NRW: SPD stürzt im roten Kernland ins Bodenlose

Absturz (Bild: shutterstock.com/Durch Elnur)
Absturz (Bild: shutterstock.com/Durch Elnur)

Nordrhein-Westfalen galt bislang als das Kernland der SPD. Traditionell holten die Genossen dort bei Wahlen starke Ergebnisse und bis vor einem Jahr stellte die SPD noch die Ministerpräsidentin. Diese Zeiten scheinen nun endgültig vorbei. Die SPD stürzt ins Bodenlose.

Nach neuesten Umfragen stürzt die SPD jedoch im bevölkerungsreichsten Bundesland geradezu ins Bodenlose.  Im Vergleich zum Januar verloren die bis Mai 2017 in Düsseldorf mit den Grünen regierenden Sozialdemokraten noch einmal sechs Prozentpunkte, wie die am Sonntag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den WDR ergab.

Bei Thomas Kutschaty, ehemaliger SPD-Justizminister in NRW ist das „Pfeifen im Walde“ geradezu überdeutlich zu hören. Der SPD-Funktionär meint zu den katastrophalen Umfragewerten seiner Partei: „Ich glaube schon, dass die meisten Menschen es uns abnehmen, dass wir es immer gut gemeint haben. Wir haben es nur nicht immer gut gemacht“.

„Nicht gut gemacht“ bedeutet für die Sozialisten aktuell gerade noch 22  Prozent.  Grüne und AfD stehen bei jeweils 12 Prozent, FDP bei 9, Linke bei 7 Prozent. Die CDU kommt immer noch auf 35 Prozent. Die schwarz-gelbe Regierung erhält eine bessere Bewertung als die rot-grüne Vorgängerregierung. Jedoch sind laut dimap 51 Prozent mit der Arbeit der aktuellen Politikfunktionäre unzufrieden. Dies ist, wie der Focus laut dem WDR berichtet, der schlechteste Wert für eine Landesregierung außer für die Regierungen in Bremen und Berlin.