Exil-Iranerin an westliche „Feministinnen“: „Ihr macht alles nur noch schlimmer“

screenshot Twitter
screenshot Twitter

Gerne passen sich Frauen, die in den Nahen Osten oder andere islamisch dominierte Staaten reisen, den „kulturellen Gegebenheiten“ ihres Gastlandes an und verhüllen unterwürfig ihr Haar unter dem Kopftuch. Die Journalistin und Exil-Iranerin Masih Alinejad hat eine klare Botschaft an all diese selbsternannten westlichen „Feministinnen“: „Ihr macht alles nur noch schlimmer!“ 

von Marilla Slominski

Immer wieder müsse sie sich anhören, dass insbesondere Politikerinnen, die den Iran besuchen, die „Gesetze des Landes nicht brechen wollen, so die 41-jährige Gründerin von „My Stealthy Freedom“ bei der Veranstaltung TheWrap’s Power Women Breakfast in Washington.

„Wenn ich in den USA über die Zwangsverschleierung spreche, höre ich immer wieder, das sei eben kulturbedingt – nein, das ist es nicht. Vor der iranischen Revolution, hatte jede Frau das Recht, selbst zu entscheiden, was sie trägt. Die Verschleierung war nie Teil der iranischen Kultur,“ so die Autorin des gerade erschienenen Buches “The Wind in My Hair: My Fight for Freedom in Modern Iran„.

„Ein weiteres Argument, dass ich oft höre, lautet – wir haben größere Probleme zu bewältigen, als die Zwangsverschleierung. Als ich den drei niederländischen Abgeordneten, die sich bei ihrem Iran-Besuch voll verschleierten, einen Brief zu dem Thema geschrieben habe, bekam ich auch von ihnen die Antwort, wir waren dort, um größere Probleme zu besprechen. Wie kann es sein, dass westliche Feministinnen  Männer darüber entscheiden lassen, wie sie ihren Körper zeigen. Das geht alle Frauen weltweit an, denn keiner Frau ist es gestattet, in mein Land zu reisen und sich nicht zu verschleiern. Diejenige, die das tut wird noch am Flughafen wieder ausgewiesen“ empört sich Masih Alinejad. „Die Frauen im Iran wollen keine Sklavinnen sein. Sie wollen nicht, dass Männer oder das Gesetz der Islamischen Republik Iran ihnen vorschreiben, was sie anzuziehen haben“.

Darüber hinaus würden westliche Feministinnen das iranische Regime nicht mehr kritisieren, weil sie nicht in Verdacht geraten wollen, mit der Politik von US-Präsident Donald Trump in Einklang zu stehen. Das sei ebenfalls ein Fehler, so Alinejad.

Michèle Flournoy, die unter Obama im Verteidigungsministerium arbeitete, erzählte auf der Veranstaltung in Washington von ihren bizarren Nahost-Reise-Erfahrungen. „Viele Frauen die in den Nahen Osten reisen, glauben, dass sie sich mit dem Kopftuch der Kultur des Landes anpassen und so Respekt zeigen. Ihnen wird ja auch immer wieder eingebleut „bedecke dein Haar“. …Als ich offiziell für die USA nach Saudi Arabien reiste, entschied ich mich gegen das Kopftuch. Ein Botschaftsangehöriger sagte mir daraufhin, dass sei okay,  ich sei schließlich ein „ehrenwerter Mann“, was als Kompliment gemeint war. Sie haben einfach entschieden, zu übersehen, dass ich eine Frau bin, um mit der Situation umgehen zu können. In Ägypten hat man mir die tanzenden Derwische präsentiertes statt der Bauchtänzerinnen, weil man glaubte, die würden eine Beleidigung darstellen.“

screenshot Twitter)
Mashid Alinejad kämpft schon ihr ganzes Leben gegen die islamische Zwangsverschleierung (screenshot Twitter)

Masih Alinejad hat mit der Gründung der Facebook Gruppe „My Stealthy Freedom“, in der Frauen sich unverschleiert zeigen und die Fotos ins Netz stellen, eine Bewegung losgetreten, die gegen die Scharia-Regeln des Landes verstößt und dort von der Regierung hart bekämpft wird. Den Frauen drohen Haftstrafen und nicht wenige von ihnen sitzen für diese Freiheit, die sich genommen haben, in den Gefängnissen des Landes ein.

Die 41-jährige sagt von sich, sie habe die Stärke und die Weisheit ihrer Mutter geerbt: „Meine Mutter hat immer gesagt, wenn du deine Angst gewinnen läßt, wird dich die Dunkelheit verschlingen“, erzählt Masih Alinejad. „Ich habe eine Menge Dunkelheit erlebt. Ich wurde von der Schule geschmissen, weil ich zu viele Fragen hatte und ich wurde aus dem Parlament geschmissen, weil ich zu viele Fragen hatte,“ so die Iranerin, deren Name „Mashi“ auf persisch für „der Gesalbte“ oder  „der Messias“ steht. Geboren wurde sie 1976 in einem kleinen Dorf im Norden des Iran. Dort wuchs sie in einer streng gläubigen konservativen Familie auf und wurde mit ihrem siebenten Lebensjahr unter den Schleier gezwungen, den sie sogar nachts zum Schlafen nicht ablegen durfte, berichtet MailOnline.

