Prag: Radfahrer aus der Altstadt verbannt

Fahrradfahrer im Kampfmodus (Symbolbild: shutterstock.com/Durch blurAZ)
Fahrradfahrer im Kampfmodus (Symbolbild: shutterstock.com/Durch blurAZ)

Prag – Als ob ihnen die Stadt alleine gehört, sind sie rücksichtslos auch in deutschen Innenstädten unterwegs:  „Mit dem Slimfitanzug auf dem Weg ins Meeting oder einfach als vielbeschäftigte Studentin heim von der Vorlesung, nehmen sie als vermeintliche Vorzeigeumweltschützer nur selten ausreichend Rücksicht auf weitere Verkehrsteilnehmer, insbesondere Fußgänger“. Prag hat auf dieses Problem nun reagiert, und die Radfahrer aus der Altstadt verbannt.

Wie das Magazin Unzensuriert berichtet, müssen in der Altstadt von Prag Radfahrer künftig ihre Drahtesel schieben. Veronika Blazkova, Sprecherin des Prager Altstadtbezirks, begründe das folgendermaßen: „Fahrräder sollten vor allem am Rande der Stadt fahren, in der Natur. Das Zentrum Prags ist aus historischer Sicht nicht für Fahrräder geeignet. Wir haben keine breiten Straßen, wo alle Formen des Verkehrs parallel funktionieren: Straßenbahnen, Busse, Autos, Fußgänger und Radfahrer. Deshalb haben wir beschlossen, dass wir die Sicherheit der Fußgänger im Zentrum garantieren werden“

Das Geschrei der Fahrradaktivisten ließ zum einen nicht lange auf sich warten und war zum anderen entsprechend laut. Die Stadt kam den Radlern so weit entgegen, dass ein Verbot nun nur von zehn bis 17.00 Uhr gelte – wer unbedingt mit dem Rad durch die Innenstadt pendeln will, müsse das eben davor oder danach tun. (SB)

4 Kommentare

  1. Jetzt reicht’s mir aber: Jouwatch soll doch selbst kommentieren und seine Artikel selbst lesen – diese Zensurmaßnahmen sind ja noch weitaus schlimmer als das, was das BRD-Regime praktiziert.
    Fast alles wird hier wegzensiert!

  2. Eine sehr gute Maßnahme und vor allem auch ein Zeichen an die Radfahrer, die sich oft einbilden, die Straße oder der Gehweg gehöre ihnen ganz alleine.
    Dass die von Autofahrern gelegentlich auch über den Haufen gefahren werden, wundert mich nicht, denn die Allmachtsfantasien, mit denen Radfahrer sich teilweise auf den Straßen bewegen, fordern nach einer Darwin’schen Lösung des Problems.
    Ich habe es schon mehrmals erlebt, dass z. B. vier Radfahrer auf Landstraßen die ganze Straßenbreite für sich einnahmen und auch keinerlei Anstalten machten, auszuweichen – gleichgültig, ob sie sich im Gegenverkehr oder in Verkehrsrichtung bewegten, obwohl gehupt wurde. Dazu wurden die auch noch frech.
    Solch kriminelles Gesindel reagiert nur noch, wenn es quietschende Reifen hört oder mit dem Auto zur Seite gerempelt wird – aber dann ist das Gejammer groß bei diesen Antifaradlern, die sich manchmal wohl auch für verkappte Tour-de-France-Fahrer halten!
    Ich sah vor einiger Zeit einmal ein Video aus Brasilien, da machten sie es genauso. Allerdings hatten sie wohl nicht mit dem Autofahrer gerechnet, der sich das nicht gefallen ließ: Er fuhr sie, nachdem sie die Straße voll blockierten und auf Hupen nicht reagierten, einfach über den Haufen – und ich konnte ihn sehr gut verstehen, denn das ist die Sprache, welche diese dummen Primitivlinge verstehen können.
    Wenn ich einst lesen würde, dass das auch in Deutschland immer öfter passiert, könnte ich mich nur amüsieren darüber – Verkehrserziehung, wie im Bilderbuch! 😉

  3. Suuper. Weg mit diesen Kampfradlern. Mit ihrer Kampfmontur scheuchen sie selbst im friedlichen wald wanderer von den wegen. Wer sich beim geringsten rascheln nicht in den graben wirft dem reißen sie gliedmaßen weg. Weil bremsen ist ja eine unzumutbare Leistung. Mit ihren 1000watt LED lichtern blenden sie bei nacht UND TAG entgegenkommende passanten. Aber hauptsache das volle equipment. Osteuropa entspricht immer mehr meiner einstellung.

  4. …..obwohl ich leidenschaftliche Radfahrerin bin…..finde ich das sehr gut. Es gibt Innenstädte in Deutschland, da ist es eigentlich auch verboten…..aber es hält sich keiner dran…..weil es nicht wirklich kontrolliert wird….somit keine Konsequenzen hat.

Kommentare sind deaktiviert.