Antrag abgelehnt! Keine Gedenktafel für Opfer des Kommunismus an Karl-Marx-Statue

Karl Marx (Bild: shutterstock.com/Durch Kao BinChun)
Karl Marx (Bild: shutterstock.com/Durch Kao BinChun)

Trier – Mit den Stimmen aller Trierer Stadtrats-Fraktionen – der SPD, UBT, der Linken, der Grünen und der CDU – wurde der AfD- Antrag, die Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft bei der Formulierung der geplanten Gedenktafel an der Karl-Marx-Statue einzubeziehen, abgelehnt.

Die Parteien, die sich für das Aufstellen einer fünf Meter hohen Statue jenes Mannes, der als Vordenker der größten Massenmörder der jüngeren Geschichte gilt, stark machten, haben am Donnerstag gegen den Antrag der AfD-Stadtratsfraktion gestimmt. Die Begründung: „Zu einseitig und zu populistisch“.

Berücksichtigung der Wirkungsgeschichte der Marxschen Philosophie und dessen Opfer

Die AfD hatte in einem entsprechenden Antrag begründet, dass in der Stadtratssitzung am 6. April 2017 mehrheitlich beschlossen wurde, im Umfeld der Marx-Statue eine Tafel aufzustellen, die Karl Marx in seinem historischen Kontext erläutern soll. Hierzu zähle laut AfD auch die Berücksichtigung der Wirkungsgeschichte der Marxschen Philosophie und damit auch die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft.

Bereits im Vorfeld hatten zahlreiche Verbände und Menschenrechtsgruppen wie die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, die Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen oder die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte  heftig gegen dieses „dekadente und abstoßende“ Vorhaben protestiert und an die „Millionen Opfer des Kommunismus“ erinnert, die „vergeblich auf ein Mahnmal warten“.

Wallfahrtsort für Marxisten und Linksextremisten jeglicher Art geschaffen

Die AfD-Stadtratsfraktion hatte damals nicht nur dagegen gestimmt, sondern ausdrücklich darauf hingewiesen, dass hier ein Wallfahrtsort für Marxisten und Linksextremisten jeglicher Art geschaffen würde. Diese Befürchtungen hatte sich bereits am Tage der Enthüllung in erschreckender Weise bestätigt. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden von einem Meer aus roten Fahnen begleitet, auf denen Symbole der verfassungsfeindlichen Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) und anderer linksextremer Organisationen zu sehen waren.

Linke Fangemeinde (Bild: AfD Trier)
Linke Fangemeinde (Bild: AfD Trier)

An der Statue selbst posierten in- und ausländische Gruppen, die mit offenkundigem Stolz ihre kommunistischen Symbole präsentierten. Dabei wurden unter anderem Bilder des sowjetischen Massenmörders Stalin und Abbildungen von Hammer und Sichel gezeigt, ohne dass sich in irgendeiner Form Widerspruch der zahlreich anwesenden Stadtratsmitglieder dagegen erhob.

Gleichzeitig wurde selbst nach Abschluss der offiziellen Feier Kritikern der Marx-Statue wie Mitgliedern der Falun-Gong-Bewegung oder Kommunismus-Opfern zunächst der Zutritt verweigert. Ein von der AfD später am Denkmal niedergelegter Kranz zum Andenken an die millionenfachen Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft wurde nach wenigen Minuten unter den Augen des Pressesprechers der Stadt Trier von Linksextremisten beschädigt und dann von der Polizei entfernt.

Stadtrat verhöhnt Opfer des Kommunismus

In einer Stellungnahme der AfD wurde die am Donnerstag erfolgte Ablehnung einer entsprechenden Gedenktafel und somit das Verhalten des Stadtrats als „geschichtsvergessend und empörend“ bezeichnet. Die Entscheidung des Stadtrates bedeute eine Verhöhnung der Opfer des Kommunismus, heißt es dazu weiter.

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