Erika Steinbach gibt Bayerischen Verdienstorden zurück

Erika Steinbach (Bild: Pressefoto Erika Steinbach)
Erika Steinbach (Bild: Pressefoto Erika Steinbach)

Aus Protest gegen den Umgang der CSU mit der AfD gibt Erika Steinbach ihren Bayerischen Verdienstorden zurück. Sie habe Verständnis dafür, das Parteien im Wahlkampf zum Teil mit harten Bandagen kämpften. Doch auch „im politischen Meinungskampf gibt es Untergrenzen des Erträglichen“, so Steinbach am Montag in einem Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Diese Untergrenzen seien für sie nun erreicht. „Wer bezogen auf die AfD verkündet, „Brauner Schmutz hat in Bayern nichts verloren“, der unterbietet sein eigenes Niveau und stigmatisiert im Stile von Nazi-Jargon die Überzeugung sehr vieler Wähler, die sich aus Sorge um Deutschland der AfD zugewandt haben. Die CSU hatte keinerlei Probleme, eine Claudia Roth, die sich mit der unglaublichen Aussage „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ solidarisiert hat, durch ihren Ministerpräsidenten den Bayerischen Verdienstorden zu verleihen und wäre nach der Bundestagswahl ohne Probleme in eine Koalition mit den Grünen eingetreten, so Steinbach weiter.

Leider, so die ehemalige CDU-Politikern, besitze die CSU nicht die Hellsicht zu erkennen, dass es mit der AfD ein zutiefst bürgerliche Partei nur deshalb gebe, weil die Union eklatant versagt habe. „Sie ist Fleisch von Ihrem Fleische“, so Steinbach abschließend an Söder gerichtet. Und schließt mit: „Mit Ihrer schwer erträglichen Beschreibung der AfD beschmutzen Sie sich damit selbst. Der Orden geht Ihnen mit der Post zu“.

 

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