Sie arbeitete im Iran als politische Reporterin und wurde mit 19 Jahren auf Grund ihrer studentischen Aktivitäten verhaftet und inhaftiert. Nach ihrer Freilassung verließ sie den Iran zum Studium in Großbritannien.

Sie lebt jetzt mit ihrem zweiten Ehemann im Exil in Brooklyn, New York und kämpft seit Jahren leidenschaftlich gegen die islamische Zwangsverschleierung. „Dieses kleine Stückchen Stoff ist das größte sichtbare Zeichen der Unterdrückung,“ so die Mutter eines 21-jährigen Sohnes aus ihrer ersten Ehe.

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.

21 Kommentare

  1. Das ist aber eine Süße, die gefällt mir und scheint auch was in der Rübe und im Herzen zu haben.
    Sie sieht auch sehr jüdisch aus, zumindest erinnert sie mich an meine jüdischen Freundinnen.

  2. Der sog. „Feminismus“ hat soviel mit der Befreiung der Frau und einem besseren Verhältnis zwischen Mann und Frau zu tun, wie die „Kunstmuschi“ in Rockefellers Nachttisch mit einer aufrichtigen, wahren und lebensklangen Liebe zu tun hat!

  3. Toll. Hier laufen schon Frauen im Niqab rum, aber wir regen uns über Kopftücher im Iran auf. Wie wäre es, sich mal über die im Übrigen unislamische‘ Genitalverstümmelung aufzuregen. Und wieso müssen ausgerechnet westliche Feministen den Kampf führen?

    • Falsch verstanden! Es geht der Autorin wohl eher darum, dass eben gerade westliche Feministinnen, wenn es um den ISLAM geht, alle Ihre Vorbehalte gegenüber „Dem westlichen, weißen MANN“, welche Jahrzehntelang gebetsmühlenhaft wiederholt wurden, vergessen werden! Kein Protest gegen Morde und Vergewaltigungen durch „Flüchtlinge“. Ja selbst der offensichtliche Taharrusch von Köln Sylvester 2015, wurde verharmlost und die missbrauchten Frauen diskreditiert! Die Feministinnen sollten endlich mal die Tatsachen der Unterdrückung der Frau im ISLAM klar benennen!

    • Feministinen haben nur eine große Fresse wenn sie wissen das jemand hinter ihnen steht ansonsten werden sie klein wie Mäuschen 🙂

    • „Und wieso müssen ausgerechnet westliche Feministen den Kampf führen?“

      Als ob es in Pakistan Indien Afghanistan Sudan Irak o.ä. Länder lebende Feministinen geben würde *lool

      Die gibt es nur in „Zivilisierten“ Ländern und aus lauter Blödheit zerstören sie ihre eigene Lebensgrundlage. Wohlan ihr Deutschen Feministinen holt euch noch paar Musel rein. Eure Zeit als Feministin ist schneller vorbei wie ihr den Rock hebt. Kleid weg Burka drüber 🙂

  4. Warum das jetzt wohl hochgekocht wird? Obwohl die „Kleiderordnung“ bei weitem nicht mehr so streng kontrolliert wird, wie nach der Revolution? Es passt ins Konzept von Trump und Netanjahu. Diskutiert doch mal die Geschlechtertrennung bei den anderen Orthodoxen.

  5. Die Verschleierung der Frauen ist wirklich Unterdrückung, und verschleierte Frauen sind wirklich benachteiligt.

    Der Titel meines Buches hier

    http://www.verlag-natur-und-gesellschaft.de

    gilt ausdrücklich NICHT für den islamischen Kulturkreis.

    Keine Frau der Welt versteckt ihre Schönheit gerne. Kein Menschn auf der Welt lässt sich freiwillig einengen.

    Mädchen und Frauen im islamischen Kulturkreis tragen Kopftücher und andere Verschleierungen, weil sie mit Gewalt dazu gezwungen werden und/oder weil sie von klein auf so indoktriniert worden sind, dass sie selbst glauben, sie wollten sowas tragen.

    Von Natur aus will aber niemand sowas tragen. Es ist nicht artgerecht. Und es sieht schrecklich aus.

  6. Feministinnen sind doch auch nur „Freiheitskämpferinnen“ bei der besseren Füllung des eigenen Geldbeutels.- Sie haben noch nie für die Rechte von Schleckerfrauen, Putzkolonnen gekämpft. Ihr Kampffeld sind die Top-bezahlten Jobs für sie selber. Was manche Frauen mit Können schaffen, wo andere sich hochschlafen, da kämpfen Femis eben für Frauenrechte (rein egoistisch).

