WELT dreht durch: Joseph Beuys im Visier dekadenter Nazijäger!

Joseph Beuys ein Nazi? (Foto: Imago)
Joseph Beuys ein Nazi? (Foto: Imago)

In Hans Peter Riegel hat die Lügenpresse den richtigen Autor gefunden, um einen international angesehenen Künstler und Gründungsmitglied der GRÜNEN zu diffamieren! Mit der „Völkischen Sekte“ sind die Betreiber der Waldorfschulen und grünen Kitas gemeint. Ganz schön gaga!  

Von Klaus Lelek

Der geistige Müll war gut versteckt. Wer interessiert sich schon für moderne Kunst? Kurz vor dem Impressum tauchte sie auf, die unheilgeschwängerte Headline eines „Gebührenpflichtigen Artikels“: „Künstlerlegende Beuys ein Nazi-Propagandist“. Dass man sie nicht gleich in Fraktur gedruckt und das „S“ im Nachnamen des international geachteten Künstlers als „Siegrune“ verunstaltet grenzt an ein Wunder. Auch die Unterzeile auf der Google-Seite hat es in sich. Da heißt es weiter: „War Beuys ein Rechter, der Propaganda für eine völkische Sekte betrieb?“ Und dann kommts knüppeldick: „Müssen wir seine Werke aus den Museen räumen?“  Da ich einerseits als Gründungsmitglied der Grünen Herrn Beuys in Karlsruhe persönlich kennen gelernt habe, ebenso wie fast alle seine Werke in diversen Museen, andererseits für einen solchen abenteuerlichen Schwachsinn auch nicht einen Cent ausgeben wollte, habe ich mich sogleich auf die Suche des Schrottplatzes gemacht und dabei ein stinkendes Fass nach dem anderen geöffnet.

Ich brauchte nicht lange suchen denn schon vor vierzehn Tagen versuchten die behämmerten Bilderstürmer ihren Jauchekübel an den Mann zu bringen. Kostenlos unter anderem Autor aber mit ähnlicher Rubrik: „Das rechte, völkische Gedankengut des Joseph Beuys“. Es geht um eine über 600 Seiten starke, bereits fünf Jahre alte Enthüllungsbiografie von Hans Peter Riegel, die den Anspruch erhebt den politisch in der Friedens- und Umweltbewegung stark engagierten Künstler vom Sockel zu stürzen. Dabei ging es dem Autor nicht nur darum, Beuys „Filz-und-Fett-Kriegsgeschichte“ als Fake zu entlarven, sondern dem Künstler, der sich wie kein anderer gegen Nato-Doppelbeschluss und Stationierung von US-Raketen einsetzte und immer wieder seine traumatischen Kriegserlebnisse verarbeitet, als unbelehrbaren Nachkriegs-Nazi zu diffamieren. Dazu gehört, man höre und staune, auch seine Verehrung für Rudolf Steiner, dem Gründer der Anthroposophen. Dieser unglaubliche, ja ungeheuerliche indirekte Vergleich – Steiner-Anhänger gleich Nazis – hat der Weltbericht bereits in einem Vorgängerartikel gezogen. Unter der Überschrift „Das ist völkische Diktion in Reinkultur“ kann man sich folgende Brühe reinziehen und dann anschließend den Demeter-Wein und das Bio-Gemüse auskotzen, dass man vorher noch mit Genuss eingenommen hat:

“Aber die eigentliche Sprengkraft des Buches liegt in dem Nachweis, welchen gewaltigen Einfluss die anthroposophische Lehre Rudolf Steiners auf Beuys’ Werk hatte. Riegels These: Beuys habe zeit seines Lebens unter einem grünen, anarchistischen Deckmäntelchen die Welt mit völkischen und totalitären Ideen in der Nachfolge Steiners missioniert. Wer die 500 Seiten starke Abhandlung mit mehr als 1300 Fußnoten gelesen hat, wird Beuys in einem anderen Licht sehen.”

