Die Krise wird tiefer werden, doch immerhin sind die Fronten klar

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Zumindest ist nun Klarheit! Wenigstens das! – Haben Sie so etwas schon einmal gerufen? Die Krise mag groß sein, der Weg zurück weit, doch zumindest wissen wir nun, dass es eine Front gibt und wo sie verläuft.

Von Dushan Wegner

Im Gedicht »The Love Song of J. Alfred Prufrock« sagt T. S. Eliot: »Have the strength to force the moment to its crisis« – frei übersetzt: habe die Stärke, eine Situation an ihren Krisenpunkt, an ihre Sollbruchstelle zu führen. Der Gedanke hat Kraft. Auch wenn ich den Moment nicht selbst begleite, wenn ich also nur Teilnehmer bin, so will ich doch die Stärke haben, bis zum Punkt der Krise mitzugehen.

Das Wort »Krise« stammt vom griechischen κρίσις ab. κρίνω heißt: ich unterscheide. Der kritische Geist weiß zu unterscheiden, eine Krise aber ist eine bedrohliche Situation. Wir fürchten die Krise. Mit dem Gedanken der Krise verbinden wir Chaos, Angst und Instabilität. Doch, die praktische Weisheit lehrt uns: »Verschwende nie eine gute Krise!«

Krisen sind die Zahnschmerzen der Geschichte. Krise und Karies mögen unsere eigene Schuld sein, doch wenn sie da sind, sind sie nun einmal da, und es scheint egal, wessen Schuld sie sind. Wer großes Zahnweh hat, der kennt kein anderes Weh. Wer eine große Krise durchmacht, kennt keine anderen Probleme.

Es ist Krise. Heute ist Krise. Organisationen, von denen mind. eine laut Oberlandesgericht Dresden »Schlepper« genannt werden darf (siehe z.B. sz-online.de, 1.6.2018), fahren überwiegend männliche Migranten im wehrfähigen Alter aus Afrika nach Europa, zu Hunderten. Immer mehr Staaten weigern sich, Merkels Politik des nationalen Suizidalismus zu folgen. Italien versucht, seine Häfen zu schließen. (siehe z.B. bild.de, 11.6.2018)

In Deutschland ist Krise. Woran denken die Menschen, wenn sie an Deutschland denken? Was ist Deutschland? Ordnung, Sauberkeit, Effizienz? Messer, Morde, Merkel? Früher diskutierten wir das schlechte Wetter, heute das Staatsversagen. Irgendwas ist immer und heute ist eben Krise.

Doch, die Krise ist größer und weiter als Merkels Welteinladung und die bewährte Feigheit der CSU. (Wenn die CSU wirklich den Merkelwahnsinn stoppen wollte, könnte sie ja aus der Regierung austreten. Würde Merkel das politisch überleben? Es ist zu fürchten, dass ja. Ihr Propaganda-Apparat ist mächtig. Ganz selbstverständlich scheint es mir aber nicht mehr zu sein.)

Innerhalb des Westens stehen sich zwei Wertesysteme gegenüber. Auf der einen Seite kämpfen und hassen die meist linken Suizidalisten, auf der anderen Seite die Bewahrer, die aus allen politischen Lagern stammen können.

Der Rest der Welt schaut halb amüsiert dem linken Suizidalismus zu, so wie man einem Verrückten zuschaut, der sich selbst mit der Faust die Nase zertrümmert.

Ich weiß nicht, warum westliche Suizidalisten (meist aus dem linken Lager) den eigenen Westen so hassen. Ich kann es vermuten, doch meine Vermutung bleibt Küchenpsychologie. (Ich weiß ja auch nicht, warum Antisemiten eben Antisemiten sind, selbst wenn ich da Vermutungen anstellen kann – siehe mein Text zum Antisemitismus) Ich weiß nicht, warum linke Suizidalisten uns alle so hassen, doch es macht für die Durchführung keinen Unterschied. Der Hass linker Suizidalisten auf den Westen führte zu politischen Entscheidungen wie Merkels Welteinladung, und diese Entscheidungen bedrohen das Überleben des Westens. Wenn es auf die eine oder andere Weise geht, versuchen linke und staatsnahe Medien, die unangenehme Realität auszublenden. Medien suchen das eine kulleräugige Kind auf einem Schlepperschiff mit 400 Männern um es dann zur besten Sendezeit ins Wählerbewusstsein zu prügeln. Für die Opfer der »guten« Politik ist eben keine Empathie übrig. Deutschland hat für die Tagesschau nur regionale Bedeutung. Ich weiß nicht, was jene treibt; spätere Generationen werden es besser verstehen und werden über Einsichten verfügen, über die ich jetzt nicht verfügen kann.

