Helvetische Vollgeld-Fantastilliarden

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Als wirtschaftswissenschaftlicher Laie, aber geldtheoretisch interessierter Blogger („Canabbaia“) verfolge ich die Schweizer Debatte um die Vollgeld-Initiative mit einer gewissen Verwunderung. Ein wesentlicher Punkt in der Argumentation der Initiative sind die Geldschöpfungsgewinne („Seigniorage“) des Bankensystems (wobei zu unterscheiden ist zwischen den Geschäftsbanken und der Zentralbank). Diesen Aspekt behandele ich hier.

Von Burkhardt Brinkmann

„Gewinne aus dem Nichts“: Ein „unfairer Vorteil“ für die Geschäftsbanken?

Banken machen mit Vollgeld das, was sie schon immer getan haben: Kredite vergeben, den Zahlungsverkehr abwickeln und Vermögen verwalten. Der Unterschied: sie dürfen kein elektronisches Buchgeld mehr herstellen. Somit können die Banken nur noch mit Geld arbeiten, das ihnen von Sparern, anderen Banken oder von der Nationalbank zufliesst oder das sie selber besitzen. Damit haben sie keinen unfairen Vorteil mehr, sondern werden allen anderen Marktteilnehmer[n] – die alle kein Geld herstellen können – gleichgestellt.“ (Ziff. 4 der „2-Minuten-Info“)

Aber unter Ziff. 6 erfährt man:

Von 2007 bis 2014 haben Schweizer Banken 34,8 Milliarden Franken verborgene Subventionen erhalten, weil sie selber elektronisches Geld herstellten ….. . Von diesen versteckten Subventionen profitierten vor allem die Grossbanken, kaum jedoch die Raiffeisen- und Regionalbanken. Aber seit einigen Jahren gibt es diesen finanziellen Vorteil nicht mehr, denn ob Banken kostenlos selbst Geld schaffen oder zu Null Prozent Zins von der Nationalbank leihen, macht für sie keinen Unterschied. Der Zeitpunkt für eine Umstellung auf Vollgeld ist also günstig. Die Banken verlieren nichts. Die Banken können auch mit Vollgeld rentabel arbeiten.

Unabhängig davon, dass diese angeblichen Subventionen auch nach Meinung der Initianten aktuell nicht anfallen, sind diese „Geldschöpfungsgewinne“ nur für naive Betrachter eine Subvention oder ein Skandalon. Unternehmen, die keine Gewinne machen, verschwinden vom Markt (oder gehören dem Staat). Zu Recht weisen zahlreiche Kommentatoren darauf hin, dass die Gewinnhöhe (auch) bei den Banken von der Marktlage, insbesondere der Wettbewerbsintensität, abhängt. Beispielhaft ist insoweit die Feststellung von Thomas Fuster („Schnell reich werden? Nichts einfacher als das, meinen die Befürworter von Vollgeld“, NZZ vom 23.05.2018): „… auf dem Schweizer Bankenmarkt herrscht ein harter Wettbewerb. Besonders gross dürfte der Geldschöpfungsgewinn daher nicht sein.“ Damit räumt er immerhin auch ein, dass es einen solchen Gewinn tatsächlich gibt.

Manche bestreiten das. Prof. Philippe Bacchetta z. B. bezeichnet es in seinem Papier “The sovereign money initiative in Switzerland: an economic assessment als Falschbehauptung, dass durch die Kreditschöpfung Geld entstehe („Mistaken claim 1: credit creates money“, S. 3). Bei näherem Hinsehen entpuppt sich das allerdings als semantische Taschenspielerei, bei der u. a. das Geld mit der Geldmenge M1 gleichgesetzt wird. (S. 4: „In other terms, there is no obvious link between credit and sight deposits even when considering a single loan.„)

Dagegen gibt die SNB die Geldschöpfungsfähigkeit der Banken unumwunden zu: „Es trifft zu, dass Banken mit der Kreditvergabe (Bankenbuch-)Geld schaffen können“ heißt es in den „Häufig gestellten Fragen“.

Desgleichen ein vom Schweizer Finanzministerium verfasstes „Gegenargumentarium“ (hier verlinkt; Ziff. 5 „Geldschöpfungsgewinn“): „Es trifft zu, dass die Banken durch die Kreditvergabe Buchgeld schaffen können und für die vergebenen Kredite in der Regel einen höheren Zins verlangen als sie für die Sichteinlagen vergüten.“

Die Debatte um die Geldschöpfung „ex nihilo“ (aus dem Nichts) ist nicht aus Nichts entstanden und folglich nicht ohne ihren konkreten Hintergrund zu verstehen. Der liegt in dem Unterschied zwischen Warengeld und Fiatgeld. Warengeld (also z. B. Goldmünzen) hat unabhängig von seiner Funktion als Kaufkraftsymbol einen Materialwert (der letztlich aus der dafür aufgewendeten Arbeit stammt). Die Goldmünze werde ich selbst dann verkaufen können, wenn der Staat sie als Zahlungsmittel für ungültig erklärt. Zwar steht auch hinter dem kreditär geschöpften Fiatgeld einiges mehr als ein bloßes „Abrakadabra“ des Kreditsachbearbeiters. Das Bankensystem ist hochkomplex und zahlreichen Regeln unterworfen, und die Geschäftsbanken kommen nicht völlig ohne Zentralbankgeld aus. Aber einen materiellen Wert haben Geldscheine nur als Fidibusse zum Feueranzünden: Für eine Billion Reichsmark von anno 1923 bezahlt heute allenfalls ein Sammler noch (ein wenig) „richtiges“ Geld. Und mit Buchgeld kann man sich noch nicht einmal eine Zigarre anstecken. SO gesehen machen die Banken heutzutage tatsächlich aus „Nichts“ Geld.

