Berlin flippt aus: Trumps Botschafter will die Neue Rechte stärken

Richard Grenell „möchte Konservative in Europa stärken.“

Der neue US-Botschafter in Berlin Richard Grenell hat im Interview mit Breitbart.com den neuen Konservativen in Europa seine Unterstützung zugesagt. Das politische Berlin sieht sich entlarvt, der geschasste Kanzlerkandidat Martin Schulz bezeichnete den US-Botschafter als „rechtsextrem“.

von Collin McMahon

„Es gibt eine konservative Basisbewegung in Europa, aufgrund der gescheiterten Politik der Linken“, so Grenell. Es sei eine „aufregende Zeit“, gebe aber noch „viel zu tun“ so der Botschafter, der ehemalige Pressesprecher der USA bei der UNO und erste bekennende Homosexuelle in dem Amt. Grenell nannte u.a. den österreichischen Kanzler Sebastian Kurz einen „Rockstar“: „Ich bin ein Riesenfan.“

Seit der Wahl Trumps gebe es in den deutschen Medien fast durchweg nur Ablehnung des US-Präsidenten, stellte Grenell fest, und nannte das berüchtigte Titelbild des Spiegel, bei dem Trump die Freiheitsstatue köpfte. Die richtige Strategie im Umgang damit sei, sich an die normalen Bürger und die „schweigende Mehrheit“ zu wenden. Es gebe einen „enormen Rückhalt“ für konservative Politik, die sich gegen Masseneinwanderung, Bürokratie und exzessive Steuern richtet, so Grenell im Gespräch mit Chris Tomlinson von Breitbart London.

In einem zweiten Artikel kritisierte Grenell die Masseneinwanderung, und speziell den Familiennachzug, den Trump als „Kettenmigration“ gegeißelt hat. Grenell äußerte die Sorge der USA über unbeschränkte Einwanderung nach Deutschland, da die USA von deutschen Staatsbürgern keine Visa verlangen. „Wir müssen mit den verantwortlichen Politikern und Behörden zusammenarbeiten, damit wir genau wissen wer sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in Deutschland aufhält“, sagte Grenell. Die Geheimdienste in Deutschland seien sich des Problems durchaus bewusst, so der neue US-Botschafter. „Leider gibt es in Deutschland Politiker, die die Sicherheitbehörden nicht wirklich unterstützen.“

In einem dritten Artikel auf Breitbart thematisierte Grenell den katastrophalen Zustand der Bundeswehr. „Die deutschen Militärs wissen, dass Sie ein Problem mit der Gefechtsbereitschaft haben. Ihre U-Boote funktionieren zum Beispiel nicht, die Bundeswehr ist nicht einsatzbereit. Gleichzeitig wollen sie im Januar dem UNO-Sicherheitsrat beitreten. Wenn man den Sicherheitsrat anführen will, sollte man zumindest in der Lage sein, eine gewisse eigene Sicherheitsleistung vorzuweisen.“

Die schmerzhaft treffenden Kommentare des US-Botschafters wurden in der ehemals konservativen Union und ehemals konservativen Zeitungen wie DIE WELT mit Bestürzung aufgenommen. „Wir haben die US-Seite um Aufklärung gebeten, ob die Äußerungen tatsächlich in der Form so gefallen sind, wie sie wiedergegeben wurden“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Berlin laut „Welt“. Grenell benehme sich nicht wie ein Diplomat, „sondern wie ein rechtsextremer Kolonialoffizier“, sagte der gescheiterte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz.

„Die Welt“ zitierte außerdem Elmar Brok (CDU), Berichterstatter des EU-Parlaments für die Beziehungen zu den USA. Grenells Interview „auf der rechtsextremen Plattform Breitbardt“ (sic) sei „ein Hinweis darauf, dass die amerikanische Politik doch lieber eine Kooperation mit dem autoritären Putin als mit den Demokraten in Europa führen möchte.“ Beweise für diese skandalöse Behauptung nannte Brok nicht, sondern schien geradezu erpicht darauf, einen Keil zwischen der Union und Washington zu treiben. Die amerikanische Regierung müsse in dieser Angelegenheit „eine Klärung herbeiführen,“ so der Studienabbrecher Brok.

„Wir freuen uns, dass der neue US-Botschafter die Probleme in Berlin und Deutschland so klar erkennt und auch benennt“, sagte Petr Bystron, AfD-Obmann im Auswärtigen Ausschuss. „Die Aussagen von Martin Schulz zeigen, wie links, wie überheblich und wie realitätsentrückt die politische Kaste ist: für diese Leute ist jeder ein Nazi – sogar der US-Botschafter.“

Bystron freute sich auf die Zusammenarbeit mit Grenell: „Wie Humphrey Bogart in ‚Casablanca‘ gesagt hat, könnte das der Beginn einer wunderbaren neuen Freundschaft sein.“

 

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Collin McMahon ist Autor und Übersetzer. Er schreibt ein Buch über Donald Trump und die konservative Revolution, das im Antaios Verlag erscheint. 

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