Grundgesetzänderung zugunsten des „Dritten Geschlechts“

Regenbogenfahne (Foto:Durch Prazis Images/shutterstock)
Regenbogenfahne (Foto:Durch Prazis Images/shutterstock)

Das Grundgesetz soll geändert werden – zugunsten von homo-, trans- und anderswie sexuellen Menschen. Hinter der Initiative stehen die fünf Bundesländer Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg, Bremen und Thüringen, allesamt von SPD, Linken, Grünen und FDP regiert.

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“, heißt es bisher in Artikel 3, Absatz 3. Nun soll die Ergänzung „wegen der sexuellen und geschlechtlichen Identität“ hinzugefügt werden, gab der Bundesrat am gestrigen Mittwoch auf Twitter bekannt.

screenshot Twitter
Regenbogenfahne zieht ins Grundgesetz ein (screenshot Twitter)

Mit dieser Änderung sollen die Rechte von Homo- und Transsexuellen gestärkt werden.  Schließlich seien Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender sowie trans- und intergeschlechtliche Menschen immer noch Anfeindungen, gewaltsamen Übergriffen und Benachteiligungen ausgesetzt, heißt es in der Begründung. Das Diskriminierungsverbot im Grundgesetz könne sie noch besser vor schützen.

Im ersten Halbjahr 2017 seien exakt 130 Straftaten aufgrund der sexuellen Orientierung der Opfer registriert worden – im Vergleich zu 102 Fällen im gleichen Zeitraum 2016. (MS)

 

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