Im Klartext: Beuys wird hier mehr oder weniger als Nazi diffamiert, weil er für die Anthroposophen Werbung machte: Eine Organisation, die nicht nur maßgeblich zur Ökologie- und Umweltbewegung beigetragen hat – Stichwort Demeter, ökologischer Landbau – sondern auch 250 Waldorfschulen, ebenso viele Kitas, viele Altersheime, Krankenhäuser und Kurheime und sogar eine Universiät (Herdeke) betreibt. Auch meine Hausärztin im Textorhaus Frankfurt steht der Steiner-Lehre nahe. Komisch, dass mir diese „völkisch totalitäre“ Atmosphäre im Haus noch nicht aufgefallen ist. Und dann noch der Bioladen „Karotte“ (ältester Bioladen Frankfurts), wo man völkisches Gemüse kaufen kann. Überall liegt Nazi-Propaganda-Material herum, das auch noch in so einer komischen völkischen Schrift gedruckt ist. Und dann gibt’s noch die Euryhtmie. Da werden germanische Nazi-Runen getanzt.

Merkwürdig ist nur, warum sich noch nicht die vielen Patienten mit Migrationshintergrund – darunter auch Muselmuttis mit entsprechendem Outfit –  beschwert haben. Nicht merkwürdig ist, dass die Welt, diesen unsäglichen verlogenen Schund haltloser Diffamierung gerade jetzt wieder auspackt. Unsere Museen brauchen wie in Utrecht Platz für Denkmäler gestürzter weißer Männer, Platz für Kunst-Installation für IS-terroristen – wie in Berlin – oder Ausstellungen in denen Kriminalität verherrlicht wird. Beuys war nie dekadent. Nach dieser überall sich verbreitenden dekadenten Mist wäre er – als Nazi verfemt – heute wahrscheinlich AfD-Mitglied! Und dann würden seine Filz-Vitrinen wirklich auf den Müll wandern! Wetten????

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

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41 Kommentare

  1. „Wer interessiert sich schon für moderne Kunst?“

    Hochanständig von Ihnen, Herr Lelek, sich schützend vor Steiner (1861 -1925) und Beuys (1921 – 1986) zu stellen und den billigen Angriffsversuch eines Merkel-Gepolten, der hier versucht mit einer Plastik-Nazikeule – made in China? – zwei herausragende Persönlichkeiten der deutsch-österreichischen Geisteswelt anzugreifen, wohl um sich damit selbst – kurzfristig – ins Rampenlicht zu bringen.

    „In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes.“ – Andy Warhol, 1968

    Die positive Wirkung der Anthroposophie auf die vielen Bereiche, die Lelek erwähnt, kann in der Tat kaum überschaut werden. Beide, Steiner und Beuys, haben ein umfangreiches schriftstellerisches Werk hinterlassen, und Beuys hat nie einen Hehl daraus gemacht, von Steiners Anthroposophie stark beeinflusst zu sein, woraus aber kein ernstzunehmender Einwand gegen ihn entstehen kann.

    Seine „Aktionskunst“ ist vermutlich nicht der beste Einstieg in seine Gedankenwelt, sondern seine Schriften, die ganz wesentlich um das Problem des Gemeinwesens kreisen („soziale Skulptur“) und meines Erachtens viele gute Ideen und sehr ursprüngliche Gedanken enthalten.

    Dass Joseph Beuys eine ernstzunehmende geistige Persönlichkeit war oder ist, sehe ich auch darin bestätigt, dass sich Max Bense, Arnold Gehlen und Max Bill 1970 für eine Podiumsdikussion mit Beuys zur Verfügung gestellt haben:

    Fernsehaufzeichnung: Wochenendforum – Kunst und Antikunst – 27.01.1970

    Das L’art pour l’art ist Beuys fremd. Kunst hat für Beuys eine selbsttherapeutische (Krieg und Kriegsgefangenschaft), auch eine gesellschaftstherapeutische Funktion. Künstlerische Perfektion wird hier garnicht angestrebt. Beuys versteht sich – als Künstler – eher als eine Art Schamane denn als ein Künstler (was nicht zuletzt auch eine Frage der künstlerischen Begabung im engeren Sinne ist, was Beuys bei Gelegenheit der o. g. Podiumsdiskussion auch einräumt. Das sind die – charakterlichen – Feinheiten, auf die man stets achten sollte).

