AfD: Klassenarbeiten auch bei schlechtem Durchschnitt werten

Schulnote (Bild: shutterstock.com/Durch GandG)
Schulnote (Bild: shutterstock.com/Durch GandG)

Hannover – Die niedersächsische AfD will Klassenarbeiten künftig auch dann werten lassen, wenn die Hälfte der Schüler eine Fünf oder eine Sechs geschrieben hat.

Aktuell hat das Kultusministerium des rot-schwarz-regieren Niedersachsen der Meinung, dass Klassenarbeiten, bei denen mehr als 30 Prozent der Arbeiten mit der Note „ungenügend“ oder „mangelhaft“ ausfallen, nicht gewertet werden dürfen. In Ausnahmefällen muss dies vom Schulleiter genehmigt werden. Darüber hinaus muss die Elternvertretungen über die Gründe für die Genehmigung informiert werden.

Die AfD-Landtagsfraktion wird in der kommenden Woche einen Antrag in den Landtag einbringen, damit Klassenarbeiten auch bei schlechtem Durchschnitt gewertet werden. Harm Rykena, Bildungsexperte der AfD in Niedersachsen zeigt sich überzeugt davon , dass die 30-Prozent-Quote eine der Ursachen dafür sei, dass das Leistungsniveau an den Schulen sinke. „Viele Lehrer machen in vorauseilendem Gehorsam die Arbeiten leichter, damit sie nicht in diesen Grenzbereich rutschen“, so Rykena laut einem Bericht des t-online-Portals. Denn eine Klassenarbeit genehmigen zu lassen, so der AfD-Politiker weiter, bedeutet für den Lehrer Verwaltungsaufwand und Ärger mit dem Direktor und den Eltern. Die AfD plädiere deshalb dafür, die Quote auf 50 Prozent heraufzusetzen.

Auch die FDP-Landtagsfraktion sieht in der 30-Prozent-Regelung einen Grund dafür, dass Leistung immer weiter nivelliert wird. FDP-Bildungsexperte Björn Försterling will den Grenzwert daher nicht erhöhen, sondern lieber gleich ganz abschaffen. Die bildungspolitische Sprecherin der CDU, Mareike Wulf, sieht indes keinen Änderungsgrund und möchte bei der bisherigen Regelung bleiben. Diese habe sich nach Ansicht der CDU-Quereinsteigerin als wirkungsvoller Kontrollmechanismus bewährt. (SB)

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