Löw nimmt Erdogan-Fans Özil und Gündogan mit nach Russland!

Foto: Imago
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Das war zu erwarten, schließlich gibt es ja den Begriff „Nationalmannschaft“ auch nicht mehr. Der Bundestrainer hat laut Kicker auch die Erdogan-Fans Mesut Özil und Ilkay Gündogan ins vorläufige WM-Kader gesteckt. Damit steht es jetzt schon 1:0 für die Türkei.

Dazu der Kommentar von Young German

Man kann nicht zwei Herren dienen und muss sich zu einem bekennen

Illkay Gündogan und Mesut Özil wurden in den letzten Jahren als Paradebeispiele für Integration durch Fußball gefeiert. Als deutsche Staatsbürger mit türkischen Wurzeln, die hier im Land angekommen sind und unsere Werteordnung angeblich schätzen, diese Heimat ehren und sich bewusst und aus Überzeugung für Deutschlands Nationalmannschaft entschieden haben. Özil bekam sogar den Bambi für Integration, der selbstverständlich ein völlig wertloses Schmuckstück ist, das  auch schon an Bushido vergeben wurde.  Jetzt posieren sie beide strahlend mit dem Sultan vom Bosporus, der immer wieder durch seine kriegerische Rhetorik gegenüber Deutschland und dem ungläubigen Europa auffällig geworden ist, Kurden zusammenschießen und Oppositionelle bzw. Kemalisten massenhaft verhaften lässt. Ein Autokrat wie aus dem Bilderbuch.

«Für meinen Präsidenten!» schreibt Gündogan  auf das signierte Shirt für Herr Erdogan. Eigentlich hatte sich der junge Mann auch schon an anderer Stelle klüger über sein Verhältnis zu Deutschland geäußert, ließ zumindest anklingen, dass er sich auch hier heimisch fühlt.  Gündogan hat beide Staatsbürgerschaften, die deutsche und die türkische. Und anders als Mesut Özil, der mit seinem frommen islamischen Glauben, der Missachtung der Nationalhymne, seiner Weigerung mitzusingen und dem häufigen Posieren mit Erdogan eigentlich nie einen Hehl daraus gemacht hat, wessen Geistes Kind er wirklich ist, kommt Gündogans Positionierung doch überraschend. Faktisch stimmt es natürlich, dass auch Erdogan sein Präsident ist. Aber Steinmeier ist es nominell eigentlich auch.

Hier ein Ausschnitt aus einem Interview mit der FAZ mit Gündogan:

War Ihr türkischer Hintergrund ein Thema bei den deutschen Mannschaftskameraden und in der Schule? Erfuhren Sie Fremdenfeindlichkeit?

Ich bin meinen Eltern dankbar dafür, dass Sie den Mut hatten, sich von Anfang an in die deutsche Gesellschaft integrieren zu wollen. Obwohl sie die Sprache zunächst nicht beherrschten. Es gibt ja viele türkische Familien, die in ihrem Viertel zusammenwohnen. Da haben es die Heranwachsenden schwer, sich komplett auf die deutsche Gesellschaft einzulassen. Meine Eltern haben es immer bevorzugt, in einer Gegend zu wohnen, in der der deutsche Anteil überwog. So war ich früh gezwungen, mit meinen Spielkameraden Deutsch zu sprechen. Durch mein gutes Deutsch und meine Leidenschaft für den Fußball habe ich immer Anerkennung gespürt. Das hat sich komischerweise auf das normale Leben übertragen. Ich wurde ohne Vorurteile angenommen, dass ich Türke war, spielte keine Rolle.

War es umgekehrt ein Problem? Kam von türkischer Seite der Vorwurf, die Familie Gündogannabelte sich zu sehr ab?

Nein, meine Eltern bekamen eher Anerkennung für den Mut, den Sie hatten. Kritik bekamen wir nur, als es darum ging, für welche Nationalmannschaft ich spiele. Obwohl ich von Anfang an sagte, dies sei keine Entscheidung gegen die Türkei, sondern eine für Deutschland.

 

Klingt eigentlich wie etwas, auf dem man aufbauen kann. Hört sich doch nach einem Bekenntnis für Deutschland an! Eine bewusste Entscheidung für die Bundesrepublik Deutschland, den deutschen Teil seiner Erziehung und seines Umfeldes, die ihn prägten. Daher ist es bedauerlich, dass sich Gündogan letztendlich eben doch nicht als angepasster Bundesbürger und deutscher Bürger mit türkischen Wurzeln, sondern als Anhänger von Erdogan entpuppt. Dieser hat die Absicht Europa zu islamisieren und die Türkei unumkehrbar in eine theokratische Republik mit totalitären Anstrichen zu verwandeln, die frei von denen unreinen Blutes ist.

Wer sich so freudestrahlend mit Erdogan während seines Wahlkampfes ablichten lässt, begeht keine Dummheit oder einen Fauxpas, sondern handelte bewusst und mit voller Absicht und im Wissen, dass Millionen junger Menschen mit Migrationshintergrund(türkisch und andere) in Deutschland zu Özil und Gündogan als Idole aufsehen. Die Türken, die es in Deutschland zu etwas gebracht haben (außer Experten in Diskriminierungsfragen zu sein).  Özil und Gündogan haben sich gegen das Grundgesetz entschieden, gegen Gelsenkirchen , die deutsche Stadt aus der sie kommen. Und ihr Bekenntnis zu Erdogan steht in einem fundamentalen Konflikt zu dem Land, in dem sie eigentlich aufgewachsen sind.

Paradebeispiele für Integration und Anpassung sind sie absolut nicht. Da gibt es nämlich viele Tausend andere, die es besser machen, aber nie erwähnt werden, weil sie so angepasst und integriert sind, dass sie nicht auffallen. Ganz unabhängig von Hautfarbe, Herkunft und Religion gibt es Unzählige in unserem Vaterland, die sich ganz bewusst und aus ehrlicher Zuneigung für Deutschland entschieden haben, die Werteordnung ehren, die Geschichte und Kultur unseres Landes lieben und im Sinne der Deutschen mit ihnen fortführen wollen.

Im Falle der Türkei und Deutschland erweist sich die doppelte Staatsbürgerschaft als Irrweg. Denn man kann nicht zwei Herren dienen und muss sich für einen entscheiden. Das Bekenntnis gilt der deutschen oder türkischen Nation. Einmal ausgesprochen soll es nicht wieder zurückgezogen werden. Die Nation kann man nicht wechseln wie die Socken, sondern man bindet sich als Zuwanderer aus freien Stücken an sie, bietet sich und seine Dienste an, wenn man nicht durch Geburt und Herkunft bereits an sie gebunden ist.

In der deutschen Fußballnationalmannschaft haben die beiden Gelsenkirchener Türken letztendlich nichts zu suchen.

 

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