Belgien: Islamische Hinrichtung, weil Behörde versagt hat!

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Ermordete Polizistinnen in Lüttich (screenshot Twitter)

Nur wenige Tage nachdem der Islamgläubige Benjamin Herman im belgischen Lüttich drei Menschen unter dem Schlachtruf „Allahu Akbar“ niedermetzelte, werden immer mehr Details bekannt. Und die deuten wieder einmal auf ein Behördenversagen hin. Als Kleinkrimineller ging Herman in den Knast, trat dort dem Islam bei, radikalisierte sich und bekam trotzdem Ausgang. Eine Entscheidung, die – wieder einmal – drei unschuldigen Menschen das Leben kostete. 

von Marilla Slominski

Der Muslim Benjamin Herman greift am Vormittag des 29. Mai gezielt die beiden Polizistinnen Lucile Garcia (54) und ihre Kollegin Soraya Belkacemi (45) von hinten mit einem Messer an, sticht sie nieder, entwendet ihnen die Dienstwaffen und richtet die beiden wehrlosen Frauen auf offener Straße regelrecht hin. Danach erschießt er den 22-jährigen Lehrer Cyril Vangriecken und nimmt in einer Schule zwei Frauen als Geiseln. Einer von ihnen teilt er mit, er werde sie verschonen, weil sie Muslima sei. Bei der anschließenden Schießerei mit mit der Polizei, bei der vier Beamte verletzt wurden, war der islamische Mörder Benjamin Herman von Spezialeinsatzkräften getötet worden.

Am Tag vor den Morden in Lüttich soll Herman den ehemaligen Zellengenossen Michael Wilmet, 30 erschlagen haben. Mit ihm hatte er am Montagabend gemeinsam einen Raubüberfall begangen. Der 30-jährige wurde in Marche-en-Famenne in der Nähe von Lüttich, tot aufgefunden. Inzwischen soll der IS die Verantwortung für das Blutbad in der knapp 200.000 Einwohnerstadt Lüttich übernommen haben.

48 Stunden Ausgang waren dem 31 Jahre alten Herman gewährt worden, der seit 2003 wegen Diebstahls, Körperverletzung und Drogendelikten einsaß und der 2020 wieder in die Gesellschaft „reintegriert“ werden sollte. In diesen wenigen Stunden nahm er vier Menschen das Leben. Zurück bleiben entsetzte Angehörige, Freunde und am Boden zerstörte Kollegen.

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Mutter und Bruder von Soraya Belkacemi besuchen den Ort, an dem die Polizistin starb (screenshot MailOnline)

Nun wird wegen eines „terroristischen Hintergrundes“ ermittelt und geprüft, ob der Koran-Anhänger allein gehandelt hat. Der belgische Premierminister Charles Michel musste inzwischen zugeben, dass Herman indirekt in drei Berichten im Zusammenhang mit islamischer Radikalisierung aufgetaucht war und trotzdem Freigang bekam. Er sei aber nicht direkt als radikaler Islamist benannt worden, es sei um andere Situationen gegangen, versucht  sich Premier Charles Michel nun herauszureden. Er habe auch nicht auf der Liste von islamischen Terror-Verdächtigen gestanden.

Justizminister Koen Geens sagte indessen, er fühle sich „verantwortlich“ für das Blutvergießen vom Dienstag: „Die Frage, ob dieser Mann hätte entlassen werden dürfen, steht im Raum. Er hat drei völlig unschuldige Menschen getötet und war selbst bereit zu sterben“, sagte Koen Geens gegenüber RTBF.  „Ich muss mein eigenes Gewissen prüfen.“
Zuvor hatte Geens die Entscheidung, dem Angreifer Gefängnisurlaub zu gewähren, noch verteidigt und erklärt, es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass sich dieser Ausgang von den 13 anderen unterscheiden würde. Eine Radikalisierung sei nicht bemerkt worden.

Inzwischen wächst die Besorgnis angesichts des Risikos, dass in den Gefängnissen radikale Islamisten herangezogen werden. Immer wieder seien es Ex-Sträflinge mit dem Koran im Kopf, die in Europa Attentate begehen, berichtet MailOnline.

„Sie kommen als Drogenhändler und gehen als salafistische Dschihadisten“, so eine Sicherheitsquelle. Hunderte den Behörden als gewaltbereite Islamgläubige bekannte Gefangene werden in den kommenden Jahren aus den Gefängnissen Belgiens entlassen, warnte das belgische Parlament bereits im vergangenen Jahr. Ein Idee, wie sie die Bürger vor diesen radikalen Allahu-Akbar-Verehren schützen können, haben sie anscheinend weiterhin nicht.

 

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