Der Todeskampf der Linken: Stahlgewitter und Komplotte

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Die Linke ist am Ende. Und sie spürt den nahenden politischen Tod. Im medizinischen Sprachgebrauch nennt man diese Phase des vergehenden Lebens die „Agonie“. Übersetzt bedeutet der Begriff Agonie den „Todeskampf“. Und weil es natürlich (und zum Glück) nicht um ein wirkliches Sterben geht, sondern nur um einen Verlust von Macht, Einfluss, ideologischer Kraft und Kompetenz, haben die Proponenten der Linken genug Energie übrig, um sich diesem finalen Kampf ausgiebig zu widmen. Auch wenn sie wissen, dass er so, wie sie ihn führen, nicht zu gewinnen ist, werfen sie noch alles in die Schlacht, was sie in ihren Arsenalen finden können.

Von Marcus Franz

Die abgenutzten Nazi-Keulen

Die Kasematten der Roten sind aber heute nur noch sehr eintönig ausgerüstet. Es finden sich dort nämlich ausschließlich nur mehr alte und zerfledderte Nazi-Keulen, die den verbliebenen Sozialisten aller Lager von den Waffenmeistern in die Hand gedrückt werden. Und man lässt natürlich die Hirne der linken Masterminds auf Hochtouren laufen, damit man überall da, wo es opportun erscheint, ein Komplott schmieden kann und bei günstiger Gelegenheit  mit tatkräftiger Hilfe der hinlänglich bekannten linksdominierten Medien bundesweite Empörungsszenarien konstruiert.

Auf diese Weise werden dann zum Beispiel Äußerungen von Politikern wie die unlängst von Minister Kickl kommunizierte Idee von der „Konzentrierung der Asylwerber“ zu skandalösen Nazi-Sagern umgemünzt. In dieselbe Kategorie gehören betuliche Auftritte wie der des Michael Köhlmeier, der bei der letzten NS-Gedenkfeier des Parlaments die Gelegenheit nutzte, um die Rechten in diesem Land auf eine ganz perfide Art zu verunglimpfen und ebenda auch versuchte, den Bundeskanzler auf üble Art und Weise mit einem Nazi-Vergleich zu desavouieren.

Warum ist das so?

Die Linke hat keine politischen Ideen mehr, die weltanschauliche Basis ist erodiert und die Wähler laufen in Scharen davon – nicht nur in Österreich. Anders gesagt: Das linke Gedankengut ist bald schon so tot wie sein Gründervater Karl Marx, dessen 200. Geburtstag deswegen heuer umso lauter gefeiert wird. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass bei den Linken mangels anderer (nämlich politischer) Argumente und Konzepte der „antifaschistische Kampf“ die einzige Möglichkeit geblieben ist, Aufmerksamkeit zu generieren. Man verbeisst sich demzufolge als Linker in der substanzlosen, dafür aber umso breitflächiger ausgewalzten Nazi-Empörung wie ein Hund im letzten Knochen, auch wenn dieser noch so fleischlos ist.

Es wird noch dauern

Wir können davon ausgehen, dass trotz aller rationalen und politischen Argumente, die gegen diese Verhaltensweise der Linken sprechen, das polit-mediale Stahlgewitter der ständigen Nazi-Vergleiche und Beschimpfungen noch eine lange Weile anhalten und damit Langeweile produzieren wird. Das dem National-Sozialismus ohnehin zu praktisch 100% verachtend gegenüberstehende p.t. Publikum (also der Wähler) ist nämlich schon ziemlich ermüdet vom endlosen antifaschistischen Theater, aber der politische Spielplan erlaubt wie erwähnt kein anderes Stück – weil es einfach keines gibt.

Am Ende steht ein Paradoxon

Solche Verhaltensweisen, die ständig more of the same in die politische Debatte einbringen, haben auf lange Sicht einen kontraproduktiven und paradoxen Effekt. Wenn die Bürger beginnen, sich schon die Ohren zuzuhalten, wenn irgendein linker Opinionleader schon wieder mit unsäglichen Nazi-Anwürfen daherkommt, dann hat die Linke endgültig verloren. Es wird einfach keinen Menschen mehr interessieren und die Bürger werden bei den nächsten Wahlen die rechten Parteien weiter stärken.

Verhöhnung der Opfer

Last not least ist der endlose „antifaschistische Karneval“, wie der Philosoph Rudolf Burger einst diese linken Verhaltensweisen so treffend bezeichnete, auch eine permanente Verhöhnung der Opfer des Dritten Reichs, weil die Toten auf diese Weise zu Versatzstücken einer intellektuell und weltanschaulich verarmten Linken degradiert werden. Und am Ende werden damit alle diese diskreditierenden und rufmörderischen Angriffe der Linken, die stets im Namen des „Nie wieder“ daherkommen, zu einer Schande für sie selbst.

 


Dr. Marcus Franz ist Arzt und Mitglied zum österreichischen Nationalrat – www.thedailyfranz.at