    Während bei Steiner die Gefahr besteht, dass er als Künstler – insbesondere als Architekt – unterschätzt wird, obwohl die moderne Architektur erheblich von ihm gelernt hat (Le Corbusier, Frank Lloyd Wright…), besteht bei Beuys die Gefahr, dass er als Denker unterschätzt wird. Er ist kein begnadeter Redner, hat aber einiges zu sagen, das gerade jetzt vielleicht sogar aktueller ist denn je:

    Die symbolische Dimension der Demokratie – Bert Rebhandl – derStandard, 18.01.2013

    Der Angriff von Links (= der bekannte marxistische Betrug) auf Steiner und Beuys kommt nicht von Ungefähr. Allerdings handelt es sich um ein Dauer-Phänomen:

    Wiki: „Ende der 1950er Jahre hatte sich Gehlen um eine Soziologie-Professur an der Universität Heidelberg bemüht. Max Horkheimer und Theodor Adorno machten ihren Einfluss geltend, um die von Karl Löwith unterstützte Berufung Gehlens auf einen Heidelberger Lehrstuhl zu verhindern. … Gehlens Berufung scheiterte.“

    Ob Karl Löwith die Berufung Gehlens wirklich-wirklich unterstützte, sei mal dahingestellt, vielleicht sollte das ja auch bloß so aussehen.

    Steiners Anthroposophie ist – vereinfacht gesagt – eigentlich das Ergebnis des Zusammenbringens europäischer und indischer Geisteswelt, was – das 19. Jhd. betreffend – vielleicht maßgeblich auf das Konto von Schopenhauer geht. Bei Steiner überwiegt leicht, bei Schopenhauer stark die indische Komponente (allerdings verschiedene Traditionen bzw. spezielle verschiedene Lesarten).

    Genau darin liegt aber eine Beschränkung der Anthroposophie. Sie verbleibt im Esoterischen, bildet einen eigenen kleinen Strom, der sich nicht ohne weiteres mit dem europäischen Hauptstrom (der Hauptschlagader) – seit Kant mit Deutschland als geistigem Zentrum – vereinigen lässt, bildet eine Art geistige Enklave oder ein geistiges Ghetto (aber für finanziell Bessergestellte).

    Steiner scheint diesen Hauptstrom nicht gesehen zu haben, was ich mir in seinem speziellen Fall daraus erkläre, dass er der Suggestion von Schopenhauer und Goethe erlegen ist, was man sich wiederum daraus erklären kann, dass Schopenhauer ein hervorragender Stilist war – er konnte schreiben – und Goethe viel Interessantes zu bieten hatte, zum Beispiel die Farbenlehre (worin das Interessantere aber der historische Teil ist).

    Dass er ihn nicht gesehen hat, den Hauptstrom, kann man sich wohl auch erklären aus älteren theosophischen Traditionen in Europa (und in den USA), die mit der Kabbala zu tun zu haben, was allerdings eine orientalische Tradition ist. Die Blavatsky und ihre „Theosophische Gesellschaft“ muss man gar nicht erst bemühen. Das Entscheidende (im Unterschied zum bloß Interessanten), auch Lebensentscheidende, ist aber das, was sich im Hauptstrom abspielt. Und was das betrifft, hat Steiner einiges schlichtweg nicht richtig verstanden, z. B. Kant (was aber auch nicht so leicht ist).

    Beuys steht der Anthroposophie nahe, hat aber hat noch andere Bezugspunkte und ist dadurch – in seinen Gedanken – meiner Empfindung nach gedanklich freier beweglich als die Anthroposophen, im Allgemeinen.

    Auch und gerade für die Freiheit (der Gedanken, hier fängt alles an) gilt aber: „Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.“ – Erich Kästner

    – – – – –

    The Beuys Are Back In Town – Thin Lizzy (1976)

  2. Davon mal abgesehen, daß ich Probleme habe, das was Beuys gemacht hat als Kunst zu sehen, finde ich es abartig, wie nun ständig versucht wird, auch und gerade bei Toten die sich nicht mehr wehren können, Alles und Jeden zu einem Nazi zu machen.

    Wer das tut muß irgendwie krank sein. Vermutlich eine Naziphobie.

    Dazu fällt mir nur dieses Bild hier ein: https://www.pinterest.de/pin/93309023509207707/

  3. Also mich erstaunt immer wieder, wie total bescheuert die „antifa“ typen alles durchforsten um irgend etwas „nazi verdächtiges“ zu finden. Diese typen sind wirklich geisteskrank. Sich zum volk gehörig zu finden ist doch ganz neutral. Warum sind die begriffe: volk, völkisch, heimat, deutschland, so verdächtig?????
    Sind die antifatypen den heimatlose, staatenlose rumstreuner auf dem planeten??????

