Der Wahnsinn geht weiter: „Rumänischer Syrer“ und seine Schrottimmoblien vom Bamf aktiv unterstützt

Bamf (Symbolbild; Collage)
Bamf (Symbolbild; Collage)

Bremen/Delmenhorst – Der Rumäne Milad H., stolzer Besitzer von Schrottimmoblien mit Wuchermieten in Delmenhorst, wird vom Bremer Bamf als syrischer Flüchtling anerkannt und kann durch aktive Unterstützung der Behörde seine „Geschäfte“ mit unterschiedlichen Identitäten betreiben. Das Bremer Bamf möchte aktuell keine Auskunft zum neuen Skandalfall geben. 

Milad H. ist als anerkannter Asylbewerber Eigentümer von neun Wohnungen, seinem Bruder Walid H. gehören zehn, dem Freund Mehmet E. 15 Einheiten. So steht es in einer Eigentümerliste der verwahrlosten Schrottimmobilie am Rande der Delmenhorster City. In den heruntergekommenen Hochhausblöcken gibt es insgesamt 80 Wohnungen, in denen H. und seine „Geschäftspartner“ jahrelang Wuchermieten kassierten und die Gas-und Wasserrechnungen in bar – bei säumigen Zahlern auch mit Nachdruck – abkassierten.

Bremer Bamf macht mit und akzeptiert Änderung von Name, Nationalität und Alter

Das eingesammelte Geld wurde jedoch nicht an die Stadtwerke weitergeleitet. Der Anwalt der Stadtwerke erstattete deshalb Anzeige, unter anderem auch gegen die beiden Brüder H.

2008 kam Milad H. aus Rumänien nach Deutschland. Seither ist er am Bremer Stadtrand gemeldet. Direkt daneben seine Im-und Exportfirma. Sechs Jahre später, 2014, erkennt ihn das Bremer Bamf als syrischen Flüchtling an und gewährt ihm subsidiären Schutz ohne seine Originalpapiere zu prüfen.

2016, also zwei Jahre nach Asylanerkennung wird aus dem angeblichen Rumänen Muhamad A. , Jahrgang 1975, der syrische Flüchtling Milad H, Jahrgang 1977. Auf den unterschiedlichen Dokumenten ist jeweils die identische Unterschrift erkennbar. Die neue Identität wird von den Bremer Behörden anstandslos akzeptiert. Das belegt der entsprechende Eintrag im Melderegister, so der NDR. In einer Melderegisterauskunft heißt es lapidar: „Bei Mohamad A. handelt es sich anscheinend um eine Alias-Identität. Das Migrationsamt Bremen hat sowohl die Änderung des Namens als auch des Geburtsdatums veranlasst.“

H. verwendet unterschiedliche Ausweise und Identitäten

Dem Bamf sind die vielfältigen geschäftlichen Aktivitäten des Milad H. alias Mohamad A. offensichtlich durchaus bekannt. So heißt es laut NDR in der, am 23. September 2014 erstellten Begründung zum positiven Asylbescheid: „Der Antragsteller ist sehr beständig erwerbstätig und Geschäftsführer einer GmbH, die in Bremen ansässig ist. Eine weitere Firma (ist) in Rumänien ansässig. Die dem Schriftsatz des Verfahrensbevollmächtigten beigelegten Unterlagen lassen keinerlei Zweifel an der Glaubhaftigkeit des Vorbringens aufkommen.“

H. bleibt nicht bei seiner neuen syrischen Identität, sondern nutzt auch den alten Namen weiter. In Urkunden, Kaufverträgen und anderen Dokumenten hat jeder Ausweis von Milad H. eine andere Nummer. Milad H. wechselte die Ausweise nach Belieben. So wanderte er von Notar zu Notar, bei Gerichtsterminen hatte er wiederum einen anderen Ausweis  vorgelegt.

H. lässt über seinen Anwalt dem Bamf ausrichten, dass er seinen Originalpass nicht vorlegen will

Weder der Notar, beim dem Milad H. den Kauf von zwei Wohneinheiten in der Schrottimmobilie beurkunden ließ, noch das Bamf Bremen will bislang eine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgeben. „Keine Auskunft zu Einzelfällen“, heißt es gegenüber dem NDR.

Milad H. indes weigert sich weiterhin, seinen Pass dem Bamf vorzulegen.  Sein Bremer Anwalt klagt gegen die angeordnete Zwangsvorführung beim Verwaltungsgericht Bremen. (SB)

 

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