Dr. Alice Weidel (AfD) beliebteste Politikerin bei Facebook

(FotoAfD/Pixabay-Alexas_Fotos)
Dr. Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion (FotoAfD/Pixabay-Alexas_Fotos)

Daß die bunte Regierung versucht, per scheinheiligem NetzDG die Kontrolle über die sozialen Netzwerke zu bekommen, scheint nicht von heiligem Erfolg gekrönt zu sein, wie Meedia berichtet. Alexander Becker listet dort die erfolgreichsten Facebook-Profile von Politikern und stellt einen Wandel fest.

Demzufolge sah das Ranking noch im Mai 2017 aus wie folgt:

1. Christian Lindner – 279.500 Likes, Reactions, Shares und Kommentare
2. Angela Merkel – 267.900
3. Frauke Petry – 267.800
4. Sahra Wagenknecht – 240.600
5. Jörg Meuthen – 175.800
6. Martin Schulz – 99.600

Heute jedoch ergibt sich ein völlig anderes Bild.

1. Alice Weidel – 421.400
2. Jörg Meuthen – 329.500
3. Sahra Wagenknecht – 314.400
4. Gregor Gysi – 97.000
5. Angela Merkel – 94.600
6. Beatrix von Storch – 59.000
7. Oskar Lafontaine – 44.900
8. Petr Bryston – 43.900
9. Christian Lindner – 40.800
10. Björn Höcke – 39.000

Alice Weidel und Sarah Wagenknecht haben also das Zeug dazu, als Schneeweißchen und Rosenrot den Bann des Zwergs zu brechen, der Allen per NetzDG einen Bären aufbinden wollte. Alexander Becker sieht das freilich ein bißchen anders und klagt, die „Parteien der Mitte“ – Mitte ist für Becker anscheinend da, wo sämtliche Linksparteien desaströs vor sich hin marodieren – hätten den „Populisten das Feld überlassen“. Klingt schwer nach freiwilligem Rückzug, dürfte aber andere Ursachen haben. Aussichtslosigkeit zum Beispiel.

Becker schreibt: „Beim Blick auf die jüngste Statistik erstaunt erst einmal, dass die Interaktionszahlen der ersten Drei sogar weit höher sind, als die der Politiker aus dem Wahlkampf. Offenbar verstehen es die Social-Media-Teams hinter Weidel, Wagenknecht und Meuthen heute noch besser als vor einem Jahr, die Mechaniken von Facebook zu nutzen.“

So sehen feuchte Träume aus. Wie schön wäre es für Herrn Becker von Meedia, wenn der Erfolg der ersten Drei tatsächlich nur mit ihren Kenntnissen der „Mechaniken von Facebook“ zusammenhinge. Albträume hingegen bestehen aus dem Verdacht, der Erfolg könnte mit politischen Positionen zusammenhängen.  Albträume sind in Wolkenkuckucksheim aber nicht so gefragt.

Alexander Becker weiter: „Ein wichtiger Grund für den großen Erfolg der linken und rechten Politiker liegt natürlich auch in den Umstand, dass sie in der Opposition sind. Ohne Regierungsverantwortung ist es doch viel einfacher, empörte und wütende Postings abzusetzen.

Sollte der schwindende Erfolg Merkels bei Facebook etwa daher rühren, daß sie sich nicht genügend über sich selbst empört und es unterläßt, die dazu passenden, wütenden Postings abzusetzen? Vielleicht sollte sie mal einen Test starten, so ungefähr: Angela Merkel (Smilie „wütend“ dahinter) – „Was ich die ganze Zeit für einen Schwachsinn erzähle – da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt!?“ Wenn sie viele Likes und tröstliche Kommentare dafür bekommt, wäre sie sozial-medial auf einem erfolgversprechenden Weg und müsste mit ihren Selbstbeschimpfungen einfach nur fortfahren.

Aber dann geht Becker meedia in res und kommentiert auch noch das desaströse Abschneiden der Sozialdemokraten in den sozialdemokratisch zensierten Netzwerken wie folgt: „Geradezu augenscheinlich ist der Niedergang der SPD. Auch in den sozialen Medien braucht die Partei und ihre neu aufgestellte Führungsmannschaft offenbar einen Neustart.

Er träumt halt gern, der Herr Becker. Wer an einen Neustart der SPD glaubt, der geht vermutlich auch mit einer neuen Sozialbatterie zum Schrottplatz, um nachzusehen, ob sich eines der gepressten Blechpakete nochmal starten läßt.

Seitdem Alice Weidel im Bundestag aber deutlich sagte, „dieses Land wird von Idioten regiert“, dürfte ihr Vorsprung bei Facebook uneinholbar geworden sein. Und zwar egal, wie oft die SPD den Anlasser für einen Neustart betätigt.  (ME)

 

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