Je weiter der Westen dem merkelschen Suizidalismus folgt, je tiefer die Krise wird, umso schmerzhafter wird der Weg zurück sein – so er überhaupt gegangen werden kann. (siehe auch: Die letzten Tage des Westens)

Zumindest aber wird es klar. Zumindest wird deutlich, was zur Entscheidung steht. Europas Krise nähert sich jenem Punkt, an dem durch das Chaos eine klare Entscheidung hervortritt. Zwei Modelle stehen zur Auswahl. Es steht Heimat gegen Selbsthass. Es steht Freiheit gegen das Recht des Stärkeren.

Wonach sehnen sich denn Menschen, die sich nach Freiheit sehnen? Nach einem Ort, an dem sie ihr Zuhause bauen können. Erst durch eine Heimat findet Freiheit ihre Erfüllung. Heimat braucht Ordnung und das klare Bewusstsein, was einem wichtig ist. Heimat braucht Arbeitsplätze. Heimat braucht Selbstbestimmung. Der Bürger richtet seine Zeit und seine Hoffnung auf seine Heimat, und in diesem Sinne braucht Heimat einen Investitionsschutz.

Ich lese die Nachrichten. Ich lese, wie Trump sein Land stärkt, seine »relevanten Strukturen«. Ich sehe, wie Merkel ihrem Land schadet – und ich bin zunehmend ratlos über all die willigen Ideologen und Feiglinge, die ihr den Trittschemel halten.

Solange Merkel oder ein Merkelklon so weitermachen können wie sie es jetzt tun, wird die Krise tiefer und die Zahl der Opfer höher werden. Ich lese von den Toten und Traumatisierten, und ich finde nur eines, was positiv wäre: Zumindest ist Klarheit. Zumindest wissen wir, welche beiden Fronten gegeneinander stehen, ob in den USA oder in Europa.

»Ordne deine Kreise!« rufen die einen. (Trump formuliert es als »America first«.) »Öffnet die Grenzen, schleift alle Kreise, zerstört alle Ordnung« rufen die anderen. (Merkel formuliert es als »keine Obergrenze«.)

Diese Krise wird noch eine Weile andauern. Der Morgen scheint noch fern, der Weg zurück täglich weiter. Zumindest haben wir Klarheit in der Frage, was die Entscheidung ist. Zumindest das.

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13 Kommentare

  1. Eigentlich bietet die Geschichte „Herr der Ringe“ von Tolkien eine passende Parabel auf das Merkel-Deutschland.

    Merkel als Saruman, mit dem Feind paktierend, während alle noch glauben, er/sie stünde auf Seiten des Rechts und der Bürger, die Horden der Orks (Migranten), die gegen das Reich Gondor (sinnbildlich für Europa) branden und es mordend, vergewaltigend und brandschatzend Stück für Stück erobern, die durch Ringe (Leichen im Keller, die strafrelevant sind, oder Korruption) an die böse Macht (Soros?) gebundenen Vasallen (Merkel, de Maiziere, Altmeier und Konsorten), die Verräter in den eigenen Reihen (vornehmlich SPDler).

    Hoffen wir, dass die Kräfte des Westens sich rechtzeitig erheben und die bösen Mächte besiegen. Unseren Aragorn haben wir schon, etwas ungewöhnlich zwar, aber immerhin (Trump). Und wenn es so ausgeht wie in der Geschichte, dann gnade den vorgenannten Unrechtstiftern Gott! Denn Allah wird es nicht tun!

    • Ich hätte da auch noch eine kleine Ergänzung.