Der Wert des „wertlosen“ Geldes ist die Güterdeckung

Der Wert des modernen, materiell tatsächlich wertlosen Geldes liegt in seiner Kaufkraft, also darin, dass Marktanbieter dem Geldbesitzer sauer erarbeitete Güter für seine „Fidibusse“ verkaufen. Aber ist der tiefere Mechanismus dahinter wirklich nur „Vertrauen“, wie Christian Müller behauptet (Gastkommentar „Geld steht für Vertrauen“, NZZ 24.01.2017)?

Auch diese Behauptung ist nicht zu verstehen, wenn man nicht weiß, wie der ökonomische Mainstream den Zusammenhang zwischen Geldwirtschaft und Güterwirtschaft begreift: Nämlich gar nicht. Mehr oder weniger zusammenhanglos wird auf der einen Seite die Realwirtschaft gedacht, und auf der anderen Seite existiert eine Geldmenge, die aus geheimnisvollen Gründen irgendwie mehr oder weniger dazu passt. (Als Beispiel für die vielfältige Kritik an dieser Sichtweise möge der Aufsatz „Die Neutralitätstheorie des Geldes. Ein kritischer Überblick“ von Ulas Sener dienen.)

Die dualistische Betrachtung ist ein primitiver Rückschritt hinter jenen Wissensstand, den bereits der deutsche Notenbanker und Wirtschaftswissenschaftler Otto Veit in seinem Buch „Reale Theorie des Geldes“ (1966, S. 29) beschrieben hatte (meine Hervorhebungen): „….. Kreditgeld ist volkswirtschaftlich nicht ‚ungedeckt‘, wie manchmal gesagt wird. Bankmäßig liegt die Deckung in dem Anspruch gegen den Schuldner; volkswirtschaftlich liegt sie in der antizipierten Güterleistung, die der Schuldner erbringen muss, um den Kredit einzulösen„. Leider hat er nicht erklärt, was man sich unter einer „antizipierten Güterleistung“ vorzustellen hat. Die Wirtschaftswissenschaft hat es vorgezogen, im intellektuellen Sandkasten mit mathematischen Förm(el)chen zu hantieren, anstatt simple Zusammenhänge gründlich zu durchdenken. Und wie bei jedem (faulen) Zauber geht es auch bei diesem Brimborium um Magier-Macht (der Wissenschaftler) und um das Verdecken knallharter Interessen (der Kapitalbesitzer).

Auf welche Weise die kreditäre Geldschöpfung (im Prinzip) eine Güterdeckung bewirkt, kann man vielleicht am besten durch einen Vergleich mit Falschgeld verstehen. „Am Anfang war der Schein“ (Buchgeld denken wir stillschweigend mit), könnten wir unsere ganz spezielle „legenda aurea“ einleiten. Soll heißen: Banken wie Geldfälscher produzieren zu Beginn gleich wertlose „Fidibusse“ und gehen damit einkaufen (Geldfälscher) oder „ermächtigen“ den Kreditnehmer zum Einkaufen. Versteht man den Markt als Tauschsystem, dann hat der Verkäufer einen schlechten Tausch gemacht: Er hat (z. B.) ein Auto abgegeben und sich als „Belohnung“ einen Packen Fidibusse eingehandelt. Beim Geldfälscher endet hier die Story; beim Kreditgeld dagegen nicht.

In einem ersten, noch primitiven und rein provisorischen Veranschaulichungsschritt können wir sagen: Der Kreditnehmer muss dem Verkäufer ein nagelneues Auto zurückgeben. Und sogar noch ein paar Ersatzteile dazulegen („Zinsen“). Ein zweiter Schritt führt uns näher an die Wirklichkeit heran: Um seinen Kredit zu tilgen, braucht der Kreditnehmer bei Fälligkeit erneut Geld. Das kann er nicht (dauerhaft) bekommen, indem er sich wieder was pumpt. Irgendwann muss er am Markt etwas verkaufen, um seine Geldschuld tilgen zu können. Und eben dieser Verkauf ist seine eigene „Güterleistung“ gegenüber dem Markt (bzw., wenn man sich alle Zwischenstationen der wirklichen Wirtschaft wegdenkt: seine reale Gegenleistung an den Verkäufer), welche bei der Kreditvergabe und dem dadurch ermöglichten „Fidibuskauf“ sozusagen vorweggenommen („antizipiert“) wurde.

