Bundeswehr: Armee ohne Unterhosen

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Schrott-Armee (Foto: Collage)

„Der Zipfel mit dem Schießgewehr ist Robert von der Bundeswehr“. So etwa müsste man es sich vorstellen,  wenn Soldaten aus verschiedenen NATO-Ländern miteinander bekannt gemacht werden – und wenn der Bundeswehr die Hosen ausgehen. Unterhosen sind nämlich schon knapp, wie Harald Martenstein im Tagesspiegel berichtet. Die lächerlichste Armee der Welt.

von Max Erdinger

Präsident Trump auf Deutschlandbesuch. Das Heeresmusikkorps und die Ehrenformation stehen in Reih´und Glied zum würdevollen Empfang bereit. Prächtig funkeln die Uniformknöpfe im Sonnenlicht, die Schäfchenwolken am Himmel spiegeln sich in den Blasinstrumenten. Aus blitzblank gewienerten Knobelbechern ragen blütenweiß die nackten Beine heraus und unter dem Jackensaum schwingen rhythmisch synchron die Soldatenzipfel im Takte von „Kumba Ya, My Lord, Kumba Ya“. Die Tür der Präsidentenmaschine öffnet sich. Donald Trump betritt die Gangway, winkt mit der einen Hand und löst mit der anderen seine Gürtelschnalle. Seine Hose fällt zu Boden. Kurze Zeit später rotiert seine Unterhose am ausgestreckten Zeigefinger in der Luft, während der Präsident, zur Musik tänzelnd, die Treppen heruntersteigt, den Zoom der Fernsehkameras informativ auf sein Gemächt gerichtet.

Der Bundeswehr sind die Unterhosen ausgegangen und die Solidarität des US-Präsidenten ist beeindruckend. Neben der Spargelfolie auf dem Boden des Flughafen-Vorfeldes (rote Teppiche sind ebenfalls aus) erwartet Uschi von der Leyen frisch gefönt den amerikanischen Krösus und grient dabei recht martialisch aus ihrem rosa Jäckchen heraus. Ein kleiner Leibeswind entfleucht ihrem nackten Hintern und mischt einen Mißton in die fromme Melodei des Heeresmusikkorps. Donald Trumps Frisur verliert ihre Haltung.

Zeitgleich kippen in Moskau und Damaskus Putin und Assad vom Stuhl. Totgelacht. So gewinnt Deutschland den Krieg. Die Bösewichter sind niedergerungen. Monatelang hatten sie den NATO-Angriffen gegen ihre Lachmuskeln tapfer standgehalten, indem sie sich simultan zu den Nachrichten aus Deutschland auf einem zweiten Bildschirm Bilder von ertränkten Katzenbabies angesehen haben. Defekte U-Boote, flugunfähige Hubschrauber, kaputte Panzer und ein Mangel an Gewehren –  gegen alle solche Nachrichten waren die Aggressoren gefeit. Auf einen so verheerenden Schlag wie den, daß der Bundeswehr die Unterhosen ausgegangen sind, waren sie jedoch nicht vorbereitet. Die Bilder der beiden toten Präsidenten auf den Fußböden von Moskau und Damaskus zeigen zwei grotesk zu einem Lachen verzerrte Totenmasken. Offenbar hatten die Unholde noch im letzten Moment einen militärischen Gegenschlag im Sinn, schafften es aber nicht mehr rechtzeitig, sich ihrer Beinkleider samt Unterhosen zu entledigen.

Deutschland ist wieder militärischer Weltmeister. Der lächerliche Mangel an allem bei der Bundeswehr ist international furchteinflößend, die Strategie dahinter schlicht genial. Mit 44 Milliarden Euro den neunthöchsten Wehretat der Welt zu haben und den Feind dann durch Unterhosenmangel zu besiegen, wird in die Militärgeschichte eingehen als pfiffige Heldentat im Range eines Trojanischen Pferdes.

Über den grünen Klee wollen wir daher Uschi von der Leyen loben. Es stimmt: Wer mit den fehlenden Waffen der Frau kämpft, ist unbesiegbar.