Chef des Deutschen Theaters: „Verpiss dich nach Anatolien, Özil“

Die Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil sowie der türkische Nationalspieler Cenk Tosun mit ihrem Präsidenten Erdogan (Bild: Screenshot)
Die Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil sowie der türkische Nationalspieler Cenk Tosun mit ihrem Präsidenten Erdogan (Bild: Screenshot)

Bayern/München – Der Chef des Deutschen Theaters in München, Werner Steer, hat auf Twitter gegen Mesut Özil und Ilkay Gündogan „gehetzt“. Trotz devoter Entschuldigung sieht sich Steer den schlimmsten Beschimpfungen aus der „türkischen Community“ ausgesetzt.

Diese Einordung tritt wieder einmal die Qualitätspresse wie beispielhaft die TZ, die berichtet, dass Steer bereits am 7. Juni ziemlich sauer twitterte: „So einer wie Özil, der nicht nur einem Verbrecher huldigt, sondern auch noch die Nationalhymne nicht mitsingt, weil er die Werte nicht teilt, muss sofort weg.“ Und ein paar Tage später legte Steer nach und zwitschert – immer noch sauer – an Özil: „Hallo du Idiot, du hast in der deutschen Nationalmannschaft nichts zu suchen. Verpiss dich nach Anatolien.“ Er fordert Özil auf: „Spiel doch bei deinem türkischen Hitler.“

Türkische Community dreht hohl

Seine Tweets hat Steer gelöscht. Das benannte Qualitätsmedium hat Steers Wutausbruch jedoch fein säuberlich dokumentiert. Zwischenzeitlich hat sich Steer bereits devot bei Özil entschuldigt:

Steer entschuldigt sich (Bild: Screenshot)
Steer entschuldigt sich (Bild: Screenshot)

Auf Twitter wird Steer Entschuldiung weniger gut aufgenommen.

So meint Keyser Söze: „Du bist ein dreckiger Rassist. Deine Entschuldigung kannst Du dir sonst wo hinstecken! So kommt das bei euch selbstgefälligen Doitschen dann zum Ausdruck! Unter dem Deckmantel irgendwelche „Werte“ verteidigen zu wollen“.

Mehment Ünal meint: „Nicht akzeptiert! Sie sind ein schlechter Schauspieler im wahrsten Sinne des Wortes. Nun wissen wir aber alle, daß Sie ein Schläfer-Nazi sind!“

Akinci ist richtig sauer und schreibt: „wir die Äußerungen dieses braunen Schweinefickers?! Meinungsfreiheit, Kunst, Hoheitsrecht, Überheblichkeit, Pöbel, Populismus, Theater Rollenspiel, Satire es gibt bestimmt einen Namen dafür, aber wo ist Schluss“

Und Ali Istanbuli attestiert uns Deutschen: „In Deutschland ist der Faschismus nicht ein Phänomen von Randgruppen, der Faschismus ist in allen Teilen der deutschen Gesellschaft inhärenter Bestandteil, der eine zeitlang verdeckt war, heutzutage wieder offen zutage tritt.“

Cihan Sahin verspricht Steer: „Du Heuchler!!!!!! Wir werden das nie vergessen.“

Birol Ayaz fordert;: „Du Werner, du muss dich für dein Wortwahl und Fremdenfeindlichkeit nicht nur bei Ilkay und Mesut,sondern bei allen Ausländer(insbesondere bei den Türken) entschuldigen“

Und Amad stellt klar: „Warum entschuldigst du dich, hast keine Eier dazu zu stehen was du denkst wie deine AFD Faschos immer austeilen dann den Schwanz einziehen. Sowas wie du gehört nicht ind en öffentlichen Dienst, 💩 Nazis braucht keiner in Jobs was Steuerzahler bezahlen.“

Der historisch bewanderte Ufuk schreibt: „Ein Alter Sack der keinen hoch bekommt vergleicht Hitler mit Erdoğan. Erdogan wurde 5 mal wiedergewählt und Adolf nur einmal, lass dir was besseres einfallen du Lappen“

Hakan Öztürk: „Du bist ein kümmeldeutsche ibne werner“

Zwischen den Alis und Mehmets tut auch Daniel seine Meinung kund und schreibt: „Es ist schade das Personen des öffentlichen Dienstes ihre Meinung in Deutschland nicht frei äußern dürfen. Ich stimme mit Ihren, leider jetzt gelöschten Tweet, voll und ganz überein.“

SPD-OB Reiter und Seppi Schmid tadeln mit

Die Stadt München, der das Deutsche Theater gehört, ärgert laut Bildzeitung sich über die „Hass-Tweets“. Bürgermeister Josef Schmid (CSU) ist Aufsichtsratschef des Theaters und soll sich mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) über den privaten Tweet Steers beratschlagt haben. Das Ergebnis: „eine scharfe Rüge für den Theaterchef“: „Hass-Mails oder Hass-Posts von Führungskräften, die öffentliche Personen des Münchner Kulturlebens sind, sind inakzeptabel“, erklärte Seppi Schmid zu Vorfall.  (SB)

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