Eine Zusammenschau beider „Schienen“, der Geld-Welt und der Güter-Welt, entschleiert eine „doppelte“ Verschuldung des Kreditnehmers. Unstreitig schuldet er seiner Bank Geld. Stets übersehen wird dagegen (weil es nirgends geschrieben steht, sondern lediglich ein ökonomisches Faktum ist): Auch „dem Markt“ schuldet der Kreditnehmer etwas, nämlich Güter. Also im Beispiel jenes Auto, das er sozusagen „vorschussweise“ aus dem gesellschaftlich gemeinsam produzierten „Güterpool“ entnehmen durfte.

Was sich juristisch und auf dem Papier lediglich als Geldschuld darstellt, entpuppt sich aus ökonomischer Sicht als Doppelschuld. Genauer: als eine Verschuldung in zwei Dimensionen.

Mit der Kreditrückzahlung hat der Kreditnehmer beide Schulden getilgt:

  • Zunächst hat er (idealtypisch gedacht) ein selbst produziertes Gut am Markt verkauft, das mehr wert ist als jenes, welches er selber mit dem Kredit gekauft hatte.
  • Das so eingenommene Geld hat er, als Kredittilgung plus Zinsen, seiner Bank zurückgezahlt (womit es wieder „vernichtet“ ist).

Den Vollgeld-Fantastilliarden fehlt das Güteräquivalent

Mit diesem Kenntnisstand können wir uns nunmehr jenen Fantastilliarden zuwenden, welche die Vollgeld-Fans (bildlich gesprochen) jubelnd vom Helikopter unters Volk werfen wollen: Der Seigniorage, die bei der Zentralbank anfällt bzw. bei jenen Glücklichen (Bürgern und/oder Staatsorganen) welche die Zentralbank nach der Vorstellung der Initianten mit ihrer „schuldfreien Geldschöpfung“ beschenken soll.

Die Schweizer Nationalbank glaubt offenbar auch, dass der Geldwert nur aus Vertrauen resultiert; der mikroökonomische Mechanismus, welcher (dem Grunde nach; in der Realität ist das natürlich komplexer) das kreditär emittierte Geld mit einem Güterwert unterfüttert, ist ihr Hekuba: „Die «schuldfreie» Ausgabe von Zentralbankgeld würde die Bilanz der SNB aushöhlen und das Vertrauen in den Franken schwächen.“ („Die Position der SNB in Kürze“).

In seinem „Gegenargumentarium zur Entkräftung der Argumente des Initiativkomitees“ (zusammen mit anderen Dokumenten hier verlinkt) schreibt das Eidgenössische Finanzdepartement (Ziff. 5, „Geldschöpfungsgewinn“):

„Im heutigen System erwirtschaftet die SNB im Rahmen ihrer Geldschöpfung einen Geldschöpfungsgewinn (sog. Seigniorage): Wenn sie neues Geld in Umlauf bringt, erwirbt sie im Gegenzug von den Banken Anlagewerte wie Devisen oder Aktien oder gewährt ihnen Kredite. Diese Aktiven werfen Erträge in Form von Zinsen oder Dividenden ab, die in den SNB-Gewinn fliessen und über Gewinnausschüttungen an Bund und Kantone abgeführt werden und somit der Allgemeinheit zugutekommen. Bei der von der Initiative vorgesehenen schuldfreien Geldverteilung würde die SNB hingegen, im Gegensatz zu heute, für das neugeschaffene Geld keine Aktiven mehr als Gegenleistung erhalten, sondern das Geld quasi ‚verschenken‘. Diese Art der schuldfreien Verteilung bedeutet jedoch für die Volkswirtschaft keinen Gewinn.“

Das ist schon präziser; aber auch hier bleibt die fehlende Güter-Gegenleistung – und damit deren notwendig inflationäre Folgen – ausgeklammert. Lediglich für ein über die Pläne der Initianten hinaus erweitertes Geldverschenkens prognostiziert das Gegenargumentarium inflationäre Folgen (Ziff. 6 „Finanzpolitik“). Auch diese werden freilich nicht ökonomisch begründet, sondern bestenfalls (wenn man den Hinweis auf die „Erfahrung“ überhaupt soweit ausdehnen will) historisch:

„… die Erfahrung [hat] gelehrt …, dass ohne strikte Trennung von Finanz- und Geldpolitik die Zentralbank unter politischen Druck gerät, öffentliche Ausgaben mittels Notenpresse zu finanzieren, was auf lange Sicht inflationär wirkt.

Einen versteckten Goldesel gibt es natürlich nur im Märchen; was die Initianten auf der Finanzebene als Gewinn hervorzaubern, wäre auf der güterwirtschaftlichen Ebene Falschgeld. Dasselbe gilt zwar auch für das Münzgeld, dessen Seigniorage die Vollgeld-Initiative kurzerhand auf sämtliches Geld vermeintlich gewinnbringend ausdehnen möchte: Doch wegen seiner relativ geringen Menge wirken die daraus dem Staat leistungslos zugeflossenen Gewinne nicht preistreibend. Bei jenen Milliardenbeträgen, welche die Initiative in den Markt pumpen will, sähe das anders aus: Da dem verschenkten Geld jener „Rückleistungsdruck“ fehlt, welcher dem Kreditgeld innewohnt, käme „Nominalkaufkraft“ ohne jegliche (spätere) güterwirtschaftliche Gegenleistung an den Markt. Die Beschenkten säßen gewissermaßen als parasitäre Mit-Esser an der volkswirtschaftlichen Gütertafel.

