Nach Antifa-Aufmarsch in Hitzacker: Polizistenfamilie in Betreuung. Aber war ja alles nur ein Gag!

Linksextremisten und ihr angeblicher "Gag" (Bild: Screenshot)
Linksextremisten und ihr angeblicher "Gag" (Bild: Screenshot)

Niedersachsen/Hitzacker – Nachdem am Freitagabend 60 mehrheitlich vermummte Linksextremisten sich vor dem Privathaus eines Polizisten aufbauten und in dessen Abwesenheit seine Frau samt anwesender Kinder durch ihre extremistischen Einschüchterungsversuche traumatisierten, laufen nun Ermittlungsverfahren gegen das linke, antifaschistische „Pack“. Diese bezeichnen nun ihre „Aktion“ verharmlosend als „spontanes Straßenmusikkonzert“, das „als Gag“ gedacht gewesen sei. Neigungsmedien der bekannten Sorte tragen diese Darstellung teilweise mit.

„An der Wohnungstür ist Schluss“. Das forderte die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke), als „ausländerfeindliche Demonstranten“ vor ihrem Wohnsitz aufgezogen waren. Gespenstisch sei es gewesen, so die Sozialistin und forderte – da es dieses Mal um die eigene Haut ging –  „besseren Schutz für Politiker.“ Viele Journalisten und andere Politiker sprangen ihr bei.

Propagandavideo der Linksextremisten willig verbreitet

Etliche Journalisten und Politiker der Linken und Grünen haben aber kein Problem damit, wenn dasselbe vor dem Haus eines Polizisten passiert – in dem Kinder und Ehefrau alleine waren. Kein Problem, weil die teilweise Vermummten aus der linksextremen Szene stammen?, so die Frage auf der Facebookgruppe „Solidarität mit den Beamten der Davidwache“.

Im Internet verbreiten Politiker wie Jürgen Kasek (Grüne, Sachsen), Katharina König-Preuß (MdL, Linke, Thüringen) oder Sabine Berninger (MdL, Linke Thüringen) und andere ungehemmt ein Propagandvideo der Linksextremisten, in dem die Adresse des Beamten auf einem Straßenschild zu sehen ist. Gleichzeitig kursieren neue Gewaltaufrufe gegen den Mann und sein Zuhause. Die Linksextremisten selbst schreiben, sie empfänden „Freude, einen wunden Punkt gefunden“ zu haben. (siehe Screenshots).

Antifa-Bedrohung (Bild: Screenshot)
Antifa-Bedrohung (Bild: Screenshot)

Verständnisselige Berichterstattung im NDR

„Wir haben diese und andere Politiker angeschrieben mit der Bitte, Stellung zu nehmen zu den neuen Drohungen und der Adressnennung. Keine Reaktion“, heißt es auf dem Facebook-Portal weiter.

Sogar Philipp Krüger, Sprecher der Themengruppe Polizei bei Amnesty International verbreitet das Video mit der Privatadresse der Polizisten-Familie trotz der neuen Drohungen und reagierte nicht auf Anfrage. Auch zahlreiche Journalisten verbreiten das Video über ihre privaten Accounts. Nur einer reagierte auf Anfrage und entfernte das Video. Weder Christian Rath, der rechtspolitische Korrespondent der taz, noch der NDRInfo Journalist Benedikt Strunz reagierten auf Anfrage, wird weiter berechtigter Weise kritisiert. Jouwatch verzichtet aus genanntem Grund auf die Verlinkung des Videos.

Der NDR selbst berichtete gestern im Fernsehprogramm „Hallo Niedersachsen“ verständnisvoll über den Übergriff in die Privatsphäre der Polizistenfamillie. Kein Wort über die neuen Gewaltaufrufe, die Freude, den wunden Punkt gefunden zu haben, die veröffentlichte Adresse und die Vermummung der Linksextremisten. „Gut, dass wenigstens die Aussagen der im Film befragten Politiker eindeutig waren“.

Gedeckt durch  Mandatsträger politischer Parteien und Journalisten

In den neuen Drohungen heißt es, man werde beim nächsten Mal „die ganze Bude abfackeln“.

Abfackeln (Bild: Screenshot Indymedia)
Abfackeln (Bild: Screenshot Indymedia)

Die Hamburger „NoG20“ Gruppe droht mit erneuten Hausbesuchen bei der Polizistenfamilie in Hitzacker. Einzelne Linksradikale erklären sogar, man brauche eine Kennzeichnungspflicht für Polizisten, um leichter an deren Adressen zu kommen.

Auf Indymedia werden Tipps gegeben, gezielt nach Angeboten von Polizisten bei ebay-Kleinanzeigen zu suchen, weil man so in deren Zuhause käme. Oder der Hinweis „ein Bulle verkauft sein Haus“ – gefunden in einer Immobilienanzeige – das könne man doch zur „Hausbesichtigung“ nutzen. „Seid kreativ“ heißt es dort.

"Bulle" verkauft sein Haus - Seid kreativ! (Bild: Gefunden bei Indymedia)
„Bulle“ verkauft sein Haus – Seid kreativ! (Bild: Gefunden bei Indymedia)

Neu ist diese Strategie zur Ausforschung von Polizisten allerdings nicht. „Wir wissen wo Du wohnst“ war ursprünglich eine Drohung von Neonazis gegen Polizeibeamte. Seit einigen Jahren haben Linksextremisten dieses Vorgehen übernommen. Gelockerte Radmuttern an Privat-PKW, „Fahndungsplakate“ und Schmierereien im Wohnumfeld, Privatadressen und Fotos auf im Internet – das betreibt die extreme Linke seit Jahren.

Gedeckt und teils unterstützt durch Mandatsträger politischer Parteien und einzelne Journalisten, die das alles nicht so schlimm finden, heißt es dazu abschließend.

Familie des Polizisten in sozialpsychologischer Betreuung

Wie der Nordkurier mitteilt, sei die Polizistenfamilie nach dem linksextremistischen Aufmarsch in Betreuung.  Die Familie stehe noch „sichtlich unter dem Eindruck der Geschehnisse”, so ein Polizeisprecher gegenüber der Zeitung. „Sie werden engmaschig durch einen sozialpsychologischen Dienst betreut.” (SB)

 

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