Arzt schmeißt hin: “ Asylbewerber wollen Viagra und ein neues Gebiss“

Symbolfoto:Durch Billion Photos/shutterstock
Flüchtlingsarzt will nicht mehr (Symbolfoto:Durch Billion Photos/shutterstock)

Ein Arzt und sein Kollege schmeißen hin: Der Mediziner, der seit einiger Zeit sogenannte Flüchtlinge im einem der vier Transitzentren in Bayern Transitzentrum behandelt, klagt, die Neuankömmlinge wollen vor allem Viagra oder ein neues Gebiss. 

Wie er der „Zeit“ erzählte, arbeite der Arzt seit einiger Zeit in einem sogenannten Transitzentrum, von denen es insgesamt vier in Bayern gibt. In diesen Zentren sind Flüchtlinge untergebracht, denen nur eine geringe Bleibeperspektive eingeräumt wird, weil sie aus Ländern kommen, in denen ihnen weder Krieg noch Verfolgung drohen. Im Deggendorfer Zentrum leben vor allem Asylbewerber aus Sierra Leone und Aserbaidschan.

Früher habe er ausgemergelten Kindern und Menschen mit Verletzungen geholfen, doch jetzt ist stammt sein Asylbewerber-Klientel hauptsächlich aus Ländern mit geringer Bleibe-Perspektive wie Sierra Leone oder Aserbaidschan, in denen ihnen weder Krieg noch Verfolgung drohen, berichtet Focus online.

Diese Bewohner haben weder Anspruch auf Sprachkurse noch dürfen sie arbeiten, aber sie bekommen die medizinische Grundversorgung gewährt.

„Da kommen jetzt Leute, die wollen Viagra. Manche Asylbewerber verlangen ein neues Gebiss oder eine neue künstliche Hüfte“, erzählt der Mediziner.  Oder sie kämen „motorisch völlig unauffällig“ in das Behandlungszimmer und klagten über starke Schmerzen, für die sie dringend Schmerzmittel benötigten, so der Arzt. Seiner Einschätzung nach seien es 50 Prozent, die so auf Kosten des deutschen Steuerzahlers die medizinische Versorgung ausnutzen.

Vor zwei, drei Jahren sei das noch anders gewesen, erzählt der Arzt. Damals habe er sich um Tausende Neuankömmlinge gekümmert. Viele von ihnen seien zu Fuß nach Bayern gekommen und hätten neben wundgelaufenen Füßen teilweise schwere Kriegsverletzungen aufgewiesen: „Beine voller Granatsplitter, Kinder in kachektischem Zustand, also ausgelaugt und abgemagert.“

heute legten vor allem sogenannte Flüchtlinge aus Aserbaidschan  seinen Worten nach ausführliche, perfekt gepflegte Krankenakten aus der Heimat vor und würden dann um eine neue Hüfte oder eine Bandscheiben-OP bitten.
„Die Leute wissen, wie schleppend die Verfahren hier laufen und sie glauben, sich in der Zwischenzeit von deutschen Spezialisten behandeln lassen zu können“, so der Mediziner. Werde ihnen diese Behandlung verweigert, würden einige der Aserbaidschaner sogar aggressiv. Einer habe einen seiner Kollegen mit einem Stuhl beworfen und zwei Tage später mit einem Messer bedroht. Nun schmeißen der Arzt und sein Kollege hin: Sie lassen ihre Verträge mit der Regierung auslaufen.

Der Deggendorfer CSU-Landrat Christian Bernreiter reagierte gegenüber der „Bild“-Zeitung nicht überrascht: „Ich habe natürlich von den Vorfällen gehört.“ Sollten die Vorwürfe stimmen, sei „die Kritik des Arztes natürlich gerechtfertigt“. Der Staat könne „nicht alles zahlen“ tue es aber auch nicht: Nicht anerkannten Flüchtlingen stehe gemäß des Asylbewerberleistungsgesetz Behandlungen bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen zu, die „zwingend notwendig und unaufschiebbar“ sind. Chronische Probleme mit der Hüfte oder den Zähnen würdenin den allermeisten Fällen nicht darunter fallen. (MS)

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