Anders gesagt: Es würde eine enorme zusätzliche Nachfrage geschaffen. Zumindest dann, wenn die volkswirtschaftlichen Kapazitäten ohnehin gut ausgelastet sind, würde die Nachfrage das Angebot übersteigen und somit die Preise in die Höhe treiben.

Die Initianten würden entgegnen, dass nach ihren Vorstellungen das Geldverschenken der Notenbank nur in dem Umfang erfolgen soll, wie die Preisstabilität gewahrt wird; im Übrigen solle Geld auch zukünftig durch Kreditvergabe in Umlauf gebracht werden. Weil aber, wie oben gezeigt, jedwede Geldschöpfung durch Verschenken („Willkürgeld“) in größerem Stil inflationär wirken muss, würde dieser Weg insgesamt entfallen.

Und damit verdampfen auch jene Fantastilliarden, welche die Vollgeld-Freaks den Volks-Fritzchen fröhlich verheißen.

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

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18 Kommentare

  1. Seit die Golddeckung abgeschafft wurde (Nixon?), seitdem geht es bergab mit den Währungen. Denn der Hauptgeldproduzent, die USA erhöhen jedes Jahr die Geldmenge ohne Deckung.
    Deswegen müsse sie auch jeden Staat, der den Petrodollar abschaffen will, sofort „befreien“. Das war einer der Gründe, warum die USA sich in den WKII einmischte, das war der Grund warum der IRAK befreit werden musste und ebenso bei Libyen. Der IRAN will das ebenfalls abschaffen. deswegen wollen die USA auch unbedingt eine Krieg mit dem IRAN.
    Mal sehen, was die USA machen, wenn China so mächtig geworden ist, dass sie nur noch ihr eigenes Geld akzeptieren.

  2. Niemand will Geld „mit dem Helikopter unters Volk werfen“.
    Offenbar hat der Autor die Vollgeld-Initiative nicht verstanden.
    In Wirklichkeit wäre ein Umdenken der Bankwirtschaft (also nur noch Geld zu verleihen, was sie auch wirklich haben) die einzige Möglichkeit, eine drohende Weltfinanzkrise abzuwenden.
    Die Tricksereien und Roulettespiele wie sie zur Zeit laufen, werden die Weltwirtschaft langfristig in den Abgrund reißen. Da ist dann auch nichts mehr mit „Bankenrettung“ durch die Steuerzahler.

    • Herr Brinkmann,
      ich schätze Ihren Blog, obwohl ich nun schon länger nicht mehr dort mitgelesen habe.
      Beim Vollgeld liegen Sie aber, wie WOK es auch sagt, voll daneben.

      Welche Betrügereien die Banken durch ihre Giralgeldschöpfung betreiben, wissen Sie offensichtlich nicht. Das sind Millionen und sogar Milliardenbetrügereien, die täglich rund um die Welt von den großen Banken durchgezogen werden.
      Sie schädigen damit die Bürger und ganze Staaten, werden aber selbst immer reicher damit.
      Diese wahnsinnigen kriminellen Aktivitäten werden mit Vollgeld sofort unmöglich.
      Es ist deshalb pervers, wenn sich jemand für das heutige Betrugsgeld-System einsetzt und Vollgeld bekämpft.

      Ich empfehle Ihnen, sich das Video vom Rechtsanwalt Hans Scharpf anzuschauen. Es ist jede Sekunde Ihrer wertvollen Zeit wert.
      Hans Scharpf hat seine Banken gefragt, wieviel Zentralbankgeld sie für seine Kredite benötigt haben. Er war bereit, dafür die verlangten Zinsen zu zahlen, nicht aber für den Teil des Kredites, für welchen die Banken keinen Cent Zentralbankgeld leihen mußten.

      Er mußte erleben, wie kriminell die Banken und die Justiz ist.
      Er wurde wegen seiner Frage und wegen der Einbehaltung der Zinsen unter Druck gesetzt und mit kriminellen Methoden finanziell ruiniert. Ihm wurde mit denselben kriminellen Methoden die Zulassung als Anwalt genommen.

      Wenn Sie sich das Video angeschaut haben, würde ich gerne von Ihnen hören, ob Sie immer noch dieses kriminelle Betrugs-Geldsystem rechtfertigen.
      Danke.

  3. Herr Brinkmann,
    Sie haben ein paar Denkfehler und Verständnisfehler in Ihrer Argumentationskette und kommen zwangsläufig auf falsche Schlussfolgerungen.

    1. Denken Sie sich bitte Vollgeld als Goldmünzen, das hilft, um Ihre Denkfehler zu vermeiden.
    2. Vollgeld soll nicht „verschenkt“ werden, wie Sie irrtümlich behaupten.
    3. Die Vollgeld-Befürworter übersehen nicht die Pflicht des Kreditnehmers, Leistungen zu erbringen, um das Geld zu bekommen, das sie für Tilgung und Zinsen benötigen. Sie unterstellen da etwas, um Stimmung zu machen.
    4. Die Banken blähen heute die Geldmenge durch Buchgeldschöpfung auf. Sie simulieren, dem Kreditnehmer „Geld“ zu verleihen, das sie gar nicht haben. Das ist die Produktion von Falschgeld durch die Banken.
    Vom Kreditnehmer bekommen sie jedoch Geld, wofür der Kreditnehmer reale Leistungen erbracht hat.
    Sehen Sie denn nicht, daß das Betrug ist ?
    Wie kommen Sie dazu, solch einen Betrug zu rechtfertigen und jene, welche ihn beenden wollen, als „Idioten“ darzustellen ?