      Wenn Trump oder Putin – ich tendiere ja auch zu letzterem – den Aragorn miemen, dann kann dem Schäuble ja eigentlich nur eine Rolle zufallen. Und das ist die des Gollums. Da musste ich sofort dran denken, als ich Ihren Kommentar las. Der sieht dem Gollum ja auch immer ähnlicher! Und wenn ich mir dann noch vorstelle, wie er vor der Merkel kriechend zischend und krächzend haucht: „MEIN SCH-hatzss!“ , kann ich mich vor Lachen nicht mehr halten!
      Und ich erwarte mit Freuden den Tag, an dem Gollum und sein „Sch-hatzss“ in den Vulkan geworfen werden!
      Jetzt müssen aber nur noch folgende Fragen geklärt werden: Wer spielt Frodo? Gottfried Curio? Und wem fällt die Rolle des Sam zu? Für den fällt mir keiner ein. Nen doofen dicken gibt´s bei der AfD meines Wissens ja nicht. Es sei denn Anton Hofreiter wechselte zur AfD… Was für ein Gedanke! XD Und ganz wichtig, weil unverzichtbar – wer spielt den Gandalf? Gauland?

      Man stelle sich mal das entsprechende Filmplakat vor!

      MfG

      Marc Abramowicz

    • Also mein Aragorn ist eher Putin. Denn ohne Putin, läge die ganze Welt schon in Schutt und Asche, noch bevor Trump an die Macht kam!

      Aber trotzdem ein guter Vergleich!

    • Auch mit der Deutung kann ich mich anfreunden. Sie ist aber ebenso ungewöhnlich wie meine

  2. Seehofer bleibt heute dem „Integrationsgipfel“ bei Mutti fern, (angeblich) weil dort in wichtiger Rolle die Journalistin Ferda Ataman (re:publica, Amadeu-Antonio-Stiftung, „Neue Deutsche Organisationen“) anwesend ist, die Seehofer vorwirft, „Heimat“ über „Blut und Boden“ zu definieren, und es ablehnt, Deutschland als „Heimat der Menschen, die zuerst hier waren“ zu sehen. Ataman will letztlich den Deutschen, die nicht multikulti-parieren und bei den Visionen von re:publica nicht mitspielen, das Heimatrecht entziehen. Mal sehen, ob „Drehhofer“ wirklich noch die Kurve kriegt oder wieder als Bettvorleger vor Mutti landet.

  3. Ich sehe das inzwischen ganz entspannt. Immer mehr Menschen schütteln den linksgrünen Tugendterror ab, der von einer winzigen Minderheit ausgeht, die sich in den Hochschulen eingenistet haben und ihre besetzten Villen mit Fördermitteln finanzieren lassen. Das passiert zwangsläufig, weil die linksgrünen Märchen nix mit der Lebenswirklichkeit zu tun haben.

    Die linksgrünen Verhältnisse mit ihren Denkverboten, Sprechverboten, Berufsverboten und Demonstrationsverboten sind ein Hemmschuh für die gesellschaftliche Entwicklung geworden. Viele Menschen stehen wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand, weil ihnen die Hälfte ihres Lohnes geklaut wird, um damit Wirtschaftsflüchtlinge und linksdrehende Uni-Gremien zu finanzieren. An der Oberfläche merkt man wenig davon, aber die Kompassnadel ist dabei, sich neu auszurichten…

  4. Wenn es Trump und Putin nicht gelingt die Feudal-Finanz-Elite zu entlarven und entmachten,
    dann müßten die Deutschen sich mit dem Artikel 20, Satz 4 GG wieder die Macht zurückholen,
    die von der Altparteiendiktatur gekapert wurde.
    Meine Hoffnung geht aber eher in die Richtung der Hilfe von Aussen, inklusive des Zerfalls der
    EU und des Euros

  5. Stimmt alles, bis auf den unsinnigen Gegensatz zwischen Freiheit und dem Recht des Stärkeren. Das Recht des Stärkeren ist das oberste Prinzip jeder Gesellschaft. Wenn eine Gruppe nicht stark genug ist, muß sie sich mit anderen verbünden um nicht beherrscht zu werden. Nur der Stärkere kann sich selbst wirkliche Freiheiten gewähren. Die individuelle Freiheiten der westlichen offenen Gesellschaft beziehen sich auf belanglosen Hedonismus, der die Macht der Stärkeren, der Entscheidungsträger, nicht gefährdet, sondern sogar unterstützt. Diese Art der Freiheit ist nicht mehr als ein Schein, um das wahre Sklavendasein zu vertuschen.

