Die AfD, deren Gegner und die von ihnen unterstützten „Bereicherungen“

Foto: AfD Twitter Screenshot
Foto: AfD Twitter Screenshot

Demos und Gegendemos – Wofür steht wer?

 AfD-Großdemo in Berlin – Eine Analyse der unterschiedlichen Seiten und ihrer Ziele

Politisch gibt es in Deutschland aktuell zwei grundlegend verschiedene Seiten und Richtungen:  „Böse“ sogenannte „Rechte“, die gegen die aktuelle Regierung sind und „gute“ sogenannte „ linke“ Gegendemonstranten für die aktuelle Regierung und eine „bunte“, „tolerante“, „weltoffene“ Gesellschaft“, zumindest nach der flächendeckend recht plumpen Berichterstattung der Mainstream-Medien. Man könnte auch sagen: Die einen mögen es „bunt“ und wollen unbedingt „bereichert“ werden, was immer das auch heißen mag; die anderen wollen das nicht und gehen deshalb auf die Straße. Wofür stehen die unterschiedlichen Seiten in der aktuellen Politik genau? Ein Rückblick allein auf das letzte Wochenende und zwei Wochen im Mai geben vielleicht einige Aufschlüsse.

 Von Andreas Köhler

Gestern gab es erneut Proteste aufgebrachter Bürger, die auf die Straße gingen und auf Anti-Merkel-Demos in Kandel, München, Solingen, Bruchsal und anderen Orten Deutschlands gegen die aktuelle Regierung demonstrierten. Auch am letzten Sonntag (27. Mai 2018) fand in Berlin eine Großdemo mit mehreren tausend Demonstranten gegen die Bundesregierung und ihre Politik statt. Veranstalter war die AfD. Demonstriert wurde für die Rückgewinnung der schwindenden Demokratie in diesem Land und gegen die Fortsetzung der aktuellen „Gesinnungsdiktatur“.  Demonstriert wurde ebenfalls für die Einhaltung geltenden Rechts und gegen die Rechtsbrüche der Regierung.

Demonstriert wurde für die Meinungsfreiheit und gegen Zensur. Demonstriert wurde auch für die Wiederherstellung der staatlichen Ordnung und gegen die Hinnahme ausufernder Gewaltexzesse und andere gravierende Formen von Kriminalität durch Zuwanderer, die von der Regierung in großen Massen ins Land geholt werden, auch illegale, die allesamt pauschal als „Flüchtlinge“ gelten. Im Vordergrund der Demo stand die Rückgewinnung der Demokratie, die Erhaltung Deutschlands sowie Schutz und Sicherheit für die Bürger.

Exakt auf der anderen Seite standen die Gegner dieser Grundsätze. Diese hatten zur Gegendemonstration aufgerufen, weil sie gegen die Forderungen der – im Prinzip einzigen wirklichen – Opposition im Bundestag sind. „Einzig“ deshalb, weil es sich bei FDP und insbesondere bei Grünen und Linken mittlerweile um sogenannte „Konsens-Parteien“ handelt, die diese Regierung und das von ihr seit 2015 etablierte „neue System“ im Umgang mit „Demokratie“ und Bürgern – trotz ein wenig Geplänkel – letztendlich vehement und nachhaltig stützen.

Dazu zählen auch gravierende Entscheidungen, die an einer „Demokratie“ und ihren Bürgern völlig vorbeigehen – z.B. die Grenzöffnung für alle und jeden im Jahre 2015 und damit die Überschreitung und Aushebelung geltenden Rechts, bei der der Bundestag als demokratische Instanz schlichtweg übergangen wurde – und man spätestens seit dem nicht mehr von einer echten „Demokratie“ sprechen kann.

Wofür die Gegenprotestler stehen, wurde bereits erwähnt. Auf jeden Fall positionierten sie sich für die Fortsetzung all dessen, wogegen die AfD ist – und damit zugleich gegen die AfD selbst, die ihnen ein großer „Dorn im Auge“ ist. Denn diese junge Partei „erdreistet“ sich, gegen die Etablierten und gegen die Kanzlerin – manche nennen sie auch „die Führerin“ – zu opponieren. Zudem will die AfD zumindest erst einmal das Deutschland von 2014 zurück haben, was die Gegendemonstranten vehement – sogar unter Verzicht auf rechtsstaatliche Mittel – verhindern möchten, da das, was die AfD als eine Mischung aus „Anarchie“ und „Diktatur“ erachtet, für sie ein erstrebenswerter Zustand ist. Für sie ist die AfD angeblich eine sogenannte „Nazi“-Partei, die nicht „bunt“ und nicht „tolerant“ sei, was immer auch unter „bunt“ und „Toleranz“ gemäß individueller Auslegung verstanden werden kann. Aber dazu später mehr.