    • 1) Vollgeld IST KEINE Goldmünze.
      2) Die Geldschöpfung soll zum großen Teil dadurch erfolgen, dass die Zentralbank Geld an den Staat und/oder die Bürger verschenkt. Das soll gelten für
      a) die laufende Geldmengensteigerung und
      b) den Umtausch des jetzigen Bankengeldes in Zentralbankgeld (über 15 – 30 Jahre).
      3) Warum Kreditgeld (dem Grunde nach) KEIN Falschgeld ist, sondern eine immanente Güterdeckung hat, habe ich im Artikel erläutert. Entweder haben Sie das nicht gelesen oder nicht verstanden; jedenfalls gehen Sie darauf nicht ein.
      4) Es ist herzlich gleichgültig, ob die Banken Bankengeld selber schöpfen, oder ob sie das von Einlegern und, soweit das nicht ausreicht, von der Zentralbank leihen (so sieht das die Initiative ja vor): In jedem Falle machen sie ihren „Schnitt“. Und das ist in einer privaten Wirtschaft auch okay; auch andere Unternehmen machen Gewinne. (Und wenn nicht, müssen sie den Laden dichtmachen.)

    • 1) Das mit der Goldmünze war als Gedankenstütze bildlich gedacht.
      3) Alleine schon die Tatsache, dass zur Zeit viele Großbanken mit dem billigen Kreditgeld eben KEINE Güterdeckung schaffen, sondern statt dessen in wilden Spekulationsgeschäften mitmischen, ist ein Riesenproblem im heutigen Finanzsystem. Dadurch ist ja auch die Immobilien-Spekulationsblase entstanden. War nix mit „Güterdeckung“.
      4) Natürlich dürfen auch Banken Gewinne machen, z.B: durch die Zinsen, die sie für ihre Kredite kassieren, welche somit ihr Kapital vermehren, was sie dann wieder an andere verleihen können. Aber eben nicht mit Geld, das auf Knopfdruck aus dem Nichts entsteht, und für das dann im Fall des Bankencrashs der Steuerzahler mit seinem echt erwirtschaftetem Geld haften muss…..

    • WOK, danke.
      Genau so ist es.

      Das heutige Geldsystem mit dem nirgendwo gesetzlich legitimierten Gebaren der Banken, Giralgeld bei der Kreditvergabe zu erzeugen, ist kriminell. Es ist ein Betrugssystem, das sofort gestoppt werden muss. Vollgeld ist ein Weg, dies zu tun.

    • Und wer haftet beim Vollgeld, wenn es zum Bankencrash kommt?

      Die Immobilien-Spekulation in den USA, Irland oder Spanien (früher z. B. auch in Schweden) ist entstanden, weil fehlerhafte Regulierungen die ermöglicht haben. Wenn Sie z. B. eine Beleihungsgrenze von 60% festsetzen (so ist es, glaube ich, in D.), dann ist die Gefahr eines Bankenzusammenbruchs sehr viel geringer.

      Aber in den USA ging es der Notenbank (ursprünglich Greenspan) darum, die Wirtschaft am Laufen zu halten. Dafür hat er die Zinsen gesenkt und die Immobilienblase gefördert. Das nannte man den „Greenspan put“. Als die Fed dann mit Zinserhöhungen gegensteuern wollte, war es zu spät. Und vor den massenhaften Betrügereien ist Greenspan gewarnt worden, hat diese Warnungen aber abgetan.

      Natürlich war vorher (in den 90ern) das US-Bankenwesen schon kräftig dereguliert worden.

      Allerdings ist es eine offene Frage, was mit der US-Wirtschaft passiert wäre, wenn die Banken NICHT kräftig (Immobilien-)Kredite vergeben hätten.
      Jedenfalls: Auf die unendliche Weisheit der Notenbank zu vertrauen (wie die VI das tut) ist wohl nicht das Gelbe vom Ei.

      Ich lasse mir ganz sicher keine unzutreffenden Vergleiche unterjubeln, auch nicht als angebliche „Gedankenstütze“.

      Die VI will Geld Durch Verschenken in die Welt bringen. Ob mit oder ohne Helikopter, ist gleichgültig.
      Die Notenbank soll es dem Staat und/oder den Bürgern geben. (Und daneben bei Bedarf auch kreditär Geld schöpfen.)
      Wenn Sie meinen, ich hätte was nicht verstanden, dann erklären Sie uns das bitte genauer.
      Und stellen Sie hier keine Falschbehauptungen auf.

