Typisch Merkel: Die „Verantwortung“ übernehmen, aber keine Konsequenzen tragen

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Eigentlich haben wir nichts anderes erwartet. Der öffentliche Druck ist so groß geworden, selbst die ihr untergebenen Journalisten haben aufgemuckt, jetzt, wo alles zu spät ist, da musste die Kanzlerin dann doch noch widerwillig reagieren.

Von Thomas Böhm

Und das tat sie in gewohnter Weise. Auf „Tag24“ lesen wir:

Die Kanzlerin sagte in der ARD-Sendung „Anne Will“, sie übernehme Verantwortung für aktuell diskutierte Missstände im Migrationsamt Bamf. „Ich bin für die Dinge politisch verantwortlich“, sagte sie.

Man habe damals in der Flüchtlingskrise viel geschafft, aber trotzdem nicht so ideal, wie man es sich heute vorstelle. Merkel sagte, wenn sie in der Zeit zurückgehen könnte, hätte sie beim Bamf sehr viel früher angefangen, sehr viel stärker ranzugehen.

Der Ausdruck „Nicht so ideal“ kann angesichts der vielen Toten, Vergewaltigten und aller anderen Opfer in diesem Land nur als zynisch bezeichnet werden, ist aber eben typisch für Angela Merkel, der das Mitgefühl so fremd ist, wie einem asozialistischen Linken die Freiheit.

Auch typisch für Angela Merkel ist, dass sie zwar pro forma (Bundeskanzlerin) die Verantwortung nimmt, aber mit Sicherheit andere opfert, um ihre Macht zu erhalten. Auch das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Allerdings weiß sie um die „solidarische“ Unterstützung der SPD und der Grünen und wiegt sich daher noch in Sicherheit. Sie wird also auch über diese Welle der Empörung ungehindert surfen können, weil sich ihr keiner wirklich in den Weg stellt.

„Unappetitlich“ ist auch ihr Ausspruch, sie habe damals, 2015, aus humanitären Gründen gar nicht anders handeln können. Als ob es „humanitäre Katastrophen“ erst ab diesem Zeitpunkt gegeben hätte, als ob sich „humanitäre Katastrophen“ auf den islamischen Teil dieser Erde beschränken. Angela Merkel zuckt noch immer mit keiner Wimper, wenn jeden Tag in Afrika tausende Kinder verhungern, ohne Wasser sind, wenn verarmte Menschen irgendwo auf dieser Welt an Krankheiten sterben, weil sie kein Geld für Medikamente haben, wenn in islamischen Ländern Christen verfolgt und ermordet werden oder wenn irgendwelche Despoten ihr Volk abschlachten, um einen Aufstand zu verhindern.

All diese Menschen müssen ohne Angela Merkels Hilfe versuchen, irgendwie am Leben zu bleiben, all diese Menschen, die kein Geld haben, um Schlepper zu bezahlen und die für die vielen NGO irrelevant sind, weil man mit ihnen keine Lorbeeren, Auszeichnungen und Preise gewinnen kann, sterben vor den Augen der Kanzlerin, weil sie ihrer Karriere nicht förderlich sind.

Dass bei so viel politisch kalkulierter Empathie selbst den eingeschworensten Merkel-Fans mittlerweile die Hutschnur platzt, ist verständlich. Vielleicht merken aber selbst diese, dass die Stimmung allmählich kippt. Und wer möchte – gerade als Journalist – nach einem Sturz auf der falschen Seite stehen.

Die „Bild“ ist umgeschwenkt und auch in der „Welt“ erklingen jetzt Töne, für die noch vor kurzer Zeit die Redakteure wie ehemals Troubadix bei Asterix auf den Baum bzw. aus den Redaktiongejagt wurden.

Wir lesen bei Stefan Aust:

Nicht nur die unfassbare Behördenkarriere Anis Amris, auch der aktuelle, furchtbare Fall der 14-jährigen Susanna, die mutmaßlich von einem „Flüchtling“ aus dem Irak vergewaltigt und ermordet wurde, macht den mutwillig herbeigeführten Kontrollverlust dieses Staates im Umgang mit der Massenmigration auf erschreckende Weise deutlich…

Das humanitär verbrämte Nichtstun der Kanzlerin, spätestens seit 2015, geschmückt mit einem freundlichen Gesicht und der optimistischen Phrase „Wir schaffen das!“, war und ist nichts anderes als ein politischer Offenbarungseid. Die systematische Überforderung sämtlicher Behörden von Polizei und Justiz, dazu die moralisch begründeten Flüchtlingsrabatte einer Duldung ohne Ende, Schlamperei und Inkompetenz kosten nicht nur Geld, sondern auch Menschenleben und lebenslange Verletzungen im inzwischen drei- bis vierstelligen Bereich.

Das Ergebnis eines BAMF-Untersuchungsausschusses, wenn er denn nicht noch von den Realitätsverleugnern im Parlament verhindert wird, dürfte die bittere Erkenntnis sein, dass der Amtseid der Bundeskanzlerin, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, im Rausch der grenzenlosen Barmherzigkeit zur bloßen Floskel verkommen ist.

Und nun, Herr Aust, nachdem Sie sich als „Einer von uns“, den Autoren der freien Medien, geoutet haben, was wird passieren? Wird Angela Merkel endlich abdanken oder gestürzt werden? Gibt es in der CDU wirklich noch Politiker mit Chuzpe?

Wir können und müssen wohl weiterhin auf die AfD setzen, sie ist die einzige Partei, die dieses Unrechtssystem ins Schwanken bringen und Merkel beim Surfen ein Bein stellen kann.

Aber das werden Aust und Kollegen wohl nie zugeben dürfen.

Wandere aus, solange es noch geht!
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