  4. Wie nennt man das, wenn Menschen in hysterischen Meuten desto mehr X (hier „nazis“) jagen , obwohl es praktisch genau diese X gar nicht mehr gibt? Es gibt hingegen die „Jäger“, die genau das machen, was die X gemacht haben und die vom gleichen Ursprung wie die X sind!
    Man „jagt“ , mit dem Mut der Verwegenheit und mit der Erhabenheit eines Widerstandsbekenntnisses,- aus der Masse heraus-….., Einzelne, denen man die Stigmata der eigenen Phantasmen anheftet…

    Massenhysterie ist ein schmeichelhafter Begriff dafür, der die Bösartigkeit und Verantwortlichkeit des Einzelnen leider etwas verschleiert.

    Mit hassverzerrten Fratzen- jagen sie den Hass.

    Hunde, die sich im Kreis drehen und keifend den eigenen Schwanz beißen wollen!

  5. Brummbär lächelt mild:

    Oh ja, ich kenne diese Sorte „Kunstkritiker“
    Ich hatte mal,ein paar Jahre lang,eine eigene,freie Kunstgalerie in Berlin. Angefangen
    hab ich damit noch in der DDR- in einem,mit Freunden „Instandbesetzten“ Haus in der
    Ackerstrasse. Ich zeigte anfangs Künstler, die in den staatlichen Galerien „nicht durften „.
    Stasistress hatte ich zwar auch, der war aber recht halbherzig und auszuhalten.
    So richtig ekelig wurde es erst, als wir endlich „frei “ waren !
    Jetzt fielen die Schwärme von „Kunstexperten“ ausem Westen ein,die vor Eifer glühten,
    uns doofen Ossis die Kunst zu erklären !
    Ein widerwärtiges Geschmeis ! Zu dumm und untalentiert auch nur ein Strichmännchen
    in den Schnee zu pissen, aber uns das Wesen der wahren Kunst predigen !
    Immer schön mit Modewörtern garniert -damals war „autentisch“in- immer lächerlich wie
    ein schwuler Gockel kostümiert und alles,aber wirklich alles, „wahnsinnig“ finden.
    Mir kommts jetzt noch hoch, nur wenn ich dran denke !

    Ab in Richtung Eimerchen

    • Yep, kommt mir bekannt vor. Viele lernen bestimmte Triggerwörter kennen und benutzen diese in mehreren Variationen; nur ist die Anzahl an Variationen dermaßen gering das man schon nach wenigen Treffen weiß das das Gegenüber keine Ahnung hat.

      Das ist in der Kunst, aber auch im normalen Berufsleben so. So manche die die Karriereleiter ohne Talent raufklettern wollen, machen es genau so.

      Meine Ex „zwang“ mich vor Jahren mit Ihr zusammen DSDS zu schauen. Bei einem wie Dieter Bohlen bekomme ich die Krätze, noch mehr nervte mich aber eine Trulla in der Jury (Name entfallen) die bei jedem Beitrag nur irgendwelche „Facetten“ hervorhob; Diesen Begriff wiederholte Sie wirklich jedesmal, so das man schnell dachte: mit der wird dat nix! War, so weit ich weiß, auch nur die eine Saison dabei.

    • Ganz West-Berlin war damals eine Anhäufung von eingebildeten „Künstlerexistenzen“. Man fühlte sich als Bohemien, WEIL man dort im Subventionierten lebte, und befähigt über alle persönlichen Handicaps hinaus…und gerade durch sie berufen.
      Insofern haben Sie da ein typisches Resümee jener Zeit erlebt, Herr Behr!

  6. Ich mochte Beuys nie, er war irgendwie immer sehr suspekt. Seine „Kunst“ in Köln gesehen, ich habe mich damals als Schüler schon gefragt, was daran Kunst sein sollte. Von daher ist es mir gelinde gesagt erstmal wurscht. Und wenn die Grünen und Antifanten sich selber in den Dreck ziehen, bitte keine Hemmungen!

  7. Jedes Land betreibt „völkische“ Politik, also Politik im Interesse des eigenen Landes, bis auf uns vielleicht. Ich lasse mich von diesem vergewaltigten und umgedeuteten Neusprech-Kampfbegriffen nicht mehr abschrecken! Selbst die kommunistische Sowjetunion hat angesichts des deutschen Angriffs 1941 vom „großen vaterländischen Krieg“ gesprochen. Selbst dort war also ein gewisser nationaler Zusammenhalt geboten angesichts der Gefahr.