    • Richtig ist allerdings auch, dass dieses Geldverschenken unter Beachtung der Preisstabilität erfolgen soll.
      Aber weil diese Form der Geldschöpfung in sich inflationär ist, käme es dann gar nicht (oder nur in geringem Umfang) zum Verschenken von Geld an den Staat (und evtl. die Bürger). Damit entfielen jedoch auch jene Fantastilliarden an Geldschöpfungsgewinnen (Seigniorage), welche die VI (darunter sogar Wirtschaftswissenschaftler) den Schweizer Bürgern vorgaukeln.

    • zu 1) Da Sie falsche Vorstellungen vom Vollgeld haben, hatte ich vorgeschlagen, das Vollgeld als „Goldmünze“ zu denken, damit Sie verstehen, was Vollgeld ist und wie es funktioniert.
      Nun gut, Sie wollen es nicht als Goldmünze denken, dann halt als Zentralbankgeld, also das einzige gesetzliche Zahlungsmittel = das einzige wirkliche, echte Geld.

      Die Banken schaffen mit der Giralgeldschöpfung Falschgeld = kein gesetzliches Zahlungsmittel und kassieren darauf Zinsen.
      Das ist Betrug, das ist kriminell, denn Nichtbanken dürfen das nicht, sie werden bestraft, wenn sie Falschgeld in Umlauf bringen.

      Vollgeld beendet diesen Betrug mit einem Schlag.

      Weshalb wollen Sie den Betrug decken und rechtfertigen ?
      Verstehe ich nicht. Sich mit Dieben und Ausbeutern gemein zu machen, halte ich für unmoralisch, Sie nicht ?

      Es ist überhaupt nicht egal, ob die Banken Falschgeld herstellen und damit die Geldmenge aufblähen oder ob sie es mit Vollgeld nicht könnten.
      Die Spekulation mit Kreditgeld wurde bereits von WOK erwähnt.
      Da werden keine Werte geschaffen, es gibt auch keine Güterdeckung, sondern damit werden Blasen geschaffen, welche wie 2008 die Welt in den Abgrund stürzen.
      Das geht mit Vollgeld nicht.

      Wenn eine Bank im Vollgeldsystem pleite geht, ist das schmerzhaft für die Bankbesitzer, aber nicht für die Bankkunden, denn ihr Geld auf ihren Girokonten ist nicht weg.

      Haben Sie nicht verstanden, daß damit das Geld der Nichtbanken nicht mehr durch Bankenpleiten weg ist, wie es im heutigen Betrugsgeld-System der Fall ist ?

      Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb Sie sich für den offensichtlichen Betrug einsetzen und diesen verteidigen.

    • Wenn eine Bank im Vollgeldsystem pleite geht, dann ist das schmerzhaft für die Spar-Einleger. Oder sind das keine Bankkunden?
      Soweit die Zentralbank ihre an diese Bank ausgereichten Kredite nicht zurückerhält, ist dann ungedecktes Geld in der Welt.
      Die Spekulation wird eher weniger von den Banken usw. betrieben, eher von Hedgefonds usw. Und natürlich den Reichen, die genügend Spielgeld haben.
      Wenn man die Regeln nicht ändert, wird sich daran nichts ändern – beim Vollgeld wie beim Kreditgeld.
      Und einer Bank untersagen, Hedgefonds-Spekulationen zu finanzieren: Das kann man theoretisch im derzeitigen System genauso, wie bei Vollgeld. Oder man tut es nicht: Dann ändert sich im Vollgeld-System daran auch nichts.

      Falschgeld bringt die Notenbank in Umlauf, wenn sie Geld einfach „druckt“ und verschenkt.
      DAS ist offensichtlicher Betrug, weil man Geld bekommt und damit Güter kaufen kann, ohne etwas geleistet zu haben.
      Es ist also gerade nicht die kreditäre Geldschöpfung, die für Betrug steht, sondern umgekehrt die ach so moralische Vollgeldinitiative, die Geld einfach „drucken“ und verschenken lassen will.

      Bei den Banken müssen die Kreditkunden das zurückzahlen; da können sie nur, wenn sie Werte geschaffen haben.

    • Herr Brinkmann,
      Sie gehen nicht auf die Kern-Argumente ein.
      Das Video mit Hans Scharpf haben Sie nicht angeschaut.
      Was soll solch eine Scheindiskussion bringen ?

      Wenn eine Bank im Vollgeldsystem pleite geht, dann ist dies nur für jene schmerzhaft, die der Bank ihr Geld geliehen haben, damit es die Bank für sie vermehrt.
      Sparer gibt es im herkömmlichen Sinn nicht im Vollgeldsystem, weil der Bankkunde sein Vollgeld (=Zentralbankgeld) auf seinem Girokonto hat und die Bank ihm dafür keine Zinsen zahlt.

      Entweder spekuliert der Bankkunde selbst und muß die Verluste tragen, oder er läßt die Bank spekulieren und überweist ihr dafür sein Vollgeld auf das Konto der Bank.

      Im heutigen Betrugsgeldsystem verliert der Bankkunde alles, egal ob er das Geld auf dem Girokonto oder dem Sparkonto hat.
      Die Einlagensicherung ist eine Nebelkerze, denn beim Crash ist das nur ein Tropfen auf den heissen Stein und der Rest der Bankkunden schaut in die Röhre.

