BAMF prüfte nur 0,7 Prozent der Asyl-Bescheide

Foto: Durch Kiro Popov/Shutterstock
Auf, auf nach Deutschland, hier wird kaum einer kontrolliert (Foto: Durch Kiro Popov/Shutterstock)

Nürnberg – Der Horror geht weiter, der Kontrollverlust weitet sich aus – und Horst Seehofer ist die Flasche, die er schon immer war: Im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gibt es erheblich Mängel bei der Qualitätskontrolle. Laut „Bild“ (Freitagausgabe) wurden seit Beginn der Flüchtlingskrise weniger als ein Prozent der Asyl-Entscheidungen im BAMF überprüft. Das geht laut der Zeitung aus Antworten des Bundesinnenministeriums auf Fragen der FDP-Innen-Expertin Linda Teuteberg hervor.

Demnach wurden vom Januar 2015 bis März 2018 von 1,65 Millionen Entscheidungen lediglich 11.830 intern von der Qualitätskontrolle des BAMF überprüft – gerade einmal 0,7 Prozent. „Ein zentrales Qualitätsmanagement fand nur sehr eingeschränkt statt“, sagte Teuteberg der „Bild“. Bis Ende 2016 seien lediglich sieben Mitarbeiter für diese Prüfungen vorhanden gewesen.

Die Innen- und Migrations-Expertin der FDP fordert Konsequenzen: „In einer großen, bundesweiten Stichprobe müssen alle bisherigen Entscheidungen des BAMF überprüft werden.“ Die Qualitätskontrolle habe versagt, „während gleichzeitig Tausende neue, unerfahrene Mitarbeiter Asylanträge im Stundentakt bearbeitet haben“, so Teuteberg. Die Folge: „Eine extrem hohe Fehlerquote, wie die Entscheidungen der Verwaltungsgerichte zeigen.“ (Quelle: dts)

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