  8. Ich habe immer ein wenig Respekt gehabt vor den Werken von Beuys, aber eigentlich nur, weil er etabliert war (das heißt doch was, oder). Zugeneigt war ich seinen Werken allerdings nie – Lieber Klaus Lelek, Sie scheinen eine ähnliche Meinung dazu zu haben: „abenteuerlichen Schwachsinn“.

    Doch man muss genau sein, finde ich, und niemanden versuchen, (posthum) zu verleugnen, nur, weil es gerade vielleicht einem in den Kram/ins Geschäft passt/einen emporsteigen lässt auf der Hühnerleiter der Macht.
    Kunst muss unabhängig sein, und mit Herz und Verstand gesehen werden – nicht durch Augen, die infiltriert wurden durch irgendwelche Sichtweisen anderer Gesinnung, egal, aus welcher Ecke. Und: Echte Kunst überdauert Jahrtausende, ohne dass sie sich selbst darum bemühen muss.

    Davon abgesehen: Ich finde es unglaublich, wie viel Müll so viele Menschen heutzutage im Kopf haben.
    Viele Zeitgenossen um mich herum scheinen nicht mehr in der Lage zu sein, ernsthaft Prioritäten setzen zu können. Verzetteln sich in Kleinigkeiten. Verbarrikadieren sich in ihrer kleinen, heilen Welt und fühlen sich wohl darin. Ich fürchte nur, dass sie in naher Zukunft unsanft erwachen müssen – weil sie mit der Wahrheit konfrontiert werden.

    Geht vielleicht gerade ein wenig am Thema vorbei – trifft es aber, denke ich, wenigstens teilweise. Musste ich loswerden – habe ich ausgebrütet wegen einer Arbeitskollegin, die bis gestern noch nie von Chemtrails gehört hatte – meine kurzen Erläuterungen am PC betrachtete – und mich dann fragte, ob es eine Terminliste gäbe, wann diese Aktionen stattfinden…
    Vielleicht hört hier jemand meine Seufzer…

    • Oh ja, ich weiß, was damit gemeint ist. Manch einer merkt vielleicht auf, das manches hier „nicht stimmt“, nimmt es aber trotz allem was geschieht, nicht ernst.

      Dafür habe ich manche unbelehrbaren fahren lassen…

    • Danke für Ihre Antwort. Haben Sie nicht dadurch Freunde und Bekannte verloren? Was ist mit der Familie, bis hin zu Neffen/Nichten, Enkeln et cetera?
      Ich versuche immer, Kompromisse zu schließen, schließlich kann ich nicht davon ausgehen, dass jeder auf meinem Wissensstand ist. – Ich stelle einen Fuß in die Tür – und habe Geduld… muss dadurch keine Tür zufallen lassen…
      Dies erfordert natürlich sehr viel Geduld und Langmut von mir – ich habe dadurch gelernt, einfach nur da zu sein – und die Verantwortung abzugeben.

    • Nee, Kunst kommt von Können und nicht von Dürfen. Natürlich darf, das Einverständnis des Berechtigten vorausgesetzt, jeder z. B. einen Klumpen Dreck in irgendeine Ecke schmieren oder von mir aus auch einen Stuhl an die Wand nageln oder gleich ein Brett vor seinen Kopf. Bloß: Mit Kunst hat das rein gar nichts zu tun, es sei denn, man würde Leuteverarschung zu Kunst erheben.

  9. Ich durfte mal einen Meisterschüler von Beuys persönlich kennenlernen. Der war nicht Rechts! Es war aber eine politische Aktion in Zusammenhang mit dem „Omnibus der direkten Demokratie“ in Düsseldorf. Wir hatten ein gemeinsames Ziel (Senkung von Quoren bei Bürgebegehren und Bürgerentscheiden) und darauf kam es an. Damals war ich aber „nur“ demokratisch und noch in den Anfängen der Islamkritik.

    Ich war zu der Zeit auch mehrfach in dem Parteihaus der Grünen, weil wir uns da wöchentlich trafen (habe die Studenten angelernt). Die Fensterfront im Erdgeschoss war damals schon aus Sicherheitsglas bei den Grünen, aber nicht wegen deutschen Gegnern…

  10. „Die Welt“ war schon immer ein US-gesteuertes Propagandainstrument. Bereits beim 2. Irakkrieg gab es in dieser Zeitung wochenlang Kommentare des „Aspen-Institutes“, in denen Stimmung für einen völkerrechtswidrigen Angriff gemacht wurde. Hintergründe wurden wie immer verschwiegen. ZB, daß die CIA Saddam an die Macht gebracht hat und ihm sogar Gifgas geliefert hat, das er gegen Zivilisten im Iran einsetzte! Dr. Udo Ulfkotte war damals Auslandsreporter der FAZ und Zeuge! Diese ganze Verbrecherbande mit ihrer nachgeschalteten Meinungsindustrie ruft bei mir nur noch Übelkeit hervor!