      Sie stellen das Vollgeld völlig falsch dar.
      Entweder haben Sie das System nicht verstanden oder Sie wollen die Leser täuschen.

      Im heutigen Falschgeld-System werfen die Banken ständig ihr selbst produziertes Giralgeld auf den Markt. Dafür kauft sich der Kreditnehmer Waren, ohne etwas geleistet zu haben. Gemäß Ihrer Überzeugung ist das FALSCHGELD.

      Im Vollgeldsystem produziert keine Bank eigenes Geld.
      Sie bekommt Geld von Einlegern. Diese haben für dieses Geld bereits Leistungen erbracht.
      Wenn der Kreditnehmer dieses Vollgeld auf sein Konto überwiesen bekommt, kann er sich dafür Waren kaufen. Dies bezeichnen Sie wiederum als „FALSCHGELD“, denn er hat ja noch nichts dafür geleistet.

      Ein Kredit ist jedoch kein Falschgeld, wie Sie glauben, sondern der Kreditnehmer bekommt Geld, obwohl er dafür noch nichts geleistet hat und kann für dieses Geld Waren kaufen.
      Er muss dann die Leistung erbringen, um das nötige Geld zu haben, die vereinbarte Tilgung + Zins zu bezahlen.

      Im heutigen Betrugsgeldsystem gaukelt die Bank dem Kreditnehmer vor, sie würde ihm Geld geben. Dabei gibt sie ihm nur einen Teil davon, kassiert aber für die volle Summe , also zum Teil für „Nichts“, Zinsen.
      Das ist Betrug.

      Wie ist es möglich, daß Sie das nicht erkennen ?

    • Wer auf Argumente nicht eingeht, sind zunächst einmal Sie: Auf keines der von mir in meinem Aufsatz vorgebrachten Argumente.
      Und nein: Videos schaue ich mir allenfalls zum Vergnügen an; für sachliche Argumentation in diffizilen theoretischen Fragen erwarte ich eine Darlegung in Schriftform, über die ich nachdenken kann. Anstatt mich belabern zu lassen.
      Aber, wie ich oben sagte: Der Mann ist offenkundig ein Narr wenn er meint, Banken könnten Kredite zinsfrei vergeben, weil sie das Geld ja aus dem Nichts schöpfen.

      „Sparer gibt es im herkömmlichen Sinn nicht im Vollgeldsystem“
      Sie haben sich offenkundig überhaupt nicht mit den Argumenten der Schweizer Vollgeld-Initiative befasst. Sonst wüssten Sie, dass darin ZWEI Arten der Geldverwahrung durch Banken vorgesehen sind:
      – Girokonten, die in der Tat nur dem Zahlungsverkehr dienen. (Und für diese müssten die Kunden in Zukunft zahlen, weil die Banken mit diesem Geld ja nicht mehr arbeiten dürfen.
      – Sparkonten. Dieses Geld darf die Bank verleihen. Und dieses Geld ist verloren, wenn die Bank pleite geht.

      Allerdings: Wenn ich weiterlese, dann sagen Sie selber ja genau das:
      „Im Vollgeldsystem produziert keine Bank eigenes Geld.
      Sie bekommt Geld von Einlegern.“
      Also, was gilt denn nun? Gegen widersprüchliche Aussagen kann man nicht argumentieren, weil sie immer dann, wenn man die eine als falsch nachweist, die andere aus dem Hut ziehen.

      Richtig: Anfänglich ist auch das Kreditgeld „Falschgeld“. Nur wird es am Ende der Kreditlaufzeit mit Gütern unterfüttert. Und, weil es nicht funktionieren könnte, dass jeder erst konsumiert und später erst produziert, werden Zinsen erhoben. Auf diese Weise entsteht am Markt ein Güterüberschuss für den nächsten Kreditnehmer.

      Meine Kritik im Aufsatz richtet sich speziell gegen die Schöpfung von Willkürgeld durch die Zentralbank, wie die VI sie vorsíeht. Mit den Banken hat das überhaupt nichts zu tun; folglich kann meine Darstellung insoweit auch nicht falsch sein.
      Die betrifft gar nicht das Vollgeldsystem als solche, sondern jene Fantastillarden, von denen die VI dem Volk vorschwindelt, man müsste das Geld nur drucken; die Güter (Waren) wären dann schon irgendwie da.

    • Herr Brinkmann,
      mit Ihnen zu diskutieren, ist praktisch unmöglich, weil Sie über Dinge urteilen, die Sie gar nicht kennen.
      Sie gehen auf meine Argumente nicht ein, sondern verdrehen meine Aussagen.

      Sie unterstellen den Vollgeld-Befürwortern, sie würden dem Volk etwas „vorschwindeln“, „man müßte des Geld nur drucken; die Güter (Waren) wären dann schon irgendwie da“.
      Diese Behauptungen von Ihnen sind völlig falsch, es sind Lügen, die Sie für sich selbst aufgestellt haben, um das Vollgeld zu diskreditieren.

      Sie „vergessen“ bei Ihren unsäglichen Falschbehauptungen über das Vollgeld, daß dort intelligentere Leute als Sie mitarbeiten, Finanzexperten, Währungsexperten, Ökonomen.

