieder zur Herrschaft strebt.

„In Kabul waren am Samstag zahlreiche Taliban-Kämpfer mit Begeisterung empfangen worden. Das Verteidigungsministerium hatte die Milizionäre ohne Waffen in sonst abgeschottete Städte eingeladen. „Wir sind heute gegen niemanden. Das ist die Zeit für Frieden“, sagte einer der Kämpfer laut Reportern. Medien zeigten Bilder von Innenminister Wais Barmak in einer Gruppe von angeblichen Talibankämpfern im Kabuler Stadtteil Kompani. Eine offizielle Bestätigung des Treffens gab es nicht. Ghani war bereits im Februar auf die Taliban zugegangen. Er stellte in Aussicht, die Taliban als politische Partei anzuerkennen. Diese reagierten nicht, begannen aber kurz darauf ihre alljährliche Frühjahrsoffensive. Anfang Juni wurden dabei mindestens 40 afghanische Polizisten und Soldaten getötet.“ 

Überall geht es um einen Frieden um jeden Preis, wobei die Grausamkeiten der fanatischen Islamkrieger keine Grenzen kennen und nicht einmal untereinander so etwas wie friedliche und humane Umgangsformen erkennen lassen. Der Teufel ist los – er wird mit Umarmung empfangen, mit Appeasement und Schulterklopfen, die Welt wird dadurch in ein Blutbad gestürzt, der Irrsinn wird noch lange toben und morden…..

 

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