Kämpfer für das „Gute“ ruft zum „bundesweiten Kopftuchtag“ auf!

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Frauenproteste i1979 m Iran (screenshot The Telegraph)

Der Streit ums Kopftuch offenbart nicht nur die tiefen Gräben, manche nutzen ihn auch um ein bißchen Berühmtheit zu erlangen. So wie Maximilian Schmidt – kurz Maxim – der jetzt mit seinem „1. Bundesweiter solidarischer Kopftuchtag“ für ein bißchen Wirbel unter seinesgleichen sorgt und sich auf  Facebook über einen einzigen Artikel zum Thema in NEX24 mit einem Zwinkersmiley freut: „Ich bin dann mal ein bißchen berühmt!“ Mit seinem „Kopftuchtag“ greift er einen Vorschlag des grünen österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen aus dem vergangenen Jahr auf, der damals für reichlich Zündstoff sorgte.

von Marilla Slominski

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1. Bundesweiter solidarischer Kopftuchtag (screenshot Facebook)

Anlass für die Protestaktion gegen „Rechts“ ist mal wieder die Rede von Alice Weidel, in der sie das Wort „Kopftuchmädchen“ in den Mund nahm und mit dem sie einen medialen Aufschrei der Empörung in den bundesweiten Medien hervorrief. Und so ist Maxim Schmidt, Initiator des „Kopftuchtages“ und Mitglied der Ökologisch Demokratischen Partei (ÖDP) auch von der Richtigkeit seines Anliegens schwer überzeugt:

„Ich bin auf die Idee gekommen, diese Aktion zu starten, weil wir der Meinung sind, dass wir Rassismus nur so angreifbar machen können, wenn wir der AfD zeigen, was wir von ihrer Hetze halten. Frau Weidel hat nicht ’nur‘ muslimische Frauen damit beleidigt, sondern alle die, die ein Kopftuch tragen. Alle, die aus religiösen und modischen Zwecken ein Kopftuch tragen wollen. Diesen Frauen gilt die Solidarisierung“, erklärt Schmidt in NX24.

Während er nun, mit mehr als 1000 an der Veranstaltung interessierten Teilnehmern, für das islamische Verschleierungsgebot im öffentlichen Raum wirbt,  macht er sich an anderer Stelle – wie überraschend – mit einer Petition gegen das Aufhängen des christlichen Kreuzes stark. Er, wie auch die vielen „mutigen“ Frauen, die sich für das islamische Kopftuch einsetzen und meinen einen Kampf für Frauenrechte und Freiheit zu führen, zeigen wenig Solidarität mit ihren Geschlechtsgenossinnen, die in islamischen Staaten weltweit unter den Stoff gezwungen werden.

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Mit dem islamischen Kopftuch gegen die AfD (screenshot Facebook)

Wie schnell es mit der Freiheit zum Kopftuch vorbei sein kann, zeigen die Fotos der Fotografin Hengameh Golestan. Die Iranerin war dabei, als 1979 rund 100.000 Frauen auf die Straße gingen und gegen das neue Gebot zur Verschleierung protestierten. Doch aller Protest nützte nichts, schnell war es mit der Freiheit der modernen iranischen Frauen nach dem Sturz des Schahs und mit der sogenannten Iranischen Revolution vorbei. Die, die nicht flüchten konnten, wurden alle ausnahmslos unter den Schleier gezwungen. Berichte von denjenigen, denen die Flucht ins Ausland gelang, zeigen eindrücklich, wie schnell so eine islamische Machtübernahme vonstatten geht – eine Übernahme, die keiner von ihnen zu dem Zeitpunkt für möglich gehalten hat (jouwatch berichtete).

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Frauenprotest 1979 im Iran (screenshot The Telegraph)
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Frauenproteste i1979 m Iran (screenshot The Telegraph)
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Frauenproteste 1979 im Iran (screenshot The Telegraph)

 

Doch der Wunsch der Iranerinnen nach Freiheit und Selbstbestimmung  lebt seit Generationen unter den Stoffzelten weiter. Und so nehmen sie Gefängnisstrafen und Prügel in Kauf, um sich von dem zu befreien, was Maximilian Schmidt und all seine „mutigen“ Mitstreiter so vehement in unserem Land einführen wollen – das Kopftuch, islamisches Symbol für die Zugehörigkeit und die vollständige Unterwerfung unter die Regeln des Koran.

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