  7. Meine Frau ist katholische Marokkanerin(Ex-Muslima seit 2001) und AfD-Wählerin, hätten wir eine Tochter ,so hätte diese nie einen Moslem ehelichen dürfen . Ich glaube das sagt alles aus . Der sexuelle Missbrauch in den Moscheen an Mädchen übertrifft selbst die katholischen Leistungen bei weitem . ( Penis am Vulvahügel reiben , Oral-/ Anal Sex) . Wer dies nicht freiwillig mitmacht wird an Füssen und Knien geschlagen ( die Narben meiner Frau beweisen dies ) . Ist natürlich alles von mir gelogen !

  8. Das ist Bullshit. Wichtigtuerei.
    Denn wir erwarten doch, dass sich unsere „Gäste“ hier unseren kulturellen Gepflogenheiten und Werten anpassen. Z.B. nicht mit Messern ihre Meinungen und Argumente vortragen…

    Nun ist auch kulturelles Verhalten gewissen Strömungen und Moden unterworfen oder einem gewissen „Wandel“. Warum soll ich als Gast eines anderen Landes mich dessen kulturellen Normen nicht zumindest temporär und äußerlich – in meiner Erscheinung – ein wenig anpassen? – Kopftuch ist „Norm“? Gut, dann trage ich eines. Wenn ich weg bin, ist dann das Kopftuch auch wieder weg.
    Punkt.
    – mlskbh –

  9. Wie Recht sie doch hat, aber keine Sau interessiert es in dieser von sog. Eliten regierten Welt. Schaut Euch Bilder aus der Türkei, Irak, Iran oder Afghanistan wie die Frauen dort vor Hundert Jahren oder in den 60ern rumliefen – westlich, ohne Kopftuch.
    Es ist alles eine Inszenierung für den großen Krieg der Religionen.

  10. Feministinnen? Mir ist nur einmal, vor langer Zeit, eine begegnet. Firmenmeating, kurzer Plausch vorher und ein gemütliches Beisammensein nachher. Also 1. die Kleidung war vom Kleidermarkt, 2. die Haare hätten gern eine Runderneuerung nötig. 3. Make up hätte auch nichts mehr retten können. Man redet so vor sich hin über den Job usw. wie am besten wie besser nicht, eine Diskusion entsteht wobei 2 Frauen und 4 Männer beteiligt waren. Die eine hatte echt was drauf, konkret, kompetent, die wußte wie der Job läuft. Die oben Beschriebene machte uns darauf aufmerksam, dass die Frauenquote im Unternehmen immer noch zu niedrig war. An der Diskusion nahm sie nicht teil, ich weiß nicht warum.
    Übrigens, was die Feministinnen angerichtet haben in ihrem Wahn die Gleichberechtigung unter Missachtung aller biologischer Unterschiede zwischen Frau und Mann einzuführen war ein Irrweg der jetzt mit den Genderistinnen konsequent weiter geführt wird. Und da alles einer stetigen Veränderung(Evolution) unterliegt wird diese Unterart der Weiblichkeit dem islamischen Weltbild folgen müssen. Denn mit uns deutschen Männern sind sie ja fertig. Aber ich denke, mit den Islamisten haben sie einen ebenbürtigen Gegner gefunden. Lets Dance Baby!

  11. Tja ihr bekloppten und verlogenen „Feministinnen“…………..Habt ihr kapiert, was die engagierte und vorbildliche Aktivistin schreibt? Näääääää nicht wirklich, nech…………;-)

  12. Ist schon echt erbärmlich, da muss eine Frau aus dem Iran linksgrünen Feministenschlitzen in dem Irrenhaus BRDigung erklären, was auf sie zukommt!!

  13. Um diese ganze Geschichte mit den Kopfwindeln wird viel zu viel intellektualisiert, dabei ist das alles ganz einfach: Dauernotgeile Muselottenmachos haben das so arrangiert, um die ihnen gehörigen Frauen für andere möglichst unattraktiv zu machen, was ihnen übrigens auch ganz gut gelungen ist, wenn ich mir die Mondgesichter anschaue, die in der Regel unter diesen Lappen hervorlugen. In unserem Kulturkreis ist es aber gelungen, die „Bestie Mann“ soweit zu zähmen, daß sie in der Regel nicht über alles Weibliche herfällt, das bei Drei nicht auf dem Baum ist. Eine Errungenschaft, die diejenigen, „die neu dazugekommen sind“, entweder beherzigen und annehmen oder aber ganz schnell wieder verschwinden sollten. Sorry, aber der vormittelalterliche Islam gehört nun einmal zu Deutschland genauso wenig wie Steinigungen oder Auspeitschungen, auf die hier wohl nur aus Angst vor Bestrafung verzichtet wird, zumal es viel unauffälliger ein Messer auch tut, egal was manche Spinner behaupten mögen .

Kommentare sind deaktiviert.