Nazi-Gaga: Ein böses Flugzeug und eine rassistische Kleinstadt

Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich: Wie weiland unter Hitler und Honecker schnüffeln in wirklich jeder Ecke der Gesellschaft Fanatiker, Denunzianten und Sadisten nach der richtigen Gesinnung.

von A.R. Göhring

In der DDR und im Dritten Reich gab es fast keine organisierte menschliche Gruppe, die nicht mit der Ideologie der Mächtigen genervt wurde: Wissenschaft, Schule, Vereine, Universitäten, Betriebe…. In der 68er Bunten Republik Deutschland ist es nach dem oben zitierten Bonmot von Mark Twain nicht genau so, aber ähnlich. In den Schulen und der Uni wird einem ununterbrochen die antifaschistische Vielfalts-Toleranzblabla-Fantasie der Grün*innen um die Ohren gehauen, im Fernsehen, im Verein, auf dem Amt, in der Kirche, und sogar beim Deutschen Fußball-Bund.

Da tun dem genervten Bürger die Freizeit-Aktivitäten gut, denen man noch ganz ohne politisch-korrekte Bewachung nachgehen darf. Ein schönes Beispiel ist die Modellbau-Szene, in der fleißig Messerschmittflugzeuge und Tigerpanzer aus dem zweiten Weltkrieg gefertigt werden. Bei mir zum Beispiel liegt auch gerade eine Messerschmitt Bf109 aus dem Hause von Namensvetter Göring auf dem Basteltisch, die auf Fertigstellung wartet.

Der Marktführer Revell hat zwar die Hakenkreuze an den Flugzeug-Modellen der Wehrmacht entfernt; ansonsten sind die deutschen Kampfmaschinen aus dem Weltkrieg der absolute Renner unter den Produkten des Herstellers. Überzeugen Sie sich selbst: In jedem Modellbau- oder Spielzeugladen werden Sie jede Menge Revell-Messerschmitts und Tiger aus dunkler Zeit finden. Das wurmt wohl einige antifaschistische Politkommissare, aber gegen die Macht des rechten Käufers kommt man nicht so recht an.

Gott, oder Lenin sei Dank hat Revell gerade ein lustiges neues Modell herausgebracht, die sogenannte Reichsflugscheibe, eine Art Nazi-Ufo, das von einigen deutschen Ingenieuren im Zweiten Weltkrieg eine Zeitlang als ernsthaftes Projekt verfolgt wurde. Geklappt hat es bekanntlich nur in der finnischen Kino-Groteske „Iron Sky“. Aber immerhin gab es wohl ausreichend detaillierte Baupläne, die es den Revell-Künstlern gestatteten, ein Plastikmodell im kleinen Maßstab 1:72 zu fertigen.

Da freuten sich Denunzianten und Meinungspolizisten aus der Politologie und sogar vom offenbar nicht ausgelasteten Kinderschutzbund und fordern die Verbannung aus den Läden: „Als Kinderschutzbund lehnen wir grundsätzlich Spielzeug ab, das zu einer Ideologisierung führen kann“ so Bundesgeschäftsführerin Cordula Lasner-Tietze-Doppelname (https://www.focus.de/finanzen/news/verfaelschung-der-geschichte-modellbauhersteller-revell-in-der-kritik-fiktives-nazi-ufo-fuers-kinderzimmer_id_9112873.html)

Ein vorgeschobenes Argument von Cordula Doppelname, denn die teuren Revell-Bausätze wie der der Reichsflugscheibe sind weder für kleine Kinder, noch sind sie Spielzeug. Meine eigene Messerschmitt hat auch etwa so viel gekostet wie der Nazi-Ufo-Bausatz (40-50 €) und erfordert zum Bau erhebliches Geschick und einiges an stinkender Technik. Nix für Kinder.

Und wenn das filigrane Modell fertig ist, wird natürlich nicht damit gespielt. Dafür sind die Revell-Modelle viel zu empfindlich.

Daß das Nazi-Ufo letztlich fiktiv und keine eingesetzte Waffe ist, wie im Focus-Artikel oben betont, ist auch kein Argument für die Verbannung aus den Läden, denn Revell stellt alle möglichen erfundenen Fahrzeuge als Modell her, zum Beispiel die Wunderautos des nicht existierenden James Bond.

Aber darum geht es ja nicht. Es geht ums Denunzieren.

Gut, es ist mir gleich, was Menschen mit Charakterschwächen von der verrückten Reichsflugscheibe halten. Ich eile am Wochenende zu Karstadt und kaufe mir eine. Ich glaube, ich rufe vorher besser an und reserviere mir einen Bausatz, weil vermutlich jetzt alle „Nazis“ die Läden stürmen um die verbliebenen verbotenen Früchte zu kosten.

Und hier noch ein Fall, der zeigt, wie irre die Sprachpolizei mittlerweile agiert:

Dazu ein Kommentar von AfD-Mann Matthias Frank:

Die Oberlehrer und Obermoralisten schlagen wieder hohe Wellen. Der Verfolgungswahn triebt sie durch’s Bergische. Wie könnte es anders nicht sein? Wer regt sich auf: Türken und sonstige Ausländer, aufgehetzt von wem auch immer. Ein Deutscher kommt nie auf solch einen Blödsinn. Aber das passt ins Bild von Merkel-Asylanten-Deutschland. Hoffentlich betrachtet die Polizei die „Anzeige“ als verspäteten Karnevalsscherz. Da gibt es nur eine Möglichkeit: Neger sofort abreißen. Andere Möglichkeit: umbenennen in Ober- und Mittelpigmentiert.

SPD-Mann Aydin Tas hat die Einwohner bereits bei der Polizei gemeldet, Südstern Schowalter und Kröninger beobachten und melden deren Facebookseiten.

 

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