Spanische Enklaven: Grenzzaun klettern leicht gemacht – Nato-Draht wird entfernt

screenshot YouTube
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Unter der neuen sozialistischen Regierung in Spanien wird es jetzt erheblich einfacher für illegale Einwanderer, die Grenze der Enklaven Ceuta und Melilla zu überwinden. Die Regierung will den Nato-Draht auf den Grenzzäunen abmontieren.

„Ich werde alles tun, damit die Klingen entfernt werden“, gab Innenminister Fernando Grande-Marlaska in einem Radiointerview bekannt.

Dies sei eine der wichtigsten Anliegen seines Ministeriums, betonte Grande-Marlaskader, Minister der seit Anfang Juni amtierenden Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez, so die WELT.

Die kilometerlangen Grenzzäune zwischen dem Territorium Marokkos und den Städten Ceuta und Melilla waren 2005 erstmals mit dem Nato-Draht versehen worden. Zwei Jahre später wurden er auf Grund von Kritik  wieder entfernt. 2013 ließ die nun abgewählte konservative Regierung von Mariano Rajoy wieder Nato-Draht mit Klingen an den Grenzzäunen der Enklaven anbringen.

Das schreckte die illegalen Einwanderer aus Afrika kaum ab. Immer wieder versuchen sie, oftmals mit Erfolg, die mehr als sechs Meter hohen Zäune zu überwinden. Ärzte und sogenannte Menschenrechtsorganisationen beklagen, dass sie sich dabei an dem messerscharfen Klingendraht verletzen. (MS)

 

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