      Und Sie unterschätzen Leute wie WOK und mich, welche das Vollgeldsystem und das heutige Betrugsgeldsystem verstehen.
      Sie denken, Sie könnten von der Unwissenheit der Menschen profitieren, das ist Ihnen aber nicht gelungen.

      Vielleicht beginnen Sie mal als Einstieg, das heutige Betrugsgeldsystem zu verstehen. Es ist ein 2-stufiges Geldsystem, in welchem die Banken ihr eigenes „Bankengeld“ schöpfen, was ein Verstoß gegen geltendes Recht ist, was ein Betrug ist.

      Der Rechtsanwalt Hans Scharpf hat dies juristisch wasserfest dokumentiert und ist kein „Narr“, wie Sie ihm unterstellen, obwohl Sie nichts von ihm wissen. Er hat mehr drauf als Sie und er hat vor allem den Anstand, nur von Dingen zu reden, von denen er etwas versteht und mit denen er sich beschäftigt hat.

      Die Banken buchen bei der Kreditvergabe eine Zahl auf das Girokonto des Kreditnehmers. Sie haben aber das Geld gar nicht, sondern höchstens einen Bruchteil davon.
      Der Kreditnehmer denkt: Oh, die Bank hat mir Geld gutgebucht. Dafür muss ich Zinsen zahlen.

      In Wirklichkeit hat die Bank gar nicht die volle Summe Geld, die sie dem Kreditnehmer vorgaukelt, sie verlangt aber auch für den Teil der Summe Zinsen, den sie gar nicht hat. Das ist Betrug.
      Gegen diesen Betrug ist Hans Scharpf vor Gericht gegangen.

      Sie jedoch sind nicht einmal in der Lage, diesen Betrug zu erkennen. Das finde ich mehr als merkwürdig, Herr Brinkmann.
      Was sagen Sie dazu ?

    • Ja und? Das weiß ich doch alles. Nur ist das 2-stufige Geldsystem kein Betrug, sondern eine sehr kluge Einrichtung, die sich historisch entwickelt hat und die zweckmäßig ist.

      Was Sie aber nicht verstehen: In meinem Artikel geht es überhaupt nicht um das Vollgeldsystem (und folglich auch nicht gegen das V.).
      Sondern um die Behauptung der VI-Anhänger, dass durch die Schöpfung von Willkürgeld (die aber weder ein notwendiger Bestandteil des VI-Konzeptes ist, noch die einzige Geldschöpfungsform, die die Schweizer Initiative vorsieht: Daneben gibt es immer auch den Kredit) Geldschöpfungsgewinne anfallen würden.
      Das ist zwar formal richtig; nur stehen hinter denen keine Güter, und deshalb wäre diese Geldschöpfungsform inflationär.

      Dieses Element ist nicht zwingend; aber dieser Teil der Initiative ist Vortäuschung falscher Tatsachen.
      Und dabei beeindruckt es mich denkbar wenig, wenn auch „Experten“ diese Täuschungen unterstützen.

    • Nein, diese Geldschöpfungsform ist nicht inflationär, Herr Brinkmann.

      Auch im heutigen Betrugsgeldsystem, das Sie verteidigen, gibt es ständig neues Willkür-Geld, hinter dem keine Güter stehen.

      Jede Neuschöpfung von Geld ist inflationär, weil da neues Geld in die Welt kommt und deshalb die Relation von Waren und Geld verändert.

      Das macht aber nichts, wenn es nicht zuviel neues Geld ist.
      Im Vollgeldsystem kann das gut gesteuert werden.
      Im heutigen Betrugsgeldsystem jedoch nicht, da entstehen riesige Blasen und auch eine gesamte Inflation, wenn die Banken in ihrer Gier nach Profit übertreiben.

      Sie haben immer noch nicht erklärt, weshalb Sie das Betrugsgeldsystem verteidigen. Das ist langweilig mit Ihnen.

    • Es ist zwar richtig, dass ich vom Vollgeld-System nichts halte. Aber nochmal: Mein Aufsatz bezieht sich nicht auf das V. insgesamt, sondern auf die Propaganda der Schweizer VI, mit Vollgeld könnne man Milliarden mehr an Staatsausgaben usw. finanzieren ohne Nebenwirkungen.
      Es ist ein neoliberaler Irrtum, dass links das Geld und rechts die Güter wären, und dass die „irgendwie“ zusammenpassen müssten – und würden.
      Das Zusammenpassen regelt, beim Kreditgeld, die kreditäre Geldschöpfung als solche. Weil diese Form der Geldschöpfung durch den ihr innewohnenden „Rückleistungsdruck“ eine Bereitstellung von Gütern (spätestens am Ende der Kreditlaufzeit) erzwingt.
      Während sich beim Willkürgeld die Beschenkten (Staat und/oder Bürger) für lau am Sozialprodukt bedienen. Und folglich anderen was wegnehmen. Was sich in einer Geldwirtschaft in Inflation niederschlägt.

    • Die Banken blähen heute die Geldmenge durch Buchgeldschöpfung auf. Sie simulieren, dem Kreditnehmer „Geld“ zu verleihen, das sie gar nicht haben

      Genau das ist die Krankheit der heutigen Währungen: Geld, das es gar nicht gibt!

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