Aachener Beratungsstelle für Flüchtlinge vor Insolvenz

Cafe Zuflucht (Screenshot)
Cafe Zuflucht (Screenshot)

Die Aachener Beratungsstelle für Flüchtlinge, das „Cafe Zuflucht“, muss Insolvenz anmelden. Das gab der Trägerverein „Refugio“ am Montag bekannt. Der Grund: Fördergelder von Stadt und Land wurden gestrichen.

Ein Mitarbeiter von „Cafe Zuflucht“ soll als Schleuser tätig gewesen sein. Aus diesem Grund seien die Fördergelder nicht wie bisher üblich bewilligt worden, heißt es in einem Beitrag vom WDR. Bewiesen seien die Vorwürfe gegen den Mitarbeiter laut dem WDR jedoch noch nicht.

Dennoch sei das für das Land und die Stadt Aachen aber offenbar Grund genug, fast 90 Prozent der Fördergelder nicht auszuzahlen, so die nicht zu überhörende Kritik des öffentlich-rechtlichen Senders. Für den Flüchtlingsverein geht um rund 330.000 Euro Unterstützungsgeld – vom Steuerzahler erarbeitet und berappt.

Weil es keine adäquaten Beratungsstellen in der Region gebe, befürchten die selbstlosen Betreiber einen massiven Anstieg bei den Abschiebungen. Denn allein im letzten Jahr habe Cafe Zuflucht über 3.000 „Flüchtlinge“ beraten.

Allein die Aachener Nachrichten berichteten – allerdings hinter einer Bezahlschranke versteckt – darüber, dass die Staatsanwaltschaft gegen zwei der sechs Flüchtlingsberater ermittelt. (SB)

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