Schweden warnt vor Krieg: Lauert die Gefahr in Russland oder doch im eigenen Land?

Symbolfoto: Durch Bumble Dee/Shutterstock
Symbolfoto: Durch Bumble Dee/Shutterstock

In Schweden bereitet die Regierung ihre Bürger auf kommende Krisenzeiten vor.  Sie beginnt mit dem Verteilen einer Broschüre mit dem Titel „If Crisis or war comes“ (Wenn Krise oder Krieg kommen). Für die Mainstream-Medien ist klar, was damit gemeint sein könnte – sie vermuten nicht etwa durch die Masseneinwanderung ausgelöste Sicherheitsprobleme im Land als künftige Krise oder gar Kriegsursache, nein – der Feind steht für sie im Osten. 

von Marilla Slominski

„Das Heft wird zu einem Zeitpunkt in Umlauf gebracht, an dem in Schweden intensiv über das Thema Sicherheit diskutiert wird. Hintergrund sind die Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 sowie jüngere Vorfälle, bei denen russische Flugzeuge und U-Boote in schwedisches Gebiet vorgedrungen sein sollen,“ mutmaßt z.B. der Spiegel. Und auch die Tagesschau ist sich sicher – in der Broschüre geht „es um Natur- oder hausgemachten Katastrophen wie Reaktorunfälle, aber auch um Terroranschläge, um Cyberangriffe auf die digitale Infrastruktur des Landes, Desinformationskampagnen, also auch um „Fake News“, und um einen militärischen Angriff auf Schweden. Selbst wenn es offiziell nicht angesprochen wird: Die letzten Punkte dürften einzig mit den Russen zu tun haben, die man hier längst wieder als Bedrohung wahrnimmt.“

In der Broschüre werden die Schweden darüber informiert, was z.B. im Falle von Überflutungen und Waldbränden aufgrund des sogenannten Klimawandels zu tun ist. Wichtig sei, sich selbst mit genug Proviant, Medikamenten und Wasser zu versorgen, um ein paar Tage ohne Hilfe, Strom und Internet überstehen zu können und nicht auf „Fake-News“ reinzufallen. Im Falle eines Terrorangriffs solle man sich in Sicherheit bringen und den Notruf wählen. Das sei dann aber auch bitte das letzte Telefonat, das man tätige. Auf keinen Fall solle man Personen anrufen, die sich in Gefahr befinden – das Klingeln könne die Angreifer auf sie aufmerksam machen. Ausserdem sei es wichtig, das Netz für den Rettungseinsatz freizuhalten. „Teilen Sie unter keinen Umständen nicht bestätigte Informationen im Internet“, so die klare Anweisung der Regierung.

Liest man jedoch den aktuellen Bericht des Gatestone Instituts, könnte man meinen, das zwischen der Verteilung der Broschüre und der aktuellen Situation in Schweden ein Zusammenhang besteht, der immer wieder gerne geleugnet und unter allen Umständen nicht in den Fokus der breiten Öffentlichkeit gelangen soll.

„Ein schwedischer Polizeibericht „Utsatta områden 2017“ („Verletzliche Zonen 2017“, allgemein bekannt als „No-Go-Zonen“ oder gesetzlose Gebiete) zeigte, dass es in Schweden 61 solcher Gebiete gibt. Sie umfassen 200 kriminelle Netzwerke, bestehend aus schätzungsweise 5.000 Kriminellen. Dreiundzwanzig dieser Gebiete waren besonders kritisch: Kinder im Alter von 10 Jahren waren dort in schwere Verbrechen verwickelt, darunter auch solche mit Waffen und Drogen. Die meisten Einwohner waren nicht-westliche, hauptsächlich muslimische Einwanderer.

Ein neuer Bericht „Die Beziehung zur Justiz in sozial verletzlichen Zonen“ von BRÅ (Brottsförebyggande Rådet, Rat für Kriminalprävention), dem schwedischen Rat für Kriminalprävention, zeigt, dass mehr als die Hälfte der Einwohner dieser Gebiete – etwa 500.000 Menschen – der Meinung sind, dass Kriminelle die Menschen in diesen Gebieten beeinflussen, indem sie Menschen einschüchtern und verhindern, dass sie als Zeugen auftreten, die Polizei rufen, sich frei bewegen und bei Vandalismus intervenieren. Die Bewohner fürchten die Rache der lokalen Kriminellen, nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen Familienmitglieder.“ (weiter hier)

Kriminalität, Islamisierung, No-Go-Zonen mit eigenen Gesetzen und Regeln könnten schneller als gedacht die bürgerkriegsähnlichen Zustände hervorrufen, in denen die toleranten Schweden zur Broschüre greifen müssen.

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