Offener Brief an die „Tagesschau“ zum Thema Tommy Robinson: Mit ihrem Verhalten unterstützen Sie die Bildung einer Gesinnungsdiktatur!

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Die Tagesschau - ein Blick in die Zukunft (Foto: Collage)

Sehr geehrte Damen und Herren,

In Großbritannien wird gerade die Pressefreiheit abgeschafft. Da der Leidtragende allerdings eine nicht systemkonforme Meinung hat, wird von ihrer Seite selbstverständlich nicht darüber berichtet.

Dann wundern sie sich noch über den Vertrauensverlust gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, so wie er nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist, ist es, die Bürger vorbehaltlos über die Dinge die in unserem Land und der Welt geschehen zu informieren.

Pressefreiheit ist einer der Grundpfeiler einer demokratischen staatlichen Organisationen. Die Presse soll den Bürgern das Handeln ihrer gewählten Vertreter darstellen. Aufgrund dieser Darstellung kann sich der Bürger bzw. Souverän eine Meinung über die gewählten Politiker bilden und danach seine nächste Wahl Entscheidung treffen. Es ist nicht Aufgabe der Presse eine systemkonforme Meinung zu vertreten und sich damit als Dienstleister der Politik zu machen.

In Grossbritannien ist ein Islamkritiker, der einer Vergewaltigungsgang auf den Zahn fühlte, verhaftet worden. Es sind Tendenzen erkennbar das auch in unserem Lande eine Entwicklung in in diese Richtung stattfindet. Dadurch dass sie nicht über die Geschehnisse in Großbritannien berichten, legitimieren Sie, in Form der Repräsentation des öffentlich-rechtlichen Rundfunk, eine Unterdrückung von systemkritischer Meinung. Doch gerade dafür ist die Pressefreiheit geschaffen worden. Die Presse soll und muss informieren, damit von der politischen Klasse getroffene Fehlentscheidungen ans Tageslicht kommen und geändert werden können.

Mit ihrem Verhalten unterstützen Sie die Bildung einer Gesinnungsdiktatur. Alle Meinungen die nicht vom System, was immer das auch sein soll, für gut befunden werden , werden unterdrückt werden.

Für sie könnte es allerdings auch eine Arbeitserleichterung sein. Denn sie müssten gar keine teuren Journalisten mehr rausschicken die irgendetwas recherchieren. Sie übernehmen und präsentieren einfach das was sie vom System präsentiert bekommen.

Unsere Demokratie hat bis jetzt mehrere Minderheiten, die anderer Meinung waren als die Mehrheit, ausgehalten. Im Falle der grünen Politik, die durchaus positive Seiten hat, hat diese Minderheit auch positive Veränderungen herbeigeführt. Wenn sich weiterhin nicht angepasste Meinungen unterdrücken werden sie solche fortschrittlichen Entwicklung in der Zukunft verhindern. Eine Verhinderung Ihrerseits der Debatten über die Fragen der momentan nicht Mainstream Meinung kann zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen. Wollen sie das? Wenn sie das wollen, dann machen Sie weiter so, wenn nicht, haben sie immer noch die Möglichkeit wieder mit ehrlichem Journalismus zu beginnen und nicht zu verschweigen. Dann hätten sie auch keinen Glaubwürdigkeitsproblem und es würden weniger Leute auf alternative oder pseudo Medien ausweichen bei denen sie irgendeinen Nonsens glauben.

Allerdings habe ich die leise Befürchtung, dass sie bereits so von ihrer und der System Meinung eingenommen sind, dass ihrerseits eine Reflektion der stattfindenden Realität nicht geschehen wird. Wenn dies der Fall sein sollte werden sie weiterhin gebetsmühlenartig die vorgegebene Meinung wiedergeben und dem Volk auftischen. Dann müssen sie sich allerdings auch später nicht beschweren wenn ihre Institutionen aufgelöst werden. Ich hoffe ihr Verstand und ihr Verantwortungsbewusstsein lassen es zu, dass Sie Änderungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk einläuten. Dann haben sie und die Bürger ein funktionierendes demokratisches System der Pressefreiheit. Dabei wäre es allerdings manchmal notwendig bei Politikern unbequeme Fragen zu stellen. Aber noch einmal dafür ist die Presse einmal erfunden worden.

Ich hoffe sie zumindest zum Nachdenken bewegt zu haben und stehe für weitere Rückfragen oder gerne auch gemeinsame Gespräche zur Rettung der Pressefreiheit und des guten Journalismus und damit der Demokratie im Gesamten zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Jansen

 

 

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