    • „Das Recht des Stärkeren ist das oberste Prinzip jeder Gesellschaft.“
      Wohl eher ihr Gegenteil! Und darauf lässt sich keine Gesellschaft gründen- wenigstens keine des Rechts und der Sicherheit.
      Es gibt kein RECHT des Starken; der Starke braucht kein Recht- er hat faktische Macht zu seinem Willkür. Und,- um den Faden fortzuspinnen: Willkür ist ein Gegensatz zu Freiheit (nicht erst bei Kant).

      Bzgl. „belanglosem Hedonismus“ und „Sklavendasein“ stimme ich Ihnen zu!

    • Um das nochmal zu konkretisieren:
      Willkür ist ein Gegensatz zu Freiheit. Freiheit wächst erst aus Richtungsgebung und Verpflichtung!
      Oder anders: Keine Freiheit ohne Verantwortung.

    • Das Recht schreibt immer der Stärkere, bzw die stärkere Gruppe. In unserer Demokratie im Prinzip diejenigen, die die Mehrheit des
      Wahlviehs hinter sich scharen können, bzw die öffentliche Meinung für
      sich gewinnen können. Stärke besteht schon seit Urzeiten nicht mehr aus rein physischer Kraft, sondern aus psychologischem Geschick. Moses mit seinen 10 Geboten, war sicher nicht der erste, aber vielleicht der bekannteste starke Mann, der seine Machtposition durch „Recht“ untermauert und gesichert hat.

  6. Für mich ist die seite der links-grün-rot infizierten antisozial, lebensfeindlich, hoch ideologisch links aufgeladen.
    die andere seite der „bewahrer“ sollte zeigen was sie bewahren möchte.: Demokratie, seriöse bürgerlichkeit, rechtsstaat, den versuch von einkommens und chancengerechtigkeit, die achtung der persönlichen freiheit im sinne udo di fabio „die kultur der freiheit“ friedfertigkeit mit allen staaten, cooperation wechselseitig, weltoffenen geist, kritische toleranz, achtung des eigenen landes und seiner kultur.
    Wichtig ist ja auf welcher seite steht, denkt und handelt die bevölkerung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  7. Sehr geehrter Herr Wegner,
    “ Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch” ( Hölderlin). In diesem Sinne kommt Ihr Artikel hoffnungsvoll daher, obwohl mir doch ein Geschmäckle bleibt. Wenn ich Ihren Gedanken folge, muss ich ja geradezu dankbar sein, dass die Gottkanzlerin den deutschen Schlafmichel aufweckt und ihn in die Klarheit führt. Nach dem Motto: Es gibt nichts Schlechtes, was nicht auch sein Gutes hätte. Das kommt der kabbalistischen Idee einer “ Erlösung durch Sünde” ( Gershom Scholem) doch sehr nah.
    Wieso muss der Deutsche ständig geführt und getrieben, ja erzogen werden?
    Wieso soll das Vermögen des ständige Hinterfragens nur auf den jüdischen Geist beschränkt sein, wie Sie in Ihrem anderen Artikel schreiben? Hat er die Philosophie erfunden?
    Zurück zur angeblichen Dichotomie zwischen Heimat und Selbsthass/Suizidalität: – lenken Sie damit nicht die Sicht auf das wahre Problem ab – nämlich die Frage nach Fremdbestimmung oder Selbstbestimmung, und wer oder was dafür verantwortlich ist? Warum ist es nicht erlaubt, sog. feststehende Werte zu hinterfragen? Oder haben Sie damit das Recht des Stärkeren gemeint?
    Wer ist dieser Stärkere?
    Ich möchte mit Ihnen mithoffen, dass “die Krise” zu einer Zäsur werden kann, nämlich zur Enttabuisierung von elementaren Fragen zur Selbstbestimmung ( der Deutschen), für das Recht auf freie Meinungsäusserung und Wissenschaftsfreiheit. Geburtshelfer wie eine Merkel oder Linksintelektuelle braucht es allerdings nicht dazu – mir wurde die Fähigkeit zur Hinterfragung nicht aberzogen.
    Wohlan!

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