Nun gut: Nun steht diese junge Partei politisch zwar nicht links wie die „Sozialisten“ (Erinnerung: National-„Sozialisten“), sondern rechts, was inhaltlich heute der früheren „Mitte“ bzw. der früheren CDU gleichkommt, aber das spielt offensichtlich keine Rolle, denn die AfD hat sich zum Ziel gesetzt, einer Deutschland immer weiter zerstörenden regelrechten „Freak-Show“ ein Ende zu bereiten.

Eine Katastrophe aus Sicht jener, die glücklich darüber sind, die frühere „spießige“ Ordnung über Rechtsstaat & freie Meinungsäußerung  endlich durch eine neue Ära im Stile eines Mix aus Münsteraner Wiedertäuferreich und Sodom & Gomorra  ersetzt zu sehen, gepaart mit ein bisschen „Fickificki“ und ein „bisschen“ DDR-Flair, was die Nachrichten anbetrifft. Ein bisschen „Goebbels“ finden sie auch irgendwie nicht schlecht, wenn man z.B. an Bücherverbrennungen, Zensur oder direkt an Heiko Maas denkt, der wie eine Reinkarnation von damals wirkt, nur eben offensichtlich nicht so klug wie der Durchschnitt.

Auf der Seite der blauen „Spießer“, die von offensichtlich von Farbenblinden als „Braune“ tituliert werden, was aus dem Slogan „Bunt statt braun“ abzuleiten ist, waren laut Demonstranten 10.000 Menschen auf die Straße gegangen, während das Regierungsfernsehen von der Hälfte der Teilnehmer spricht, dafür aber von 25.000 Gegendemonstranten, die 20.000 feiernde Teilnehmer des zusätzlich stattfindenden Musik-Festivals im Sinne der Regierenden mit einschließt. „RT Deutsch“ hat 12.000 AfD- und insgesamt 5000 Gegendemonstranten gezählt. Die Pressemitteilung der AfD-Pressestelle spricht verhalten von 8.000 Teilnehmern.

Beide Seiten zeigten sich von der jeweiligen Demo begeistert und nahezu euphorisch, die einen für Deutschland, die anderen dagegen. Unter dem Gesang von „Die Gedanken sind frei“ brach der Demonstrationszug dann vom Hauptbahnhof zum Bundeskanzleramt auf.

Im Live-Streaming sah man eine – offensichtlich nicht enden wollende – Masse an Menschen mit Deutschlandfahnen, die aktuell unter lauten Protesten linker Ideologen und fanatischer Merkel-Regierungs- und Gesinnungs-Diktatur-Anhänger, die sich vehement dafür einsetzen, dass alles im Land so bleibt, zum Bundeskanzleramt ziehen.

Die AfD-Demonstranten rufen „Wir sind das Volk!“, „Merkel muss weg!“ und „Widerstand!“. Die von der aktuellen Politik unterstützten Merkel-Sympathisanten rufen „Ganz Berlin hasst die AfD!“, „Nazis raus!“, „Deutschland verrecke!“ und „Nie, nie, nie wieder Deutschland!“

Das alles erinnert einen als Beobachter wie auch als Teilnehmer stark an die letzten Tage vor der Wende in der damaligen DDR, nur mit dem Unterschied, dass es heute viele fanatische Anhänger dieser messbar totalitär agierenden Regierung gibt, die – so die Stimmen – wollen, dass Deutschland, das es angeblich nie wieder geben soll, wortwörtlich „verreckt“.

Darunter auch jene Anti-AfD-Demonstranten, die offensichtlich nicht wirklich darüber informiert sind, was in diesem Lande in Wahrheit täglich vor sich geht oder schlichtweg ideologisch verbrämt sind und sich dieses „4. Reich“ unter Merkel – wie einige es mittlerweile nennen – tatsächlich wünschen. Dazu gehören Parteien wie Grüne, Linke, SPD und Piraten, Kirchen und Gewerkschaften, Türken, Kurden, Deutsche sowie eine große Anzahl unterschiedlicher Aktivisten, Vereine und Organisationen, die man auf der Liste der Unterstützer findet:

Allmende e.V.-Haus alternativer Migrationspolitik und Kultur, aktion ./. arbeitsunrecht e.V., Aktionsbündnis #NoBärgida, Anarche Berlin, Antifa Friedrichshain, Antifaschistische Jugendorganisation Charlottenburg (AJOC), ALJ – Antifaschistische Linke Jugend Berlin, nwohnerinitiative für Zivilcourage gegen Rechts, Aufstehen gegen Rassismus, AgR Berlin, AgR Chemnitz, AgR Hamburg, Aufstehen gegen Rechts Mitteldeutschland, Berliner Arbeitslosenzentrum evangelischer Kirchenkreise e. V. (BALZ), Berliner Bündnis gegen Rechts, Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER), Berliner Ringtheater, Bildungskoordination Harzer Kiez, Birlesik HAZIRAN Hareketi Berlin, Bizim Kiez – Unser Kiez, Berlin Global Village e.V., Berlinerinnen und Berliner für mehr Personal im Krankenhaus, BRAIN e.V., Bündnis 90/Die Grünen Landesverband Berlin, Bündnis 90/Die Grünen Kreisverbände: Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain/Kreuzberg, Lichtenberg, Mitte, Neukölln, Reinickendorf, Tempelhof/Schöneberg, Bündnis Frauen*kampftag, Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, Bündnis Neukölln – Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt, BUNDjugend Berlin, Cansel Kiziltepe, Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD), Prof. Christoph Stefes, PhD (Universität Colorado Denver), Dest-Dan, Frauenrat Berlin, Cuba Sí, Demokratie in Bewegung, DGB Jugend Berlin-Brandenburg, DiEM 25, Die Linke. Landesverband Berlin, Bezirksverband Friedrichshain-Kreuzberg, LAG Antifaschismus Linke Berlin, Die Linke.SDS – Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband Berlin, Egotronic, Ende Gelände, Evangelische Jugend Neukölln, extramural e.V., Dr. Gisela Notz, Faust hoch gegen die AfD, Flüchtlinge willkommen, Flüchtlingsrat Berlin Brandenburg, Förderverein Teddy e.V., Frauen* gegen die AfD, GEW, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Gedenkort Fontanepromenade 15 e.V., GloReiche Nachbarschaft, Junge GEW, GRIPS Theater, Grüne Jugend Bundesverband, Grüne Jugend Berlin, HDP/HDK Berlin Brandenburg, Humanistische Union e.V. – Landesverband Berlin-Brandenburg, IG Metall-Bildungszentrum Berlin, IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen, IMLEERENRAUM – das kulturpädagogische Zentrum Schöneberg, Informationsdienst: für kritische Medienpraxis, Inssan e.V., Interventionistische Linke Berlin, Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland, Joachim Fichtner, Kfz-Projekt IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jüdische Stimme für gerechten Frieden, Jüdische Antifa, Jugendnetzwerk Lambda, Jusos Chemnitzjuso, Jusos Berlin, KanTe – Kollektiv für angepasste Technik, kein bock auf nazis, Kleiner Fünf, KommMit e.V. / BBZ, KommRin e.V., Kulturverein Brücke 7 e.V., KURVE Wustrow – Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e.V., la:iz (FU Berlin), linksjugend [’solid] Berlin, mensch meier., Prof. Dr. Michael Kobel (Dresden, AG Arbeit und Ausbildung für Geflüchtete im Netzwerk Willkommen in Löbtau e.V.), Moabit hilft, Motorradclub Kuhle Wampe, Marxistisches Forum in der Partei Die Linke, Naturfreunde Berlin, Naturfreundejugend Berlin, Nav Dem e.V. Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland, Netz der Berliner Kollektiv-Betriebe, Netzwerk Flüchtlinge „Berlin hilft“, Netzwerk Recht auf Stadt Hamburg, NGG (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten) Berlin-Brandenburg, Neisse-Film-Festival, Odenwald gegen Rechts – Bunt statt Braun!, Omas gegen Rechts, Pascal Meiser (MdB DIE LINKE für Friedrichshain-Kreuzberg und Prenzlauer Berg-Ost, PIRATEN Berlin, Prof. Dr. Philipp Sandermann, Prof. Dr. Petra Hiller, Querverlag, Radio Havanna, Rasmus Andresen, MdL B90/die Grünen, Rattenbar-Kollektiv, Rolf Becker (Schauspieler), RiA – Risse im Asphalt (HU Berlin), Spandauer Bündnis gegen Rechts, SPD Berlin, SPD Ortsverein Wildau, Stadtteilbüro Friedrichshain, St. Pauli selber machen, Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte, TBB – Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg, The Coalition Berlin, Theater an der Parkaue, Undercurrents – Forum für linke Literaturwissenschaft, Unkraut Kollektiv Berlin, Verband für interkulturelle Arbeit VIA e.V. Berlin/Brandenburg, Ver.di Berlin, Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V, VVN-BdA e.V., Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, We’ll Come United, Woven Theatre Project e.V., YXK, Verband der Studierenden aus Kurdistan, ZECKO – Antifaschistisches Lifestyle-Magazin

Dass diese Unterstützer gegen die AfD sind, sollte jedem klar sein. Schauen wir uns aber einmal an einigen Beispielen an, WOFÜR diese Gegendemonstranten, Merkel-Fans und Grün-Links Aktivisten sich nun tatsächlich einsetzen. Wir hatten bereits gehört, dass alles so chaotisch bleiben soll und Deutschland mit Nachdruck  („verrecke“) abgeschafft werden soll. Doch wie sieht das im Detail aus?

Schauen wir uns dazu einige Nachrichten allein der letzten zwei Woche auf einer Wissens-Seite an, die nach einer kurzen Einleitung zum Thema psychologische Diagnostik einen kleinen Auszug von dem zeigt, was uns die aktuell herrschende Politik als „Bereicherung“ verkauft und die Sympathisanten der Regierung als solche verstehen und aus ihrer Wahrnehmung heraus gutheißen. Fündig werden wir hier:

https://www.personalpsychologie-nrw.de/folgen-unterlassener-psychologischer-diagnostik-politik/

 

 

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...