  11. Ich kenne Eltern, die ihre Kinder heute in Waldorfschulen schicken, nur um die horror Multikulti Schulen zu vermeiden. Das schmeckt den Grünen sicherlich nicht.

  12. Gut gebellt, werter Taunus-Wolf!

    Auch wenn das jetzt vielleicht ein wenig Off-Topic ist, will ich doch eine meiner Erinnerungen an diesen Künstler zum Besten geben.
    Der gute Herr Beuys hatte mal in einem Museum zwei Installationen „dahingekünstelt“. Die eine war die „Fettecke“. Dazu hatte er, wie sollte es auch anders sein, eine Menge Butter in eine Ecke geschmiert. Die Fettecke war fertig. Bitte fragt mich nicht, was er damit ausdrücken wollte. Ich bin jedoch für jede erheiternde Interpretation offen.
    Die zweite Installation war eine ebenfalls mit Fett – ich nehme mal an, das es sich auch dabei um Butter handelte – beschmierte Badewanne. Auch hier bin ich für jede lustige Interpretation empfänglich.
    Diese Insatallationen erfreute die bis ins Mark durch Dekadenz degenerierte Kunstszene gar sehr – bis diese von zwei sehr engagierten Reinigungskräften, welche mit der Reinigung des Museums betraut waren, auffiel. Und engagiert wie sie nunmal in ihrem Job waren, machten sich die beiden sogleich daran, diese „Flecken“ zu beseitigen – und das gründlich! Die Fettecke war plötzlich völlig entfettet und die Badewanne erstrahlte in einem Glanze, das sich jeder Betrachter gleich eingeladen fühlen musste ein wohlig warmes und entspannendes Schaumbad in dieser vor Sauberkeit strotzenden Badewanne zu nehmen.
    Man kann sich vorstellen, welches Geschrei das Enagement der beiden Reinigungskräfte auslöste. Die beiden sollten sogar Schadenersatz zahlen. Ob es dazu kam, weiß ich nicht mehr. Ich erinnere mich lediglich an ein Interview mit mindestens einer der beiden, welche sagte, das dies keine Kunst sei, sondern Schmutz. Den müsse man beseitigen und das habe sie auch getan – so wie es auch ihr Job war. Meines Wissens entstammt dieser Begebenheit die Scherzfrage „Ist das Kunst, oder kann das weg?“.

    Mit freundlichem Gruße

    Marc Abramowicz

    • Kennen Sie auch den Unterschied zwischen Kunst und Blödheit?
      Blödheit ist es, wenn man z.B. einen Stuhl an die Wand nagelt.
      Kunst ist, wenn man einen Stuhl an die Wand nagelt und jemand klatscht in die Hände.

  13. Philosemitismus gehört zu den Unternehmensgrundsätzen den Springer-Verlags.
    Das beinhaltet auch die einseitige Propaganda zugunsten Israels wie auch die Diffamierung
    verdienter Künstler, Schriftsteller usw. des Nachkriegsdeutschlands

  14. Vermutlich wäre diesem Beuys sogar zu Recht der speckige Hut hochgegangen, wenn man ihn als Nazi bezeichnet hätte. Nein, dieser Typ war mit Sicherheit kein Nazi, sondern nur ein völlig überschätzter Selbstvermarkter, der sich im stillen Kämmerlein wahrscheinlich darüber schlapp, wenn nicht am Ende sogar zu Tode, gelacht hat, zu welchen Preisen der von ihm produzierte Abfall gehandelt wurde, den Nazis, und in diesem Fall bei allen Vorbehalten gegen diesen Begriff, sogar berechtigterweise, als „entartete Kunst“ verworfen und kurzerhand entsorgt hätten..

  15. Immer weiter,man arbeitet die Liste der Verleumdungen so Stück für Stück ab ,Buchheim,Beuys…aaaach da kommt noch mehr….Mein Glanzstück der Blödheit“Böse Bauten“ auf dem ZDF-24 Stunden-Adolf-Kanal.

