NGO-Schiff „Aquarius“ dümpelt immer noch vor Italien

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Das NGO „Flüchtlings-Rettungs-Schiff“ Aquarius liegt 16 Stunden nachdem Spanien den Betreibern SOS Mediterranee und Doctors Without Borders das Einlaufen in ihren Hafen von Valencia gestattet hat, immer noch vor der sizilianischen Küste. Und die „Retter“ haben alle Hände voll zu tun, ihre illegale Fracht bei Laune zu halten. Denn die wollen an die europäische Küste gebracht werden und zwar schnell!

Seit Samstag liegt die Aquarius nun schon vor Sizilien, nachdem sowohl Italien als auch Malta ihnen die Zufahrt zu ihren Häfen untersagt haben. Die Anspannung unter den Passagieren sei entsprechend hoch und auf Fotos ist zu sehen, wie junge Frauen versuchen, die aufgebrachten Männer zu beruhigen. Die Migranten seien „zunehmend ängstlich und verzweifelt“, so Mitarbeiter der NGO´s. Auch die Crew ist nicht begeistert von der Fahrt nach Spanien. Für die die rund 1300 Kilometer bis Valencia im Osten Spaniens bräuchte das Schiff Schätzungen zufolge mindestens vier Tage.

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„Flüchtlingsretterin“ erklärt die Situation (screenshot MailOnline)

Man erwarte schwierige Wetterbedingungen mit hohen Wellen, die die Fahrt nach Spanien wenig angenehm machen werden, berichtet MailOnline. Einige der 629 afrikanischen Einwanderer seien inzwischen „aus Sicherheitsgründen“ auf Schiffe der italienischen Marine umgestiegen. Und so fordern die „Helfer“ auch weiterhin die Erlaubnis von Italien, im sizilianischen Hafen Catania  einlaufen zu dürfen.

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Hinweis für die „Geretteten“: Waffen an Bord verboten (screenshot YouTube)

Mitarbeiter von Doctors Without Borders fordern, dass die italienische Regierung die Migranten, unter denen sich sieben schwangere Frauen und 130 Kinder befinden sollen, „sofort“ in Catania von Bord gehen läßt, statt sie auf den viertägigen Trip auf See Richtung Spanien zu schicken. Die Sicherheit der Menschen gehe vor Politik, meinen sie auf Twitter. Interessant, dass eine eine Reporterin, die an Bord ist und für euronews berichtet, mit anderen Zahlen aufwartet: „An Bord befinden sich 629 Menschen, darunter vier Frauen und 11 Kinder“, so die Reporterin. 

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Fröhlich wirkende Kinder an Bord der Aquarius (screenshot YouTube)

„Das Beste wäre, sie in dem nächstgelegenen Hafen aussteigen zu lassen. Von dort können sie nach Spanien oder in andere sichere Länder gebracht werden“, beharren die selbsternannten Retter und lassen es auf eine Machtprobe mit der italienischen Regierung ankommen, statt sich in Bewegung gen Spanien zu setzten. (MS)

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