Rappelkiste: Angeblicher Aufstand gegen Merkel

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Der Komödiantenstadel? (Symbolbild: shutterstock.com/Durch photocosmos1)

Nachdem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) seinen Asylplan auf Eis legen musste, formiert sich laut Mainsteammedienberichten angeblich immer mehr Widerstand gegen Merkel. In einer Sitzung soll es sogar zum Aufstand gegen die Kanzlerin gekommen sein. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte medienwirksam eine geplante Veranstaltung ab. Grund: Die „aktuelle politische Situation“.

Laut rappelt es in der CDU/CSU-Kiste. Nachdem Seehofer im Dauerthema Asyl und in Anbetracht der anstehenden Landtagswahlen in Bayern einmal mehr den dicken Maxe mimt, soll es laut der Bildzeitung aus den Reihen der CDU heraus sogar zu einem „Aufstand gegen Merkel“ gekommen sein.

Angeblich „offener Aufstand gegen Merkel“

Demonstrativ sollen am Dienstag bei einer Fraktionssitzung der CDU mehrere Abgeordnete zudem Seehofer demonstrativ den Rücken gestärkt haben. CDU-Mann Christian von Stetten forderte sogar eine unionsinterne Kampfabstimmung und sagte zum Asylstreit: „Der Bevölkerung ist eine weiterhin zögerliche Haltung nicht mehr vermittelbar.“

So kam es laut „Bild“ zum offenen Aufstand gegen die Parteichefin. In der Sitzung sollen laut eines Teilnehmers 70 bis 80 Prozent der Abgeordneten auf Seehofers Seite gewesen sein.

Seehofers Position wird ebenfalls von einigen, bisher devot ergebenen Merkel-Funktionären unterstützt. So sollen die CDU-Ministerpräsidenten Reiner Haseloff aus Sachsen-Anhalt und Michael Kretschmer aus Sachsen Seehofers Asylplan bereits befürwortet haben.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) stellt sich im Flüchtlingsstreit mit der CSU indes deutlich hinter seine Chefin Merkel. Auf NDR Info wies Günther die Forderung von Seehofer zurück, die Einreise von Asylbewerbern nach Deutschland zu verhindern, die vorher schon in einem anderen EU-Staat registriert wurden. „Wenn wir Asylbewerber an den Grenzen gleich wieder zurückschicken würden, würde das ja bedeuten, dass wir an allen Grenzen wieder Kontrollen aufwändig durchführen müssten“, sagte der CDU-Politiker. „Ich halte das für keinen zielführenden Weg.“ Er warf der CSU vor, nur auf die Landtagswahlen im Herbst zu schielen.

Söder nutzt die Gunst der Stunde

Seehofers Nachfolger, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, (CSU) nutzt mutmaßlich die mediale Gunst der Stunde und sagt medienwirksam die für Mittwochabend geplante Veranstaltung „Markus Söder persönlich“ in München ab. Grund ist laut Pressemitteilung der CSU-Landesleitung die „aktuelle politische Situation“.  Der Focus sieht in der Absage eine Anhebung der Eskalationsstufe durch Söder und einen klaren Bezug zu den bevorstehenden Landtagswahlen in Bayern.  (SB)

 

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