  16. Herr Lelek, wie gehen SIE denn ab? Nicht zu fassen! Also etwas mehr kritische Distanz sollte schon sein. Rudolf Steiner ist nicht unumstritten. Er hatte Kontakte zur Theosophischen Gesellschaft (eine okkulte Vereinigung, von Theodor Reuß und Madame Blavatsky). Auch werden ihm Kontakte zum O.T.O. nachgesagt.Steiner war also ein Okkultist. Das waren die N*zi-Größen auch (z.B. Hess). Also bitte mal tief Luft holen und wieder abreagieren.
    Der Artikel ist deutlich zu emotional!
    P.S.: es dürfte doch bekannt sein, dass zu den Gründungsmitgliedern der Grünen auch ehemalige N*zis gehörten, oder?

    • Was ist denn das für eine Logik?: Rudolf Steiner war Okkultist, NAZI-Größen waren auch Okkultisten, also war Rudolf Steiner ein NAZI. Und weil Rudolf Steiner (angeblich) ein NAZI war und Joseph Beys sich positiv auf Rudolf Steiner bezogen hat, ist der also auch NAZI. Dümmer geht’s nimmer!

    • Dem Okkultismus innewohnend ist – egal welcher Strömung – das er menschenverachtend ist. Da spielt es keine Rolle, wie man die jeweilige politische Erscheinungsform nennt. Ich habe nicht behauptet, dass Steiner und Beuys ein N*zi waren, sondern auf okkulte Hintergründe der beiden Ideologien aufmerksam gemacht. Wenn Herr Lelek derart die Contennace verliert, nur weil es gegen Beuys und die Anthroposophie geht, dann ist das bedenklich, da unsachlich. Genauso wie Ihr Schlußsatz!

    • Meine von Ihnen zitierte Aussage bezog sich im Kontext eindeutig auf den Okkultismus. Man muss das erkennen wollen.

    • Nein, ich wollte einen Zusammenhang herstellen mit Steiner und dem Okkultismus und dass deshalb Steiner nicht so gelobt, und Herr Lelek nicht so ausflippen muss, wenn sein Säulenheiliiger vom Sockel gestoßen wird.
      Des Weiteren habe ich bemerkt, dass okkulte Systeme alle gleichartig sind, weshalb Anthroposophie und N*S gleichermaßen abzulehnen sind.

      Aber Sie haben mich jetzt herausgefordert, nach Beuys zu suchen. Und da steht in der Biografie von Beuys:
      „Im Frühjahr 1941 meldete sich Beuys freiwillig zur Luftwaffe, wobei er sich für zwölf Jahre verpflichtete. Quelle: Hans Peter Riegel: Beuys. Die Biographie, S. 45. (Wikipedia).

      Tja, wer meldet sich freiwillig für 12 Jahre, wenn er nicht vom Sstem überzeugt ist? Na?

    • Ich nehme meinen Satz, „dümmer gehts nimmer“, zurück und muß leider feststellen, daß Sie wohl immer noch in der Lage sind eins draufzusetzen: „…, dass okkulte Systeme alle gleichartig sind …“ Haben Sie schon mal was von elementarer Logik gehört? Wenn Sie von „Systemen“ (Plural) schreiben, unterstellen Sie selbstverständlich deren VERSCHIEDENARTIGKEIT, denn wenn sie „gleichartig“ wären, wären es nicht SytemE, sondern nur ein System. Sicher sind auch „okkulte Systeme“ in gewisser Hinsicht (!) gleichartig, in anderer Hinsicht gegeneinander verschieden. Also: Erst denken, dann schreiben!
      Daß die Anthoposopohie wie der NS-Kult abzulehnen ist, und zwar eben nicht gleichermaßen, sondern aus durchaus verscghiedenen, aber auch aufgrund einiger ähnblicher Gründe, darin sind wir uns wohl einig.
      Was Joseph Beuys angeht: Könnte es sein – das soll ja vorkommen, daß er innerhalb von wenigen Jahren, nämlich aufgrund seiner Kriegserfahrungen, seine Einstellung z.B. zu den NAZIS und zum Krieg überhaupt geändert hat?

    • Jetzt schalten Sie bitte mal ein paar Gänge zurück und ereifern Sie sich nicht an Plural/Singular-Ausführungen. Leider verstehen Sie nicht, worauf ich hinaus will.
      Natürlich gibt es okkulte SystemE = Plural. Natürlich sind diese auch unterschiedlich und in ihrer Dogmatik nicht deckungsgleich – zum Teil sogar gegenseitig feindlich eingestellt. Allerdings ist diesen Systemen etwas gemeinsam: das Streben nach Macht und die Menschenverachtung.
      In gnostisch-satanistischen Systemen wird die Vergöttlichung des Menschen postuliert – wie war das noch mit Nitzsche und dem Übermenschen?

      Bei den N*zis war es der A*rier, bei den Anthroposophen die Gnosis.

      Gewisse Ähnlichkeiten sind also durchaus vorhanden.
      Schlußendlich rebellieren alles diese Systeme gegen Gott.
      DAS ist das Kernproblem.
      Natürlich kann Beuys seine Meinung geändert haben – nur: wo ist das dokumentiert? Ist das zweifelsfrei bewiesen? Ihre Apologetik von Beuys hat für mich ähnlich ungute Tendenzen wie die des Herrn Lelek.
      Schönen Abend noch.

    • Sie sind ja wenigstens partiell lernfähig, was meine Überzeugung daran, daß jeder Mensch lernfähig ist, bestärkt (Andernfalls hätte ich Ihnen auch garnicht geantwortet.).

      Was aber haben Sie gegen Joseph Beuys? Worum geht es Ihnen da eigentlich?

    • Joseph Beuys ist überbewertet. Herr Lelek hat mit seinem Artikel inhaltlich überreagiert. Das habe ich doch mehrfach versucht darzustellen.

      Auch Ihr reaktion ist deutlich überzogen . Sie erscheinen mir, als ob sie auf einem hoen Ross sitzen. Etwas mehr Bescheidenheit wäre da nicht schlecht.
      End of debate. Alles Gute!

    • Das mag ja sein, daß Joseph Beuys überbewertet ist. Da kann man sicher geteilter Meinung sein. Das ist aber kein Grund, Beuys zum Okkultisten zu erklären und mit den NAZIS in einen Topf zu werden (Aber das Geschrei „NAZI, NAZI!“, ist ja heutzutage bei gewissen kreisen sehr beliebt.): Auch Ihre Reaktion, Herr „Denkerich“ (Da ist wohl nomen nicht omen. Können Sie nicht wenigstens mit Ihrem wirlicken Namen zu Ihrer Meinung stehen?), ist deutlich überzogen . Sie erscheinen mir, als ob
      sie auf einem hohen Ross sitzen. Etwas mehr Bescheidenheit wäre da nicht
      schlecht.

    • Es ist bekannt, dass Rudolf Steiner Kontakte hatte zur Theosophischen Gesellschaft und somit Okkultist gewesen sein kann. Dass Nazi-Größen dies ebenfalls gewesen sein könnten.
      Frage: Ist die Theosophische Gesellschaft an sich nationalsozialistisch? Oder haben diese Menschen damals einfach nur genutzt, was ihnen dienlich erschien?

      Hitler/Himmler sollen sich auch für die Kristallschädel interessiert haben – sind diese daher per se verdammenswürdig? – Absolut nicht. Ganz im Gegenteil.
      https://www.bild.de/news/2011/kunst/kristallschaedel-von-himmler-gefunden-16654604.bild.html

      Zu den Grünen frage ich jetzt nichts.

      Aber noch ein Wort zum Thema Emotionen: Ich finde, dass man im Leben jedwede Themen mit Herz und Verstand behandeln sollte (und mit Sachkenntnis, die ich Ihnen hiermit abspreche).

      Liebe Grüße von der Möwe

    • Steiner war eindeutig Okkultist. Wie sonst ist erklärbar, dass er seine Zeitschrift „Lucifer-Gnosis“ genannt hat? Gnosis lehrt die Vergöttlichung des Menschen – was wiederum der Satanismaus auch lehrt.
      Führende N*zis wie Hess waren in der Thule-Gesellschaft – aus der die „Partei“ entstanden ist. Also waren das auch Okkultisten in politischer Machtstellung.

      Zu den Kristallschädeln: es ist nachgewiesen, dass diese in Idar-Oberstein angefertigt wurden, somit nicht von den Mayas stammen können und das ganze Gesumse darum reiner Aberglauben ist.
      Mir die Sachkenntnis abzusprechen fällt leider auf Sie selbst zurück.

      Einen schönen Abend noch.

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